28. Jan 2026
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Business
Journalist: Christian Kolb
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Foto: This Is Engineering/unsplash
Das für beruflichen Erfolg erforderliche Fachwissen verändert sich immer schneller. Doch persönliche Schlüsselkompetenzen bleiben für das ganze Leben.
Die Arbeitswelt ist im Wandel – und das so schnell wie selten zuvor. Fast täglich verkünden Start-ups und Technologiekonzerne neue Möglichkeiten. Was heute an Fachwissen als State-of-the-Art kann morgen schon veraltet sein. Und während das Bildungssystem von den weiterführenden Schulen über die Berufsschulen bis zu den Universitäten noch damit ringt, wie man mit der rasanten Entwicklung Schritt halten kann, fragen sich viele Menschen mit welchen Kompetenzen sie auf dem Arbeitsmarkt auch in Zukunft gefragt sein werden.
Damit rücken Fähigkeiten in den Mittelpunkt, die lange Zeit als nettes Extra im Lebenslauf galten, aber in vielen Unternehmen nicht entscheidend bei der Personalauswahl waren. Soft Skills, also Schlüsselkompetenzen wie Selbstführung, Resilienz, Bereitschaft zur Eigenverantwortung, Anpassungs- und Kommunikationsfähigkeit werden in Zukunft der Schlüssel für langfristigen beruflichen Erfolg sein. Denn während Fachwissen immer schneller veraltet, bleiben Soft Skills ein Leben lang erhalten und können in ganz verschiedenen Situationen nützlich sein. Davon profitieren Mitarbeitende und Unternehmen gleichermaßen.
Starke Kommunikationsfähigkeiten vermeiden Missverständnisse, helfen Konflikte zu lösen und Kunden zu überzeugen. Und das unabhängig von Branche und Fachthema.
Wer sich als Mitarbeitender selbst führen kann, erlebt nicht nur mehr Selbstwirksamkeit und größere Entscheidungsspielräume, sondern ermöglicht es Unternehmen, sich mit flachen Hierarchien und damit besonders effizient zu organisieren. Wer resilient ist, kann mit den sich ständig wandelnden Anforderungen mitgehen und ist dadurch weniger psychisch belastet. Das erhöht die Zufriedenheit und reduziert krankheitsbedingte Ausfallzeiten. Wer selbst die Verantwortung übernimmt, handelt wie ein Unternehmer im Unternehmen und agiert schneller als eine zögerlich auf Entscheidungen wartende Person. Anpassungsfähigkeit bringt Agilität mit sich und stärkt mit der Bereitschaft gewohnte Pfade zu verlassen auch die Innovation im Unternehmen. Starke Kommunikationsfähigkeiten vermeiden Missverständnisse, helfen Konflikte zu lösen und Kunden zu überzeugen. Und das unabhängig von Branche und Fachthema.
Wer sich hingegen rein auf Fachkompetenz fokussiert, riskiert, dass Teams und Strukturen die schnellen Veränderungen der Arbeitswelt nicht mitgehen können und ungewollt auseinanderbrechen. Mangelnde Anpassungs- und Kommunikationsfähigkeiten machen Teams instabil und anfällig für Konflikte. Sie senken die Motivation der Mitarbeitenden, erhöhen schon in der Ausbildung die Abbruchquote und schwächen die Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen.
Für langfristigen Erfolg sollten Unternehmen die Soft Skills nicht nur bei der Personalauswahl in den Mittelpunkt stellen, sondern auch bei der Unternehmensorganisation darauf achten, dass spannende Projekte, die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen und Soft Skills auszubauen die Basis für stärkere Teams, höhere Mitarbeitendenbindung und langfristigen betriebswirtschaftlichen Erfolg sind. Um den Mehrwert, den die Persönlichkeit der Mitarbeitenden ausmacht, optimal zu nutzen, ist es wichtig, ein Outside-the-Box-Denken als Teil der Unternehmenskultur zu definieren und Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben auch auf ungewohnten Lernpfaden die eigene Persönlichkeit im beruflichen Alltag weiterzuentwickeln.
Um den Mehrwert, den die Persönlichkeit der Mitarbeitenden ausmacht, optimal zu nutzen, ist es wichtig, ein Outside-the-Box-Denken als Teil der Unternehmenskultur zu definieren.
Es gibt keine einheitliche Definition, welche konkreten Fähigkeiten unter „Soft Skills“ fallen. Die „weichen Fähigkeiten“ ergänzen die Fach- und Methodenkompetenz (Hard Skills) um einige über die allgemeine Sozialkompetenz hinausgehende Dimensionen, die nicht nur im Management von wachsender Bedeutung sind.