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22. Jun 2023

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Gesellschaft

Die Evolution des Designs

Journalist: Pia Rische

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Foto: kübra yildiz/pexels, Presse

Das Design hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt, um den sich verändernden Bedürfnissen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Die gestiegene Sensibilität für Umweltfragen hat zu einer verstärkten Nutzung nachhaltiger Materialien und der Integration von Künstlicher Intelligenz geführt. Im Gespräch mit den Design-Experten Prof. Dr. Peter Zec und Lutz Dietzhold.

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Prof. Dr. Peter Zec, Initiator & CEO der Red Dot Design Awards

Was hat sich in den letzten Jahren rund ums Thema Design verändert?
Design und Bedürfnisse entwickeln sich stets in die gleiche Richtung und beeinflussen sich gegenseitig. In den letzten Jahren verbrachte man viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Das Zuhause wurde zum Büro, Restaurant und Wellnessoase. Der Bedarf an praktischen Lösungen stieg, ebenso sollte es gemütlich sein. Daraus formten sich großartige Designlösungen.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit beim Design?
Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Die Menschen sind sensibler geworden, was mit und in ihrer Umwelt passiert. Daraus ist eine große Bereitschaft für einen rücksichtsvollen Umgang mit Ressourcen entstanden. Diese Rücksicht bedeutet jedoch keinesfalls einen Rückschritt; vielmehr hat sie neue Möglichkeiten eröffnet.

Welche Innovationen haben die letzten Jahre im Bereich Design beeinflusst?
Neben nachhaltigen Materialien spielt Künstliche Intelligenz eine immer größer werdende Rolle im Produktdesign. Sie sollen gutes Design durch besseres Design ersetzen. Dieser Gedanke ist der Motor jeder Innovation.

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Lutz Dietzhold, Geschäftsführer des Rat für Formgebung

Was hat sich in den letzten Jahren rund ums Thema Design verändert?
Nutzerfreundlichkeit und Ästhetik sind zwar maßgeblich, derzeit entwickelt sich aber der Gestaltungsprozess hin zu einer Fokussierung auf Gesamtgesellschaftliches. Das mit gutem Grund: Designer und Unternehmen haben eine tragende Rolle inne hinsichtlich sozialer Verantwortung.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit beim Design?
Design muss alle Aspekte des Lebens mit einbeziehen: Unterschiedliche Perspektiven und interdisziplinäre Zusammenarbeit helfen, umweltpolitische und soziale Fragen zu beantworten. Ein Produkt ist nachhaltig, wenn es Antworten auf diese gibt und externe Faktoren mitdenkt. Technologien können dabei mehr denn je unterstützen.

Welche Innovationen haben die letzten Jahre im Bereich Design beeinflusst?
Aktuell sprechen alle von KI. Sie hilft Designer schon lange, gestalterische Aufgaben effizient zu lösen. KI kann aber vor allem helfen, komplexe Systeme aufzubrechen. Das wird ein entscheidender Schlüssel sein, um Circular Design und damit eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft umzusetzen.

23. Jun 2026

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Gesellschaft

Tiergesundheit: Ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz – Ein Beitrag von Judith Schönenstein, Vizepräsidentin Deutscher Tierschutzbund e. V.

Ein Haustier aufzunehmen ist eine wunderbare Entscheidung: Tiere schenken uns Gesellschaft, Freude und oft auch Trost. Sie bereichern unser Leben auf vielfältige Weise und werden für viele Menschen zu echten Familienmitgliedern. Als treue Begleiter verdienen Tiere nicht nur Liebe, Fürsorge, Pflege und eine artgerechte Haltung, sondern auch unseren Schutz. Denn Tiere haben keine Stimme und können sich nicht selbst gegen Vernachlässigung oder nicht tiergerechte Haltungsbedingungen wehren. Trotz der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz leiden tagtäglich zahlreiche Tiere. Der illegale Tierhandel mit zu jungen und oft kranken Hundewelpen floriert, Straßenkatzen kämpfen ohne menschliche Hilfe ums Überleben und Millionen Tiere – darunter auch Katzen und Hunde und vor allem Nager – werden jährlich in Versuchslaboren „verbraucht“. Auch bestimmte Zuchtpraktiken verursachen unnötiges Tierleid: Um bei der Zucht optische Merkmale wie Kulleraugen, kurze Schnauzen, Faltohren oder Farbvariationen im Fell zu erreichen, werden Auswirkungen auf die Tiergesundheit in Kauf genommen. Dabei ist ein Verbot solcher Qualzuchten längst im Tierschutzgesetz verankert – doch die Umsetzung bleibt unzureichend. Um den Tierschutz wirksam zu stärken, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Dazu zählt ein Verbot des Onlinehandels mit Tieren – denn viele Haustiere werden unüberlegt über das Internet gekauft, wo Welpen aus unseriösen Zuchten zigfach zum Kauf angeboten werden. Eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen könnte die Anzahl der Straßenkatzen und damit ihr Leid verringern und – in Kombination mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Hunde – auch überfüllte Tierheime entlasten. Das Qualzuchtverbot muss konkretisiert und erweitert werden. Und es braucht eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. >Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. Dazu gehört auch, sich umfassend zu informieren, wenn man ein Haustier aufnehmen möchte. Wer versteht, wie Tiere fühlen, was sie brauchen und wie sich Krankheiten frühzeitig erkennen lassen, leistet einen wertvollen Beitrag – für das einzelne Tier ebenso wie für das große Ziel: mehr Tierschutz, mehr Tiergesundheit, mehr Mitgefühl. Ein verpflichtender Sachkundenachweis vor der Tieranschaffung könnte helfen, Fehler aus Unwissenheit zu vermeiden. Auch die Kosten, die für Haustiere anfallen – etwa für tiermedizinische Behandlungen – sollten nicht unterschätzt werden. Routinemäßige als auch unvorhergesehene Tierarztbesuche können bisweilen tausende Euro für eine OP oder Behandlung verursachen. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig über eine Tierkrankenversicherung zu informieren. Wer nicht nur einem Tier in Not helfen möchte, sondern auch einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz leisten will, sucht im Tierheim nach dem passenden tierischen Mitbewohner. Tausende Tiere warten hier auf ein neues Für-immer-Zuhause und eine zweite Chance. „Adoptieren statt kaufen“ lautet das Motto!