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1. Okt 2021

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Gesellschaft

3 Fragen an Ulrike Sapiro

Journalist: Christiane Meyer-Spittler

Der Weltkonzern Henkel setzt in seiner Verpackungsstrategie auf eine Kreislaufwirtschaft.

Ulrike Sapiro, Chief Sustainability Officer bei Henkel; Foto: Presse

Frau Sapiro, auf welche Bausteine kommt es dabei an?

Es geht um nachhaltige Verpackungen. Wir konzentrieren uns darauf, unsere Verpackungen recycelbar zu machen, den Einsatz von Rezyklat zu erhöhen und das Volumen von Kunststoffen zu reduzieren. 

Wie wichtig ist dabei die Zusammenarbeit der Industrie?

Keiner kann eine Kreislaufwirtschaft allein aufbauen. Alle Player einer Wertschöpfungskette müssen zusammen-arbeiten, vom Rohstofflieferanten bis zum Entsorger. Daher ist Henkel in vielen branchenübergreifenden nationalen und internationalen Verbänden aktiv. Und auch der Austausch von Industrie und Politik ist wichtig.

Gibt es konkrete Beispiele zum Thema Kreislaufwirtschaft?

Im Bereich Klebstoff-Technologie unterstützt Henkel mit innovativen Lösungen die Verpackungsindustrie bei der Entwicklung von nachhaltigen Verpackungen. Ein Beispiel dafür sind Klebstoffe, die es ermöglichen, die verschiedenen Schichten von Verpackungen zur Entsorgung wieder zu trennen – eine Voraussetzung für das Recycling.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“