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16. Sep 2026

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Business

Der Nächste bitte!

Journalist: Kirsten Schwieger

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Foto: Curated Lifestyle/unsplash+

Dem deutschen Mittelstand fehlt es in allen Branchen an nachrückenden Existenz-gründern, die eine qualifizierte Nachfolge antreten können – oder wollen.

Jedes vierte mittelständische Unternehmen in Deutschland erwägt, nach dem Ausscheiden der jetzigen Führungsgeneration zeitnah oder perspektivisch zu schließen. Nach den Gründen gefragt, gaben 47 Prozent mangelndes Fortführungsinteresse der Kinder an und fast ebenso viele nannten zu viel Bürokratie. Betrachtet man nur die Unternehmer, die ihren Rückzug aus der Firma bis Ende 2029 planen, sind das 569.000. Diese Zahl prognostiziert das KfW Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025, welches erstmals einen kleinen Überhang aufgabewilliger Unternehmen feststellte. Denn demgegenüber stehen „nur“ 545.000 mittelständische Unternehmen, die bis Ende 2029 eine Nachfolge finden wollen.

Der anstehende Generationen¬wechsel stellt viele Mittelständler vor Probleme. Auf die geburtenstarken Jahrgänge folgen deutlich kleinere Generationen. So steht in den kommenden Jahren ein besonders großer Generationenwechsel an: Die Babyboomer verabschieden sich und damit viele Unternehmer gleichzeitig. Ein weiteres Problem: Die klassische Familiennachfolge funktioniert immer seltener, da die Nachkommen häufiger andere berufliche Wege einschlagen.

Laut IfM Bonn stehen in Deutschland im Zeitraum 2026 bis 2030 rund 186.000 übergabereife wie -würdige Familienunternehmen zur Nachfolge an. Die Prognose: Rund 50 Prozent davon werden mit Familienmitgliedern weitergeführt, 20 Prozent von Mitarbeitenden übernommen, und weitere 30 Prozent extern verkauft. Auch wenn konkrete Zahlen je nach Quelle abweichen: Es besteht kein Zweifel an einer großen Nachfolgelücke. Dem deutschen Mittelstand fehlt es in allen Branchen an nachrückenden Existenz¬gründern, die eine qualifizierte Nachfolge antreten können – oder wollen.

Jedes vierte mittelständische Unternehmen in Deutschland erwägt, nach dem Ausscheiden der jetzigen Führungsgeneration zeitnah oder perspektivisch zu schließen.

Die demografische Alterung verschärft das Nachfolgeproblem im Mittelstand gleich doppelt: Während immer mehr Inhaber in höherem Alter als früher eine Nachfolge suchen, wird das Gründungsgeschehen in Deutschland ausgebremst – und lässt damit die Zahl an potenziellen Übernehmerinnen überdurchschnittlich sinken. Denn wie Daten der KfW zeigen, bevorzugen Jüngere oft die Übernahme eines Betriebes, während Ältere eher neu gründen. So sind die meisten Existenzgründungen dann auch Neugründungen. Davon abgesehen ist die Zahl der Gründungswilligen seit Jahren generell rückläufig.

Dabei können Unternehmensübernahmen für Existenzgründer sowohl aus beruflicher als auch wirtschaftlicher Sicht sehr interessant sein. So sind bei der Übernahme ein bewährtes Geschäftsmodell, betriebliche Strukturen sowie am Markt bekannte Produkte und Dienstleistungen von Anfang an vorhanden, genauso wie qualifizierte Mitarbeitende, Beziehungen zu Zulieferunternehmen und eine zufriedene Kundschaft.

28. Sep 2026

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