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21. Feb 2019

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Gesellschaft

Prozessoptimierung mit BIM

Journalist: Helmut Peters

André Pilling ist Architekt und geschäftsführender Gesellschafter der DEUBIM GmbH.

Warum ist es für Unternehmen so schwierig, ohne eine zielgerichtete Aus- und Fortbildung die Optimierungspotenziale von BIM zu erkennen?

Bei BIM handelt es sich um eine Methode der Projektabwicklung im Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken. Da die Anwendungen vielfältig sind, müssen über das fundamentale Grundwissen hinaus Maßnahmen zur Prozessoptimierung gefunden werden. Nur taktisch eine Software einzuführen reicht da nicht! 

Über welches BIM-Basiswissen muss ein Anwender verfügen, um auch wirklich entscheidungsfähig zu sein? 

Man sollte um die Mehrwerte und Herausforderungen von BIM Bescheid wissen, offene Datenformate wie IFC sowie Modellarten und dazu notwendige Werkzeuge kennen. „Was muss ich bei der Implementierung im Projekt oder in der Organisation beachten?“ und „Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen?“ sind relevante Fragestellungen.

Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Dachorganisationen wie buildingSMART Deutschland?

Über mehrere Jahre wurde weltweit ein Ausbildungsstandard erarbeitet und in ein Curriculum überführt. In Deutschland wurde darauf basierend die Inhalterichtlinie VDI/bS 2552 8.1 bereits veröffentlicht. Die Zertifizierung wird gemeinsam mit buildingSMART Deutschland und dem VDI durchgeführt. Der Nachweis stellt einen wichtigen Baustein im Rahmen der notwendigen Qualifikation dar, wie sie schon im Stufenplan von Alexander Dobrindt gefordert wurde.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“