Diesen Artikel teilen:

7. Apr 2021

|

Lifestyle

„Eiweiß sollte bei jeder Mahlzeit dabei sein“

Journalist: Chan Sidki-Lundius

Abnehmen ist nicht leicht. Viele wissen das aus leidvoller Erfahrung. Wir haben mit der Ernährungswissenschaftlerin, Mag. Monika Masik, über das Thema gesprochen.

Monika Masik, Ernährungsberaterin und -expertin, Foto: Presse

Welche Tipps haben Sie für alle, die Gewicht reduzieren wollen?

Ständiges Wiegen kann trügerisch sein, wichtiger ist die Körperzusammensetzung. Diese lässt sich mit Bio-Impedanz-Messungen ermitteln. Sie geben darüber Aufschluss, wie sich die Körperzusammensetzung im Laufe eines Ernährungsprogramms ändert. Darauf zugeschnitten helfen spezielle Rezepte und regelmäßige Bewegung, den Körper in Form zu bringen. Dabei geht es nicht um eine Gewichts-, sondern um eine Fettreduktion. Muskeln und Wasser sollten erhalten bleiben. Ein halbes bis ein Kilo Fett pro Woche zu verlieren, wäre realistisch. Vor Beginn der Fettreduktion ist es sinnvoll, eine Gesundenuntersuchung zu machen, inklusive aller wichtigen Blutparameter. Ganz wichtig: Eine Ernährungsumstellung sollte man motiviert und zum richtigen Zeitpunkt durchziehen. Und man sollte sicherstellen, mit allen Makro- und Mikronährstoffen versorgt zu sein. Ratsam sind auch die Konzentration auf eine schonende Zubereitung und der Verzicht auf Fertig-, Diät- und Lightprodukte. Schließlich sollte man sich langfristige realistische Ziele setzen und sich dosiert auch mal etwas gönnen. 

Wie viele Mahlzeiten pro Tag sind ratsam?

Die wichtigste Regel für die Fettverbrennung ist das Drei-Mahlzeiten-Prinzip im Vier-bis-Sechs-Stunden-Takt. In den Pausen zwischen den Mahlzeiten sinkt der Insulinspiegel ab, Fett wird verbrannt. Snackt man zwischendurch, kommt der Insulinspiegel nicht zur Ruhe und die Fettverbrennung ist blockiert. Essen im Rhythmus beugt Heißhungerattacken vor. Ideal ist auch zweimal wöchentlich eine Essenspause von 16 Stunden, am besten nachts. Und das Abendessen sollte man etwa drei Stunden vor der Nachtruhe einnehmen.

Welche Ernährung ist gut für die Nährstoffverteilung?

Bei jeder Mahlzeit sollte Eiweiß dabei sein: Tierisches Eiweiß wie Geflügel, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte und pflanzliches Eiweiß wie Hülsenfrüchte, Tofu, Nüsse, Samen, Körner oder Sprossen. Der basische Anteil wie Gemüse, Salat oder Rohkost, aber auch gute Öle und Fette dürfen nicht fehlen. 30 bis 35 ml Flüssigkeit pro Kilo Körpergewicht, in Form von Wasser oder Tee, sättigt und verhindert Hungergefühle. Weißer Tee, Rooibostee, Ingwer- Kräuter und Grüntee kurbeln zusätzlich den Stoffwechsel an. 

Was tut dem Darm gut? 

Eine ausgewogene Ernährung – am besten frisch gekocht – mit vielen Ballaststoffen und wenig tierischem Eiweiß. Gemüse als Basis, am besten saisonal und regional, sollte zu jeder Mahlzeit auf dem Teller landen. Obst sollte den Speiseplan ebenfalls bereichern. Ergänzt wird das Ganze am besten durch Vollkorngetreide und gute Öle. Fermentierte Nahrungsmittel wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut bringen Schwung für die Darmflora. 

Und wie stehen Sie zu Diäten?

Je komplizierter und aufwändiger die Diät ist, umso größer ist die Gefahr, wieder aufzugeben und Frust aufzubauen. Mehr Erfolg verspricht eine gezielte Ernährungs- und Verhaltensumstellung mit einem individuell angepassten Ernährungsleitfaden. Ernährungsprogramme mit einer einfachen Struktur und einer großen Auswahl an Lebensmitteln, die auch gut schmecken, schneiden am besten ab. 

