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4. Jun 2024

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Gesellschaft

Das Feld im Blick

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Foto: Trisha Downing/unsplash

Wie die Zusammenarbeit zwischen GOTS, ESA und MARPLE bei der Überwachung von Baumwolle hilft

Das Ziel, die Baumwollproduktion vollständig transparent zu machen, ist in der Regel mit hohem Aufwand und großen Herausforderungen verbunden. Gleichzeitig ist die Sicherheit, dass alle garantierten Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden, eine der Grundvoraussetzungen für die Glaubwürdigkeit nachhaltiger (Textil-)Unternehmen.

Um dieses Ziel einfacher und effektiver zu erreichen, haben sich der Global Organic Textile Standard (GOTS), die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und das KI-Unternehmen Marple zusammengeschlossen, um im Rahmen des ESA-Programms Business Applications and Space Solutions (BASS) ein KI-Projekt für Bio-Baumwolle durchzuführen. Mithilfe von ESA-Satellitendaten wird diese KI darauf trainiert, Baumwollfelder in ganz Indien zu identifizieren und automatisch nach ihren Anbaumerkmalen zu klassifizieren. Durch die Integration standardisierter Ertragsindikatoren wird dieser innovative Ansatz auch in der Lage sein, realistische Schätzungen der Erträge von Bio-Baumwolle in bestimmten Gebieten zu liefern.

Das Projekt könnte auch dazu beitragen, ökologisch bewirtschaftete, aber nicht zertifizierte Flächen zu identifizieren und damit Kandidaten zu ermitteln, die bereit sind, den Umstellungsprozess zu beginnen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, zusätzliche Landwirte für den zertifizierten ökologischen Landbau zu gewinnen und gleichzeitig lokale und umweltfreundliche Anbaumethoden zu fördern.

22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“