Diesen Artikel teilen:

16. Dez 2022

|

Wirtschaft

Leuchtturm für eine zukunftsfähige Lebensmittelwelt

Journalist: Jakob Bratsch

|

Foto: Presse

Drei Fragen an Julius Palm, stellvertretender Geschäftsführer followfood GmbH

2021-followfood-julius-palm-06-online.jpg

Julius Palm, stellvertretender Geschäftsführer followfood GmbH; Foto: Presse

Wie sieht eine zukunftsfähige Lebensmittelversorgung aus?
Die Wissenschaft ist hier eindeutig. Wir brauchen 1. mehr nachhaltige Lebensmittel. Wir müssen 2. den Konsum von Fleisch- und Milchprodukten und 3. die Lebensmittelverschwendung je um ca. 50 % reduzieren.

Wie kann der Handel unterstützen?
Indem mehr Produkte mit diesem Anspruch angeboten werden. Der klare Fokus liegt auf Fisch und plant-based Produkten, da hier die beste Ökobilanz zu erreichen ist. Wir haben kein Fleisch, nur wenig Milchprodukte und ausschließlich 100 % Bio und nachhaltigen Fisch im Sortiment. Das spiegelt das Angebot einer zukunftsfähigen Lebensmittelwelt wider. Wir wollen ein Leuchtturm sein und die Branche bewusst animieren, uns zu kopieren. Allein schaffen wir das nicht, es braucht alle – global.

Und der 3. Punkt?
Wir schmeißen mehr als 30 % an Lebensmitteln weg. Es gibt kaum etwas Unnötigeres. Mit der Marke „Rettergut“ wollen wir Lebensmittel retten und zu leckeren Produkten verarbeiten.

Mit diesen drei Punkten sind wir meines Wissens das erste Unternehmen, das einen echten ganzheitlichen Lösungsansatz verfolgt.

16. Sep 2026

|

Wirtschaft

Viel Innovationskraft

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten stehen viele mittelständische Unternehmen vor der Herausforderung, Innovationen zu entwickeln, um konkurrenzfähig zu bleiben – oder sogar einen Vorsprung vor den Wettbewerbern zu erlangen. Große Unternehmen haben einen scheinbaren Vorteil, denn oft verfügen sie über eigene Forschungsabteilungen, die die Produktpalette erweitern oder neu aufstellen. Deutschlands Wirtschaft aber basiert in erster Linie auf einem breiten Mittelstand, der solche Abteilungen nicht hat. Das muss kein Nachteil sein. Denn während große Unternehmen oft wie schwere Tanker auf hoher See agieren, also schwerfällig und langsam, sind mittelständische Unternehmen wie Schnellboote: flexibel und rasch in der Lage, sich auf eine neue Situation einzustellen und neue Ideen zügig umzusetzen. Allerdings müssen auch sie wissen, wie. Wichtig ist stets, die Mitarbeiter einzubinden, denn gute Ideen kommen oft direkt aus der Belegschaft. Kurze Wege zum Chef erleichtern den Austausch. Ebenso sollten Firmen ihre Kunden fragen, was sie sich wünschen. Eine weitere Möglichkeit ist die Zusammenarbeit mit einer Hochschule oder jungen Start-ups mit frischen Ideen. Auf diese Weise können neue Ideen und neues Wissen eingekauft werden. >Nach potenziellen Innovationsmöglichkeiten sollte man schon dann Ausschau halten, wenn sich die wirtschaftliche Lage gerade gut darstellt, denn dann kann frei von Zeitdruck gehandelt werden. Mittelständische Firmen sind viel besser als große Unternehmen in der Lage, solche neuen Ideen in kleinen Schritten zu testen, statt jahrelang im Stillen zu planen. Wenn etwas nicht klappt, können sie den Plan relativ unkompliziert ändern. Bei all diesen Schritten konzentrieren sie sich voll auf ihre Kernkompetenzen und verbessern diese ständig. Nach potenziellen Innovationsmöglichkeiten sollte man schon dann Ausschau halten, wenn sich die wirtschaftliche Lage gerade gut darstellt, denn dann kann frei von Zeitdruck gehandelt werden. Allerdings kann es auch sein, dass ein Mittelständler zu dem Schluss kommt, dass es besser ist, einen radikalen Schnitt zu machen statt kleiner Schritte. In diesem Fall können radikale Innovationen infrage kommen, die das Unternehmen gänzlich neu aufstellen. Statt bestehende Produkte nur schrittweise zu verbessern, lösen Unternehmen sich von der Gegenwart und entwickeln disruptive Geschäftsmodelle für die Zukunft. Die Bedeutung des innovationsfreudigen Mittelstands für die deutsche Wirtschaft insgesamt ist von großer Bedeutung. Denn er ist ein Katalysator für den technologischen Fortschritt und sichert als Treiber der Transformation die globale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Viele deutsche Mittelständler sind Hidden Champions, die durch ständige Innovationen ihre weltweite Marktführerschaft in Nischen behaupten und so den Exporterfolg sichern. Nicht zuletzt bringen sie Hightech-Arbeitsplätze und modernes Know-how in ländliche Räume, was die regionale Wirtschaft stärkt und Disbalancen ausgleicht. Somit stabilisieren sie die Wirtschaft hierzulande – gerade auch in herausfordernden Zeiten. >Denn während große Unternehmen oft wie schwere Tanker auf hoher See agieren, also schwerfällig und langsam, sind mittelständische Unternehmen wie Schnellboote: flexibel und rasch in der Lage, sich auf eine neue Situation einzustellen und neue Ideen zügig umzusetzen.