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2. Sep 2019

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Lifestyle

„Das Alter ist nur eine Zahl“

Journalist: Chan Sidki-Lundius

Frauke Ludowig gehört zu den bekanntesten Frauen im deutschen Fernsehen. Wie sie zum Alter steht und wie sie sich fit hält, hat sie uns verraten – ganz exklusiv.

Sie gab Einblicke in das Privatleben von Arnold Schwarzenegger, ließ die Zuschauer an der Hochzeit von Tennislegende Boris Becker und seiner Lilly teilhaben, frühstückte mit der australischen Sängerin Kylie Minogue, sowie mit der US-amerikanischen Schauspielerin Pamela Anderson. Und sie traf Königin Silvia von Schweden oder auch die drei Kinder von Pop-Ikone Michael Jackson zum exklusiven Interview in Deutschland: Frauke Ludowig liefert seit 25 Jahren mit ihrem Team von „RTL Exclusiv“ und „Exclusiv Weekend“ spannende Geschichten aus der Welt der Prominenten. Dabei kommt die Moderatorin mit den langen blonden Haaren den nationalen und internationalen Stars und Sternchen meistens ganz nah. Man müsse das Talent und Spaß daran haben, gute Geschichten zu erzählen – und den Biss, immer wieder Neues herauszufinden, ist Frauke Ludowig überzeugt, die für ihren Job brennt wie am Tag ihrer ersten Sendung.

Freundschaften mit Prominenten pflegt sie jedoch grundsätzlich nicht, um eine kritische und professionelle Distanz zu wahren – eben so, wie es sich für eine ernst zu nehmende Journalistin gehört. Ihr eigenes Leben sei jedoch alles andere als glamourös, sondern eher normal, beteuert die attraktive 55-Jährige, deren Lebensmotto „Take it easy“ ist. Selten zeigt sie sich mit ihrem Ehemann Kai Röffen auf dem Roten Teppich. Denn anders als diejenigen, über die sie berichtet, hält sie ihr eigenes Privatleben lieber aus der Öffentlichkeit heraus.


Foto: TV NOW

Frau Ludowig, wie schaffen Sie es, immer so voller Energie und Lebenslust vor der Kamera zu stehen? Woraus schöpfen Sie diese Energie?

Ich nehme alles nicht zu ernst und versuche aus allem etwas Positives zu ziehen und den Moment zu genießen. Darüber hinaus ist es mit sehr wichtig, jede freie Minute mit meiner Familie zu nutzen. Das gibt mehr sehr viel Kraft und Energie für meine Projekte.

Sind Sie ein glücklicher Mensch?

Ich bin sehr glücklich mit meinem Leben. Ich liebe meine Familie über alles, sie unterstützt mich, wo immer sie kann. Man sollte niemals seine positive Einstellung zum Leben verlieren. Natürlich gibt es auch hin und wieder stressige Phasen, in denen auch ich meine Nerven beisammenhalten muss. Wenn das der Fall ist, bemühe ich mich darum, schnell darüber hinwegzusehen und mich wieder den schönen Dingen des Lebens zu widmen.

Sie bewegen sich in einer Welt – der Medienwelt, in der Jungsein extrem wichtig zu sein scheint. Wie kommen Sie damit klar?

Ich komme damit ziemlich gut klar. Ich setze mich nicht unter Druck, um jede Minute perfekt auszusehen, sondern stehe zu meiner Natürlichkeit. Da gehört nun mal auch das Älterwerden dazu. Deshalb ist es für mich selbstverständlich, meinem Körper das zu geben, was er benötigt, zum Beispiel Bewegung.

Was bedeutet es Ihnen, jetzt Mitte 50 zu sein? Wie ist Ihr derzeitiges Lebensgefühl, was hat sich diesbezüglich in den letzten Jahrzehnten verändert?

Das Alter ist nur eine Zahl. Man ist immer so alt, wie man sich fühlt. Ich fühle mich heute tatsächlich sehr frisch und voller Energie. Natürlich gewinnt man viel an Lebensweisheit dazu und lernt Dinge mehr zu schätzen, aber ich fühle mich nicht anders als vor fünf oder zehn Jahren. 

Haben Sie Angst vor dem Älterwerden?

Darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Ich denke natürlich an so etwas wie Vorsorge, das bleibt ja nicht aus. Älterwerden gehört aber zum Leben dazu und ich bin dankbar für alles, was ich bisher erleben durfte.

