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30. Sep 2021

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Gesellschaft

3 Fragen an Vanja Schneider

Journalist: Katja Deutsch

Über die Kreislaufwirtschaft des Bauens.

Vanja Schneider, Geschäftsführer von Moringa; Foto: Presse

Warum hat sich Moringa an einem Filmprojekt über das Bauen beteiligt?

In diesem Dokumentarfilm wird gezeigt, dass der zwingend erforderliche Umbruch zu einer ökologischen Bauweise im Sinne des Kreislaufwirtschaftsprinzips heute bereits möglich ist. Das ist ja auch genau unser Thema: Ein Moringa-Gebäude ist wie ein Rohstofflager, wo recyclingfähige bzw. recycelte Materialen „gelagert“, unkompliziert entnommen und wiederverwertet werden können. Das minimiert Abfall, wirkt der Verschwendung natürlicher Ressourcen entgegen und reduziert Produktionsprozesse und damit CO2-Ausstoß.

Wer soll damit angesprochen werden?

Wir möchten mit diesem Dokumentar-film die Branche motivieren, Gleiches zu tun und den Film deshalb gezielt Städten, Kommunen und Geschäftspartnern zeigen. Wir erhoffen uns dadurch eine Beschleunigung einer ökologischeren Bauweise.

Was macht Moringa anders als andere?

Wer sich in ein neues Bauprinzip einarbeitet und dabei als Wissensträger und Impulsgeber fungieren will, muss sich ernsthaft und lange damit beschäftigen. Die Moringa GmbH gehört zum Unternehmensverbund der Landmarken AG und ist nach unserer Erkenntnis das einzige Immobilienprojektentwicklungsunternehmen, welches sich ausschließlich dem Cradle to Cradle-Prinzip gewidmet hat.

18. Mär 2026

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Gesellschaft

Hören macht klug

Kaum läuft der Lieblingssong, wird aus dem Kinderzimmer eine Bühne. Es wird gehüpft, getanzt, gerappt und mitgesungen. Musik bringt positive Energien ins Leben – und kann noch viel mehr: Musik stärkt das Arbeitsgedächtnis von Kindern, also die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten. Damit Kinder neue Inhalte verstehen und anwenden können, braucht das Arbeitsgedächtnis eine ausreichend große Kapazität. Ist diese noch nicht altersgemäß entwickelt, kann das Lernen zur Herausforderung werden. Musik wirkt da im Kopf wie Fitness. Als gezieltes Gedächtnistraining, mit der die geistige Leistungsfähigkeit, schon im Vorschulalter, gefördert und somit das spätere Lernen erleichtert wird. Hörspiele ergänzen diese Reise in die Klangwelt: Kinder konzentrieren sich auf das gesprochene Wort und lernen Geschichten aus Stimmen, Geräuschen und Musik zu visualisieren. Statt auf Bilder zu schauen, erschaffen sie diese selbst im Kopf. Das fördert die Fantasie, Sprachentwicklung und Konzentration. Auch Singen macht Sprache lebendig. Mit Reimen, Wiederholungen und eingängigen Melodien entdecken Kinder neue Wörter und Satzmuster ganz intuitiv. Dabei wächst nicht nur ihr Sprachgefühl, sondern auch das Wir-Gefühl: Beim gemeinsamen Singen hören sie aufeinander, reagieren im Takt und erleben echtes Miteinander. Wenn die Musik dann in Bewegung übergeht, wird aus Rhythmus Körpergefühl. Tanzen stärkt Motorik, Koordination und Selbstvertrauen. >Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Was sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat, ist die musikalische Sprache, in der all das passiert. Moderne Kinderlieder lösen sich zunehmend vom pädagogischen Zeigefinger und suchen die Nähe zur Popkultur. Statt bravem Gitarrenfolk vom Pädagogen in Latzhose mit Mitmachliedern übers Zähneputzen, erklingen Hip-Hop-Beats, Indiepop und Reggae-Grooves. Die Texte greifen Themen auf, die Kinder beschäftigen: Familienalltag, Freundschaft, kleine Wutanfälle oder erzählen vom Mut, das erste Mal auf dem Fahrrad zu fahren. Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Und ja – wenn das Lieblingslied zum hundertsten Mal läuft, nervt es vielleicht ein bisschen weniger, wenn der Text nicht von Reimen auf Hände waschen handelt, sondern davon, dass Eltern auch nur Menschen sind. Was einen Song besonders „kindertauglich“ macht, ist trotzdem eine Wissenschaft. Laut einem Bericht der New York Post¹ haben Forschende aus Sheffield herausgefunden, dass dazu ein Tempo zwischen etwa 60 und 120 BPM gehört, also ein Rhythmus, bei dem es sich gut mitwippen lässt; eingängige Wiederholungen sowie eine klare, positive Klangstruktur. Kommt Ihnen bekannt vor? Das sind genau die Zutaten, die es für einen guten Ohrwurm braucht. ¹ New York Post: „‘Radio Ga Ga’ is scientifically proven to be a perfect kids song“, 6. August 2024.