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22. Jun 2023

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Lifestyle

Aus Liebe zur Küche

Journalist: Julia Butz

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Foto: Presse

„Die Küche ist das Herzstück jedes Zuhauses, ein Raum voller Liebe, Kreativität und schönen Momenten.“, sagt Foodbloggerin und Back-Queen Sally Özcan.

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Sally Özcan, auch bekannt unter dem Namen „Sallys Welt“, ist Unternehmerin, Webvideoproduzentin, Foodbloggerin und Autorin

Sally, Deine Arbeit findet den Großteil des Tages in der Küche statt. Was liebst Du daran?
Für mich ist dieser Ort nicht nur eine Küche, sondern ein Raum voller Liebe, Kreativität und schönen Momenten. Die Küche ist das Herzstück jedes Zuhauses und die besten Partys finden dort statt! Es ist der Ort des Wohlfühlens, der Gemeinschaft, dort wo Familie und Freunde zusammenkommen, um eine gute Zeit miteinander zu verbringen, gemeinsam zu kochen und zu essen.

Und auch der Großteil unseres Familienlebens findet hier statt: Es wird gekocht, gebacken, gegessen, wir machen Hausaufgaben, spielen dort. Beruflich gesehen ist die Küche mein Kreativzentrum, mein Lieblingsplatz für Rezept- und Produktideen und natürlich der Ursprung für meinen Content.

Du bist für viele zum Role-Model geworden. Was ist das für ein Gefühl?
Das ist großartig. Ich freue mich, so viele Menschen in jeder Altersklasse dazu zu motivieren, zu backen, ihre eigenen Fähigkeiten und Talente zu entdecken und dabei auch noch etwas Leckeres und Gesundes erschaffen. Kochen und Backen waren schon immer ein großes Hobby von mir. Doch ich wollte diese Freude und Leidenschaft nicht nur für mich behalten, sondern auch an andere Menschen weitergeben – und dazu ermutigen, an Träume zu glauben!

„Backen macht einfach Spaß und ist gar nicht so schwer. Mit ein paar einfachen Tricks kann jedem ein leckerer Kuchen gelingen.“

Ok, dann los. Welche Grundlagentipps hast Du für Kuchenbäcker-Einsteiger? 
Backen macht einfach Spaß und ist gar nicht so schwer. Mit ein paar einfachen Tricks kann jedem ein leckerer Kuchen gelingen. Selbstgebacken schmecken Kuchen und Torten einfach besser, machen glücklich und man kann stolz auf sein erschaffenes Werk sein. Am besten startet man mit einfachen Rezepten, wie Marmor- oder Schokoladenkuchen. Allerdings ist Backen im Gegensatz zum Kochen Maßarbeit: gute Zutaten und genaues Abwiegen und auch die Zeitangaben – wie lange darf oder soll ich einen Teig rühren, kneten, die Sahne schlagen, den Kuchen backen, etc. … das ist sehr wichtig. Ansonsten gilt das Motto: Backe immer mit Freude und ohne Stress und lasse Dich nicht entmutigen, wenn etwas nicht perfekt wird!

Was ist insbesondere beim Backen mit Kindern wichtig?
Wenn wir Kinder miteinbeziehen, macht es gleich viel mehr Spaß – und die Kinder lernen sehr viel, denn wir können dabei viel Wissen über Lebensmittel vermitteln. Ob beim Rühren, Kneten, Formen, Ausstechen oder Verzieren. Auch der Umgang mit Küchenutensilien, die Feinmotorik und die Selbstständigkeit werden geschult. Es ist eine wunderbare Aktivität, um Selbstvertrauen und die Kreativität von Kindern zu fördern. Auch wenn die Zubereitung manchmal etwas länger dauert: Der Weg ist das Ziel – und der Spaß soll im Vordergrund stehen.

Essen mit Liebe: Das gilt bei Dir auch fürs Kochen, oder?
Ja! Kochen für mich eine großartige Möglichkeit, meine Kreativität auszuleben, abzuschalten und zu entspannen. Wenn ich in der Küche stehe, kann ich mich ganz auf das Kochen konzentrieren und vergesse für einen Moment alles andere. Ich liebe es, neue Rezepte auszuprobieren und Zutaten zu kombinieren – und es ist so Gefühl der Erfüllung, wenn es anderen schmeckt und sie glücklich macht. Und da beim Kochen auch Improvisation erlaubt ist, muss nicht alles genau abgewogen werden (lacht).

Wenn Sally nicht gerade in der Küche steht, ist sie ein beliebter Gast bei verschiedenen TV-Formaten. Die Zweifachmama und Unternehmerin ist außerdem Deutschlands jüngste Stiftungsgründnerin und engagiert sich für soziale Projekte.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.