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30. Sep 2021

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Gesellschaft

3 Fragen an Dr. Karlheinz Rabenschlag

Journalist: Jörg Wernien

Deutschland braucht mehr Windenergie – wie kann das funktionieren? Fragen an den Experten Dr. Karlheinz Rabenschlag von Sterr-Kölln & Partner.

Dr. Karlheinz Rabenschlag, Rechtsanwalt Sterr-Kölln & Partner; Foto: Presse

Kann Deutschland in den nächsten Jahren mehr Windenergie-Kapazität aufbauen?

Ja. Ende Juni standen knapp 30.000 Onshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 56.000 MW, was weniger als ein Prozent der Fläche bedeutet. Zum Erreichen der Klima-ziele ist dies zu wenig. Aufgrund des steigenden Strombedarfs ist davon auszugehen, dass mindestens zwei Prozent der Landesflächen für Wind-kraft benötigt werden.

Es gelten Abstandregeln, zahlreiche Bundesländer verhindern den Aus-bau – müssen wir das nicht gesetzlich und verbindlich regeln?

Ja, Aufbau der Kapazität ist möglich wenn bisherige Hemmnisse in der Projektentwicklung kurzfristig abgebaut werden.

Wäre eine Gewinnbeteiligung der Bürger:innen an den Anlagen eine Lösung?

Sicherlich führt die Beteiligung von Bürger:innen zu Akzeptanz und zu regionaler Wertschöpfung. Der Gesetzgeber hat in § 36g EEG 2021 für Bürgerenergiegesellschaften ein Modell eingeführt. 

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“