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22. Dez 2021

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Business

Dem Auto Gas geben

Journalist: Christiane Meyer-Spittler

Alle reden nur vom E-Auto, doch was ist mit der Antriebsalternative Gas? Es gibt sie schon lange und schont Umwelt wie Geldbeutel. 

Der Gasantrieb für das Auto ist nicht neu, doch so richtig in Fahrt gekommen sind diese LPG- und CNG-Fahrzeuge nie. Da-bei sind Erd- und Flüssiggas günstiger als Benzin und verbrennen fast rückstandslos. Auch der Stickoxid- und CO2-Ausstoß sind fast rund 20 Prozent geringer als bei vergleichbaren Verbrennern.  


Allerdings brauchen diese Autos zwei Tanks, einen für das Gas und zusätzlich einen für das Benzin. Denn der Wagen benötigt zum Starten immer Benzin, spätestens nach zwei Minuten schaltet er aber unmerklich auf Gasbetrieb um. Die Reichweite steigt durch diese zwei Tanks deutlich an. Ein Nachteil bleibt der darum verkleinerte Kofferraum. In Bezug auf das Fahrverhalten ändert sich in der Regel nichts. Manche Gasantriebe sind so programmiert, dass sie ab einer bestimmten Drehzahl automatisch in den Benzinbetrieb schalten, um den Verschleiß gering zu halten. 


Ein Gasauto ist in der Anschaffung erst einmal teurer als ein vergleichbarer Benziner oder Diesel. Die Kosten dafür amortisieren sich aber mit der Zeit. In der Regel geht man davon aus, dass Autos mit Flüssiggas zwar rund 20 Prozent mehr Sprit verbrauchen als im Benzinbetrieb, aber ein Liter Autogas kostet weniger als die Hälfte des Ottokraftstoffs. Ähnlich wie bei einer Umrüstung kann man ab 40.000 bis 60.000 Kilometern Fahrleistung mit einem Spareffekt rechnen. Einige Hersteller geben beim Kauf eines Erdgas-Autos auch Umweltprämien, ebenso bieten Versicherer besonders günstige Tarife dafür an. Dementsprechend kann sich eine Anschaffung schon deutlich früher lohnen. 


Ein Umbau allerdings rechnet sich finanziell nur bei Benzinern ohne Direkteinspritzung, da bei Direkteinspritzer oder Dieselmotoren die technische Umrüstung viel zu aufwendig wäre. Aber ganz unabhängig zu diesen Abwägungen bleibt Gas ein fossiler Brennstoff, der in Zeiten des Klimawandels keine aussichtsreiche Zukunft erhält. 

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.