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13. Nov 2020

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Gesellschaft

Die neue Art der Geldanlage

Journalist: Alicia Steinbrück

Seit 2014 spielen sogenannte Robo-Advisor eine immer wichtigere Rolle, wenn es um Investments und Geldanlage geht – insbesondere für Anleger, die bislang noch nicht viel Erfahrung sammeln konnten. Dabei steht die langfristige Geldanlage durch systematische und überwiegend automatisierte Prozesse im Fokus. Durch Robo-Advisor sollen Anleger vor Risiken durch emotionale und voreilige Entscheidungen geschützt werden. Attraktiv sind ebenfalls die oftmals vergleichsweise niedrigen Mindestanlagesummen.

Doch wie funktioniert das eigentlich? Die Anleger geben ihre Vorstellungen und Vorgaben, meistens mittels eines Fragebogens, an. Darauf basierend wählen die Robo-Advisor dann die zu dem Anleger passenden Anlageklassen aus – beispielsweise Immobilien, Anleihen oder Aktien. In den meisten Fällen erfolgt die Geldanlage in ETFs. Aus diesen Anlageklassen wird dann das individuelle Portfolio des Anlegers erstellt, welcher diesem auch zustimmen muss. Alles Weitere wird dann technisch umgesetzt: Die Depoteröffnung und anschließend den Kauf und Verkauf der Anteile. 

Auch die Kosten der Robo-Advisor sind überzeugend: Insgesamt berufen sich diese jährlich, in den meisten Fällen, auf weniger als ein Prozent der Anlagesumme. 

Der Einsatz der Robo-Advisor schützt nicht vor Risiken und Verlusten, durch die automatische Streuung und Verteilung werden Risiken aber minimiert. Zusätzlich garantieren die Robo-Advisor dafür, dass das Kapital der Anleger entsprechend dessen gemachter Vorgaben eingesetzt wird.


22. Apr 2026

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Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“