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23. Dez 2021

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Gesellschaft

4 Experten zu stilvollem Zuhause

Journalist: Jörg Wernien

Christian Büttner, Lutz Dietzold, Harald Fesenbeck und Prof. Dr. Peter Zec über das stilvolle Zuhause.

Christian Büttner, Division Manager Innovation and Portfolio bei Kaldewei, Foto: Presse/Kaldewei

Welche bahnbrechenden neuen Designs trenden im nächsten Jahr?

Es wird auf nachhaltige und natürliche Materialien gesetzt. Der Stilmix wird mutiger. Freistehende Badewannen bleiben das Highlight im Bad, neben immer großzügigeren bodenebenen Duschen, wie unsere Superplan Zero.

Was ist schwieriger – neue Trends im Bad oder in der Küche zu setzen?

Das Bad hat noch aufzuholen. Mehr Platz, Design und Mut würden definitiv helfen, das Image der einstigen Nasszelle vergessen zu machen. Leider planen viele zu funktional. Sie vergessen, dass sie im Bad morgens ihre persönliche Stimmung für den Tag beeinflussen und diesen abends im Bad beschließen. Die Digitalisierung, wie wir sie von der Küche kennen, erfolgt im Bad noch sehr verhalten.

Nach Corona wollen die Kunden sich verändern – wo ist die Nachfrage nach neuen Möbeln am größten?

Der Wunsch nach Veränderung in den eigenen Wänden geht weit über ein paar neue Möbelstücke hinaus. Jetzt wird umgebaut! Wir sehen den Wunsch nach Renovierung und sind glücklich, die entscheidenden Möbel, wie Badewannen oder Duschflächen, zu designen und herzustellen.


Lutz Dietzold, German Design Award, Foto: Presse/German Design Award

Smart Home – ein Trend, der immer mehr Menschen begeistert – Was sind die aktuellen Trends?

Individuelle Bedürfnisse von Nutzerinnen und Nutzern stehen vermehrt im Vordergrund. Geschlossene Smart-Home-Systeme verlieren an Bedeutung. Stattdessen lassen sich verschiedene Geräte unterschiedlicher Hersteller miteinander verbinden. Über eine szenische Steuerung sind konfigurierbare Anwendungen wie die Regulierung von Licht oder Temperatur integriert – angesteuert über Sprachassistenten oder Apps. Daneben gibt es vor allem im Bereich Küche und Bad innovative Entwicklungen wie intuitive Bedienfelder für Armaturen oder wassersparende Duschsysteme.

Sicherheit wird großgeschrieben – wie kann ich mein Heim Netzwerk wirklich „Safe“ machen?

Bei der Planung eines Smart Homes oder einzelner Features sollte man sich auf etablierte und erfolgreiche Marken verlassen. Für große Unternehmen und namhafte Hersteller sind Qualität und Sicherheit oberste Priorität.

KI ist in vielen Bereichen schon der Alltag – wann wird sich KI im ganz normalen Haushalt etablieren?

Das geschieht aktuell immer mehr. Zum einen, weil die Technik immer zugänglicher und in ihrer Benutzerfreundlichkeit intuitiver wird. Zum anderen aber auch, weil KI auf gesellschaftliche Fragestellungen reagiert. Denn der Klimawandel beeinflusst unser Wohnverhalten: Wasser- und energiesparende Duschköpfe beispielsweise, die nicht nur den Geldbeutel, sondern auch Ressourcen schonen, werden auch dem steigenden Bedürfnis der Nutzer nach Nachhaltigkeit gerecht. Diese Art von Lösungen wird sich langfristig etablieren.


Harald Fesenbeck, Manager, Portfolio & Product Management, HANSA Armaturen GmbH, Foto: Presse/Hansa

Welche bahnbrechenden neuen Designs trenden im nächsten Jahr?

Designtrends sind differenziert zu betrachten, je nach Designdisziplin. Generell wird Design individueller, es entwickelt sich zum persönlichen Design. Wir erwarten expressivere Designs in denen wieder mehr gewagt wird – das wird zunehmen in der Grafik, der Mode, und auch bei den Farben sichtbar. Das Produkt(-design) hingegen ist weniger kurzlebig als die vorgenannten Disziplinen, daher sind es andere Trends, die hier involviert werden. Individualität – als gemeinsamer Nenner – wird durch neue Materialien und Oberflächen erzeugt. Das Produkt wird aber zunehmend unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit konzipiert und steht somit in einem Spannungsfeld zwischen der neuen Individualität, der allgegenwärtigen Smartness und eben der Nachhaltigkeit. Wer diese Elemente nahtlos miteinander verbindet, setzt relevante Trends.

Was ist schwieriger – neue Trends im Bad oder in der Küche zu setzen?

Im Bad – während es in der Küche bereits zahlreiche innovative Produkte gibt, ist das Bad noch lange nicht so weit. Vielleicht liegt das an der Akzeptanz und an der Relevanz, denn das Bad ist ein Rückzugsort, ein Ort für Rituale, quasi der Weg zurück zum Ursprung so nach dem Motto „nur das Wasser und ich“. Trends im Bad müssen relevant sein und dem Nutzer einen essenziellen Mehrwert bieten, der ihm den Aufenthalt im Bad erleichtert und/oder verschönert. Das sind vor allem sinnliche Erlebnisse, die aber sehr sensibel choreografiert sein müssen, schließlich liefere ich mich als Individuum dem Bad in meiner Gänze und Ursprünglichkeit aus, ich vertraue mich dem Bad an. Und unter diesem Gesichtspunkt beurteilt man Trends im Bad besonders kritisch, geradezu sehr persönlich.



Prof. Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards, Foto: Presse/Red Dot Awards

Welche bahnbrechenden neuen Designs trenden im nächsten Jahr?

Natürliches und nachhaltiges Wohnen ist seit ein paar Jahren im Trend und nach wie vor gefragt. Naturmaterialien sowie der Einsatz gedeckter Farben erfreuen sich großer Beliebtheit. Parallel dazu entwickeln sich technische Helfer und Gadgets weiter.

Was ist schwieriger – neue Trends im Bad oder in der Küche zu setzen?

Die Küche bietet eine größere „Arbeitsfläche“ und somit mehr Möglichkeiten. Allerdings bedarf es besonderem Können und dem gewissen Extra, damit ein Trend als solcher wahrgenommen wird. Bei Badezimmern lässt sich in den letzten Jahren eine Tendenz zu zeitlosem Design beobachten. Kurzweilige Trends sind hier eher selten zu finden.

Nach Corona wollen die Kunden sich verändern – wo ist die Nachfrage nach neuen Möbeln am größten?

Die Nachfrage scheint sich tatsächlich auf die verschiedenen Wohnräume zu verteilen: Zum einen, da ein gemütliches Zuhause immer wichtiger wird. Zum anderen muss in bestimmten Wohnbereichen nachgerüstet werden, da diese nun als Büro oder Schule fungieren und die entsprechende Ausstattung fehlt.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“