27. Mär 2026

|

Lifestyle

Zwischen Feinschliff und Neuanfang

![Helen Briem_(c)_Frank Föhlinger (2) Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Helen_Briem_c_Frank_Foehlinger_2_Online_23388c2dce.JPG) Helen Briem (20) ist eine der größten Hoffnungsträgerinnen im deutschen Golfsport. Nach ihrer Zeit als Weltranglistenerste bei den Amateuren und beeindruckenden Auftritten auf der Ladies European Tour schlägt sie nun bereits in ihrer zweiten Profi-Saison auf der prestigeträchtigen LPGA-Tour ab. **Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Vorbereitung?** Ich möchte wieder mehr Konstanz in mein langes Spiel bringen, vor allem aus der Tee Box. Daher arbeite ich intensiv an meinem Schwung. Aber auch das Putten steht im Fokus. Zudem werde ich ein paar Tage früher zum ersten Turnier anreisen, um dort auf Rasen und unter Turnierbedingungen den letzten Feinschliff zu bekommen. **Worauf sind Sie mit Blick auf die kommenden Monate gespannt?** Ich freue mich auf meine erste Saison auf der LPGA, werde aber auch das ein oder andere LET-Turnier spielen. Das ist jedoch recht schwer zu planen. Daher bin ich gespannt, welche Turniere ich schlussendlich spielen werde und, ob es vielleicht sogar für das ein oder andere Major reicht. **Was gibt Ihnen auf dem Platz Vertrauen?** Ich versuche, mich auf meinen Rhythmus zu fokussieren. Ich weiß auch, dass es meist einen nächsten Tag gibt, an dem es wieder besser laufen kann. Außerdem stehen auf der Scorekarte keine Bilder – der Ball muss ins Loch, nicht jeder Schlag muss perfekt aussehen. Genau das rate ich auch Amateurgolfern: den Fokus auf den Rhythmus legen und sich nicht auf perfekte, sondern auf effektive Schläge konzentrieren. ![Nicolai von Dellingshausen_(c)_Frank Föhlinger Online .jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Nicolai_von_Dellingshausen_c_Frank_Foehlinger_Online_c8e56cb3d7.jpg) Nicolai von Dellingshausen (33) absolviert dieses Jahr seine vierte volle Saison auf der DP World Tour. Im vergangenen Jahr feierte er in Österreich seinen Premierensieg in der europäischen Eliteklasse und krönte die Spielzeit als bester Deutscher im Gesamtranking. **An welchen Details arbeiten Sie jetzt besonders, um sich optimal auf die Turniere einzustellen?** Ich arbeite vor allem daran, eine bessere Balance zwischen Belastung und Regeneration zu finden. Ich versuche, dieses Jahr bewusster zu planen und gleichzeitig die spielerischen und mentalen Fortschritte aus 2025 weiterauszubauen. **Welche Erwartungen haben Sie für diese Saison?** In der Vergangenheit haben meine Erwartungen selten zu etwas Positivem geführt. Daher versuche ich mich davon zu lösen. Wichtiger sind für mich die Standards, die ich mir über die Zeit erarbeitet habe – sowohl im spielerischen als auch im mentalen Bereich. Diese möchte ich nicht nur halten, sondern weiterentwickeln. **Wie gelingt es Ihnen, in entscheidenden Momenten fokussiert zu bleiben?** Es hilft mir, meine Gefühle in dem Moment bewusst wahrzunehmen und ehrlich zu mir zu sein. Dieses Annehmen von Druck oder Nervosität sorgt für Klarheit und gibt mir das Vertrauen, auch in schwierigen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen. ![Max Kieffer_(c)_Frank Föhlinger_U (1) Kopie Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Max_Kieffer_c_Frank_Foehlinger_U_1_Kopie_Online_8aacbd4d7b.JPG) Max Kieffer (35) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Golfsports. Nachdem der Düsseldorfer beeindruckende 13 Jahre ununterbrochen auf der DP World Tour aktiv war, nutzt er die Erfahrungen einer herausfordernden vergangenen Saison nun als Ansporn für einen fokussierten Neustart im kommenden Jahr. **Welche Themen stehen im Vordergrund?** Aktuell liegt mein Fokus vor allem darauf, mein Eisenspiel und mein Putten wieder auf ein höheres Level zu bringen. Im Eisenspiel ist es eine Mischung aus gezieltem Techniktraining und dem Übertragen der technischen Anpassungen auf den Platz. **Was nehmen Sie sich für diese Saison vor?** Ergebnistechnisch ist mein klares Ziel, mir die Tour-Karte der DP World Tour zurückzuholen. Gleichzeitig möchte ich mein Spiel weiterentwickeln und wieder auf ein hohes Level bringen. **Was hilft Ihnen, nach Rückschlägen den Kopf wieder freizubekommen?** Golf darf man nicht zu ernst nehmen. Rückschläge gehören dazu. Und mir hilft es, bewusst aus der Turnier-Bubble herauszukommen und Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Das rate ich auch Hobbygolfern: sich von schlechten Runden nicht zu sehr mitnehmen zu lassen und den Spaß am Spiel zu bewahren. ![Alexandra Försterling_(c)_Frank Föhlinger_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Alexandra_Foersterling_c_Frank_Foehlinger_2_Online_d89ae6c7c0.jpg) Alexandra Försterling (26) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Golferinnen der vergangenen Jahre. Die Berlinerin startete 2023 als Profi durch, konnte seitdem bereits viermal auf der Ladies European Tour gewinnen und durfte bei den olympischen Spielen für das Team Deutschland antreten. **Woran arbeiten Sie in Ihrer Vorbereitung auf die neue Saison besonders?** Aktuell arbeite ich intensiv an meinem Schwung, da sich dafür die Saisonpause am besten eignet. Gleichzeitig lege ich großen Wert auf körperliche Regeneration, um nach meiner Verletzung 2025 wieder mein volles Potenzial zu erreichen. **Mit welchen Zielen gehen Sie in diese Saison?** Mein Ziel ist es, wieder im Siegerkreis zu stehen. Gleichzeitig möchte ich in jedem Turnier mein Bestes geben, geduldig bleiben, meinem Spiel vertrauen und die Freude am Golf bewahren. **Was hilft Ihnen, in Drucksituationen ruhig zu bleiben?** In Drucksituationen hilft mir die Konzentration auf meine Bauchatmung. Das beruhigt mich und senkt den Puls. Zudem lenke ich mich kurz ab, etwa durch ein lockeres Gespräch mit meinem Caddie. Das können auch Freizeitgolfer übernehmen: Ruhig atmen, im Moment bleiben und sich nicht von der Situation überwältigen lassen.