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2. Sep 2022

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Gesellschaft

Der Lohn ist sicher

Journalist: Theo Hoffmann

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Foto: Linkedin Sales Solutions/unsplash

Lohnbuchhaltung ist zeitaufwändig und teuer, erst recht bei wenigen Angestellten, und erfordert speziell dafür ausgebildetes Personal.

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen haben die Vorteile outgesourcter Lohn- und Gehaltsabrechnungen längst erkannt. Viel zu groß wäre der Zeit- und Arbeitsaufwand, wenn man alles selbst erledigen würde. Es sind ja nicht nur die Kosten zwischen 15 und 20 Euro netto, die man für eine normale Monatsabrechnung pro Mitarbeiter aufwenden muss, auch die An- und Abmeldungen der Beschäftigten bereiten Kosten. Es lohnt sich darum sehr, einmal durchzurechnen, ob ein Steuerberater für die Erstellung der Abrechnungen günstiger ist, was sich auch nach der Zahl der Angestellten richtet, oder ob man lieber auf professionelle Lohnbüros zurückgreift, die oft Staffelpreise anstelle fester Gebühren pro einzelnem Mitarbeiter anbieten. Je kleiner ein Unternehmen ist, desto sinnvoller ist es, Lohnabrechnungen auszulagern. Ja, auch für Freiberufler, die nur wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, wäre die Belastung einer eigenen Lohnabrechnung viel zu groß. Als Selbstständiger wird man sich bestimmt nicht selbst hinsetzen und diese Aufgabe erledigen, obwohl man das rechtlich durchaus dürfte. Und Lohnbuchhalter im eigenen Unternehmen zur Lohnabrechnung würden sowieso viel teurer kommen, wenn man kein riesiges Unternehmen ist. Nicht nur wegen der Löhne, die Lohnbuchhalter selbst beziehen, sondern auch der laufenden Fortbildungskosten oder Krankheitsausfälle, die der Arbeitgeber ja schließlich auch noch tragen muss. Mittlerweile empfehlen Experten vor allem Firmengründerinnen und -gründern, gleich von Anfang an diesen Bereich auszulagern, um sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Gerade in Wachstumsphasen von jungen Unternehmen ist das oft unverzichtbar.

Outsourcing von Lohnabrechnungen gewährt eine große Kostentransparenz und man gibt zudem nur das in Auftrag, was man als Arbeitgeber am Ende auch wirklich benötigt. Zudem kann man sich bei externen Lohnbüros auch sicher sein, dass juristisch alles im Lot ist. Gerade in der Lohnbuchhaltung ändern sich die Rechtslagen ja rasant und können bei fehlerhafter Ausführung hohe Kosten verursachen.

Vertrauen zu externen Anbietern ist allerdings Voraussetzung, denn schließlich agiert man mit sensiblen Daten und darf sich da keine Pannen erlauben. Aber gerade in unserem Land sind die Datenschutzmaßnahmen doch sehr streng und jeder professionelle Lohnbuchhalter muss sich nach ihnen richten. Wie aber erkennt eine junge Unternehmerin oder ein junger Unternehmer, der gerade ein Start-up aufbauen will, dass er beim richtigen Anbieter gelandet ist? Empfohlen wird, dass man bei der Wahl eines Anbieters stets sicherstellt, dass sich dieser nach den Sicherheitszertifikaten des Bundesdatenschutzgesetz richtet und ein Zertifikat zur Einhaltung höchster Sicherheitsstandards, die sogenannte ISO 27001, hat.

Am Ende noch das: Schließt man einen Vertrag mit einem ausgelagerten Lohnbuchhaltungsunternehmen ab, dann sollte man dringend auch über Haftungsfragen reden. Eine unbeschränkte Haftung für alles Mögliche werden die Anbieter natürlich vermeiden wollen, aber frei von jeder Haftung dürfen und können sie nie sein. Hier ist bei Vertragsabschlüssen eine genaue Prüfung jedenfalls dringend anzuraten.

23. Jun 2026

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Gesellschaft

Tiergesundheit: Ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz – Ein Beitrag von Judith Schönenstein, Vizepräsidentin Deutscher Tierschutzbund e. V.

Ein Haustier aufzunehmen ist eine wunderbare Entscheidung: Tiere schenken uns Gesellschaft, Freude und oft auch Trost. Sie bereichern unser Leben auf vielfältige Weise und werden für viele Menschen zu echten Familienmitgliedern. Als treue Begleiter verdienen Tiere nicht nur Liebe, Fürsorge, Pflege und eine artgerechte Haltung, sondern auch unseren Schutz. Denn Tiere haben keine Stimme und können sich nicht selbst gegen Vernachlässigung oder nicht tiergerechte Haltungsbedingungen wehren. Trotz der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz leiden tagtäglich zahlreiche Tiere. Der illegale Tierhandel mit zu jungen und oft kranken Hundewelpen floriert, Straßenkatzen kämpfen ohne menschliche Hilfe ums Überleben und Millionen Tiere – darunter auch Katzen und Hunde und vor allem Nager – werden jährlich in Versuchslaboren „verbraucht“. Auch bestimmte Zuchtpraktiken verursachen unnötiges Tierleid: Um bei der Zucht optische Merkmale wie Kulleraugen, kurze Schnauzen, Faltohren oder Farbvariationen im Fell zu erreichen, werden Auswirkungen auf die Tiergesundheit in Kauf genommen. Dabei ist ein Verbot solcher Qualzuchten längst im Tierschutzgesetz verankert – doch die Umsetzung bleibt unzureichend. Um den Tierschutz wirksam zu stärken, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Dazu zählt ein Verbot des Onlinehandels mit Tieren – denn viele Haustiere werden unüberlegt über das Internet gekauft, wo Welpen aus unseriösen Zuchten zigfach zum Kauf angeboten werden. Eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen könnte die Anzahl der Straßenkatzen und damit ihr Leid verringern und – in Kombination mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Hunde – auch überfüllte Tierheime entlasten. Das Qualzuchtverbot muss konkretisiert und erweitert werden. Und es braucht eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. >Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. Dazu gehört auch, sich umfassend zu informieren, wenn man ein Haustier aufnehmen möchte. Wer versteht, wie Tiere fühlen, was sie brauchen und wie sich Krankheiten frühzeitig erkennen lassen, leistet einen wertvollen Beitrag – für das einzelne Tier ebenso wie für das große Ziel: mehr Tierschutz, mehr Tiergesundheit, mehr Mitgefühl. Ein verpflichtender Sachkundenachweis vor der Tieranschaffung könnte helfen, Fehler aus Unwissenheit zu vermeiden. Auch die Kosten, die für Haustiere anfallen – etwa für tiermedizinische Behandlungen – sollten nicht unterschätzt werden. Routinemäßige als auch unvorhergesehene Tierarztbesuche können bisweilen tausende Euro für eine OP oder Behandlung verursachen. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig über eine Tierkrankenversicherung zu informieren. Wer nicht nur einem Tier in Not helfen möchte, sondern auch einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz leisten will, sucht im Tierheim nach dem passenden tierischen Mitbewohner. Tausende Tiere warten hier auf ein neues Für-immer-Zuhause und eine zweite Chance. „Adoptieren statt kaufen“ lautet das Motto!