Verraten Sie uns Ihre Tricks? Wie schaffen Sie es, so aktiv und attraktiv zu bleiben?

Ich versuche den Sport in meinen Alltag einzubauen, zum Beispiel gehe ich in der Mittagspause bei RTL oft zum Kollegensport. Denn Sport ist nicht nur gut für die Fitness und die Ausdauer, sondern hebt auch Glücksgefühle. Obendrein versuche ich natürlich auch, mich überwiegend gesund zu ernähren. Das klappt allerdings nicht immer (lacht). 

Was sind Ihre Pläne für die nächsten Jahre bzw. die dritte Lebenshälfte?

Mein Leben einfach weiterhin zu genießen und mich an den schönen Sachen zu erfreuen. Wir verbringen alle viel zu viel Zeit damit, uns an den weniger schönen Dingen aufzuhängen und darüber zu grübeln. Wir sollten unsere Zeit einfach sinnvoller nutzen und das versuche ich jeden Tag umzusetzen. Ich selbst lasse das Leben einfach auf mich zukommen und setze alles daran, stets das absolut Beste rauszuholen. 

29. Dez 2025

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Gesundheit

Gesund & Aktiv im Alter

### Pilates – tiefenwirksame Praxis Ideal für Best Ager: Das sanfte, gelenkschonende Ganzkörpertraining kann nicht nur mit eingeschränkter Beweglichkeit praktiziert werden, sondern wirkt auch altersbedingten Beschwerden entgegen. In jeder Pilates-Stunde werden neben Muskelkraft, Stabilität und Mobilität auch Koordination und Gleichgewicht trainiert. Die Übungen lassen sich im Sitzen, Stehen oder Liegen durchführen und werden an Fitnesslevel und Leistungsstand angepasst. Es werden dabei gezielt die tiefliegenden Muskeln in Bauch, Rücken und Beckenboden angesprochen – jene Muskulatur, die für Stabilität, Gleichgewicht und Sturzprävention wichtig ist. Regelmäßiges Training sorgt so für erhöhte Beweglichkeit, eine verbesserte Körperhaltung und Balance und kann sogar dauerhaft den Blutdruck senken. Um die richtige Atemtechnik zu erlernen, sollte unbedingt ein Einstiegskurs in dieser Altersgruppe besucht werden. Bei körperlichen Einschränkungen finden sich unter den rund 500 unterschiedlichen Bewegungsmuster immer genügend Ausweichübungen. ![pexels-roodzn-34314432 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_roodzn_34314432_ONLINE_01d8168c42.jpg) ### Schwimmen – schwerelos sporteln Auch diese Sportart kann Senioren uneingeschränkt empfohlen werden – bei konkreten Gelenkschmerzen fallen lediglich einzelne Schwimmstile ins Wasser beziehungsweise sollten durch andere ersetzt werden. Das Besondere: Im Wasser wird das Körpergewicht um ein Vielfaches aufgehoben. Bedingt durch die Schwerelosigkeit werden die Gelenke geschont und die Muskeln sanft trainiert – und zwar alle großen Muskelgruppen. Schwimmen ist quasi ein Allrounder, denn die Aktivität verbessert Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Regelmäßiges Training stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Stoffwechsel an und kann sogar die Cholesterinwerte senken. Es kommt sogar noch besser: Das Immunsystem wird gestärkt, Stress abgebaut und die Koordination verbessert. Von den komplexen Bewegungsabläufen profitieren übrigens auch die kognitiven Fähigkeiten: Studien belegen, dass regelmäßiges Schwimmen das Demenzrisiko senken beziehungsweise einen Demenzverlauf positiv beeinflussen kann. Wer mit sämtlichen Schwimmstilen Schwierigkeiten hat, kann es mit Aqua-Fitness versuchen. ![pexels-pavel-danilyuk-6874403 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pavel_danilyuk_6874403_Online_a2532ecc8e.jpg) ### Nordic Walking – echter Selbstläufer Die gelenkschonende Alternative zum Joggen gehört wahrscheinlich zu den beliebtesten Best Ager-Sportarten. Kein Wunder: Nordic Walking ist einfach umzusetzen, stärkt die Muskulatur, verbessert die Koordination und Körperhaltung und fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Durch den Stockeinsatz wird nicht nur der Bewegungsapparat entlastet, sondern zusätzlich Arm-, Schulter- und Rückenmuskulatur trainiert. Das ursprünglich für finnische Skilangläufer entwickelte Sommertraining reguliert den Blutdruck und trainiert die Herzgefäße: Das Herz wird kräftiger durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus aktiviert regelmäßige Praxis den Hormonhaushalt, stärkt das Immunsystem und beugt Osteoporose und Altersdiabetes vor. Die koordinierte Bewegung festigt die Balance und fördert die koordinativen Fähigkeiten des Gehirns. Darüber hinaus wirkt sich die Bewegung in der freien Natur positiv auf die Psyche aus: Stress kann abgebaut und depressiven Verstimmungen entgegenwirkt werden. Wer nicht allein walkt, hat auch im sozialen Bereich einen echten Lauf. ![pexels-pack2ride-85580365-8934510 ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/pexels_pack2ride_85580365_8934510_ONLINE_ca5f7bad72.jpg) ### Radfahren – läuft wie geschmiert Für das Fahrrad ist man im Grunde nie zu alt. Bei moderatem Tempo ist die gelenkschonende Aktivität ein optimales Ausdauertraining, welches das Herz-Kreislauf-System auf sanfte Weise in Schwung bringt. Neben Herz und Lunge werden eine Reihe von Muskelgruppen (insbesondere die Beinmuskulatur) gestärkt. Darüber hinaus kräftigt Radfahren das Immunsystem und beeinflusst das vegetative Nervensystem positiv. Es ist zudem eine herrliche Schulung für Koordination und Gleichgewicht: Eine Studie belegt bei aktiven älteren Fahrradfahrenden weniger Stürze im Alltag. Ein weiteres Plus für Best Ager: Biken trainiert die Gehirnleistung und stärkt kognitive Funktionen. Auch die mentale Gesundheit profitiert, denn die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis wirkt stressabbauend und stimmungsaufhellend. Studien betonen zudem eine Stärkung sozialer Kontakte durch den erweiterten Aktivitätsradius, welche sich ebenfalls positiv auf die Psyche auswirkt.

