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16. Dez 2022

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Wirtschaft

Bio als Transformations-Treiber

Journalist: Jakob Bratsch

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Foto: BIOFACH / Presse

Auf der BIOFACH, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, treffen sich vom
14. – 17. Februar 2023 wieder internationale Vertreter der Bio-Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Im Fokus: Bio. Ernährungssouveränität und „wahre Preise“.

Der Kongress ist integraler Bestandteil der Messe und findet parallel zur BIOFACH statt. 2023 rückt dieser in Zeiten multipler Krisen in den Fokus, welchen Beitrag Bio für Ernährungssicherheit und -Souveränität leistet und wie wahre Preise den Weg für eine ökologische Transformation der Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft ebnen. Ein Wirtschaften innerhalb der planetaren Belastungsgrenzen und somit eine wahrhaft enkeltaugliche Lebensmittel- und Landwirtschaft gelingt nur mit einem Blick auf die Leistungen von Bio für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz und mit „wahren Preisen“, also die Einbeziehung der ökologischen Folgekosten in die Preise von Lebensmitteln. 

Vier Tage BIOFACH, das heißt vier Tage die gesamte internationale Vielfalt an Bio-Lebensmitteln erleben, Netzwerken sowie Wissen teilen und mehren, aber auch:
Mit allen Sinnen entdecken und genießen, was der Markt an Neuheiten und Trends zu bieten hat. Die BIOFACH ist dabei viel mehr als ein Handelsplatz. Auch 2023 findet die BIOFACH hybrid statt; neben der Präsenzmesse profitieren Aussteller und Besucher von den Mehrwerten der digitalen Plattform, die das Vor-Ort-Erlebnis ergänzt.

Parallel zur BIOFACH findet die internationale Fachmesse für Naturkosmetik statt. Hier präsentieren Hersteller, darunter zahlreiche Startups und Newcomer, welche Neuheiten der Sektor zu bieten hat.

29. Sep 2026

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Wirtschaft

Energiekurs Deutschland – Ein Beitrag von Tim Meyer, Energieexperte, Speaker und Berater

Wer heute erfolgreich durch die Energiewelt navigieren will, kommt mit alten Landkarten nicht weit. Zum einen hat sich die geopolitische Tektonik verschoben: Spätestens seit 2021 wissen wir, dass Versorgungssicherheit über Erdgas nur noch mit hohen Kosten und Preisrisiken zu haben ist – seit dem Konflikt an der Straße von Hormus gilt das auch für Kraftstoffe. Wichtiger noch: Die Welt steckt in einer elektrotechnologischen Revolution, die weit über die Energieversorgung hinausreicht. Mobilität, Wärme, industrielle Prozesse und die Fertigung von morgen werden weitgehend elektrisch. Die Märkte haben sich bereits massiv verschoben – nicht nur die deutsche Autoindustrie leidet unter Absatzverlusten einst erfolgreicher Produkte. Treiber ist der globale Boom bei erneuerbaren Energien: Mit ihnen ist Strom so günstig und verfügbar wie nie, und der Preisverfall bei Batteriespeichern gleicht Schwankungen von Wind, Sonne und Verbrauch immer besser aus. Ergebnis: Allein in diese Technologien und den Ausbau der Stromnetze fließen weltweit Investitionen von über 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr – etwa fünfmal so viel wie in neue Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke. Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. So anstrengend diese Gleichzeitigkeit wirkt: Für Menschen und Unternehmen in Deutschland liegen darin große Chancen. Zwei Dinge sind gewiss: Erstens gibt es kein Zurück – geopolitische Spannungen verschwinden nicht, und der technologische Fortschritt bei Clean Tech lässt sich nicht zurückdrehen. Zweitens sind diese Entwicklungen global: Technologien, die wir ohnehin für den Heimatmarkt entwickeln müssen, sind weltweit gefragt und können zur zentralen Säule des dringend nötigen wirtschaftlichen Aufschwungs werden. >Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. Umgekehrt gilt: Wer an alten Plänen und alter Technologie festhält – und sei es neu verpackt als „hocheffiziente Verbrenner“ oder „Grüngas“ –, landet auf dem wirtschaftlichen Abstellgleis. Industrielle Revolutionen kann man nicht aufhalten. Man kann sich nur entscheiden, auf der Gewinner- oder Verliererseite stehen zu wollen. China macht das seit Jahren zur Industriepolitik: vom Abnehmer deutscher Maschinen zum aggressiven Wettbewerber, inklusive Sicherung von Rohstoffen und Lieferketten. Heute ist China globaler Marktführer bei Wind- und Solarenergie, Batterietechnik und E-Mobilität – weitere Angriffe auf deutsche Märkte sind angekündigt, auch bei Wärmepumpen. Es gilt also, aus der Not eine Tugend zu machen: Absicherung gegen fossile Preisrisiken, Investition in Zukunftsmärkte, europäische Resilienz und Klimaschutz sind dabei ein und dasselbe. Die Politik muss diese neue Realität in eine verständliche Energielandkarte übersetzen: Elektrifizierung unserer Volkswirtschaft als verankertes Ziel, politisch gemanagt und mit Investitionen hinterlegt – vor allem durch schnellere Modernisierung der Energieinfrastruktur, also Digitalisierung, effizientere Organisation und Ausbau der Stromnetze. Doch auch ohne den großen politischen Wurf gibt es Lösungen, die sich schon heute lohnen und in die unternehmerische Zukunft weisen. „Energiekurs Deutschland“ zeigt diese Richtungen auf. Je mehr Unternehmen sie jetzt nutzen, desto mehr profitiert die Allgemeinheit – denn Deutschland hat alle Voraussetzungen, sich neu zu erfinden. Wir müssen es nur wollen und anpacken.