29. Dez 2025

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Gesundheit

Warum die Zukunft pflanzlich isst – mit Katrin Kasper, PR-Expertin für pflanzliche Ernährung und Foodtrends

![Katrin Kasper_credit_Dennis Williamson Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Katrin_Kasper_credit_Dennis_Williamson_Online_358773f745.jpg) ``` Katrin Kasper, PR-Expertin für pflanzliche Ernährung und Foodtrends ``` Immer mehr Menschen essen weniger Fleisch, Wurst und Milchprodukte. Sie ernähren sich pflanzlicher – nicht, weil sie müssen, sondern weil sie können. Sogar Discounter eröffnen heute eine vielfältige, genussvolle Welt an pflanzlichen Lebensmitteln. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Es geht nicht um Verzicht, sondern um eine Bereicherung: Neue Aromen, neue Texturen, neue Möglichkeiten – die pflanzliche Küche ist längst dort angekommen, wo Genuss, Gewissen und Gesundheit zusammenfinden. Das Bewusstsein dafür wächst, wie sehr uns diese Ernährungsform guttut. Viele spüren bereits nach kurzer Zeit, wie sich mehr Leichtigkeit, Energie und Wohlbefinden einstellen. Pflanzlich zu essen wird zu einer Form von Selbstfürsorge und Wertschätzung – für den eigenen Körper ebenso wie für die Natur, unsere Mitgeschöpfe und die Gesellschaft. Nur ein Beispiel: Die internationale Forschungsgruppe Zero Carbon Analytics rechnet vor, wie weniger Fleischkonsum unser Gesundheitssystem entlasten würde: In Deutschland könnten 1,9 Milliarden Euro für Medikamente und Behandlung eingespart werden – genug, um 36.500 Pflegekräfte zu beschäftigen. Doch im Kern geht es um etwas anderes: um eine neue Idee von Luxus. Nicht stur am Gestern festhalten, sondern das Bessere entdecken. Eine pflanzenbetonte Ernährung öffnet Türen, statt sie zu schließen. Pflanzlicher zu essen bedeutet deshalb kein radikales Umdenken. Sondern die Einladung, Neues auszuprobieren – und direkt zu spüren, wie gut es tut. Mein Tipp: Essen Sie neugierig!