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6. Feb 2020

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Business

Fahren und Logistik der Zukunft

Journalist: Helmut Peters

Mit dem Technologieprogramm „IKT für Elektromobilität III“ setzt das BMWi die Forschungsaktivitäten im Bereich der gewerblichen Nutzung der E-Mobilität fort.

Der Wandel, der sich bei allen möglichen Mobilitätskonzepten in unserer Zeit vollzieht, ist gewaltig. In den überlasteten Metropolen wird der Kraftfahrzeugverkehr zunehmend verdrängt und Nutzfahrzeuge, die für unseren täglichen Bedarf, aber auch für das Gewerbe und die Industrie in Ballungszentren unverzichtbar sind, werden durch Fahrverbote und wirtschaftliche Herausforderungen immer stärker behindert. Die Einbindung von gewerblichen Elektrofahrzeugen in Logistik-, Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen markiert einen Ausweg.

Während das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) schon seit 2009 im Rahmen des Förderprogramms „IKT für Elektromobilität“ Forschungsprojekte zu den informations- und kommunikationstechnischen Grundlagen der Elektromobilität fördert, tritt seit 2015 das Ziel, wirtschaftlich lohnende Anwendungen der Elektromobilität im Nutzfahrzeugsegment zu identifizieren und ihnen zum Durchbruch zu verhelfen, immer weiter in den Vordergrund. Das birgt ein immenses Potenzial, stellt die Forschung aber auch vor ungeahnte Innovationshürden. Wie das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in einer Studie zur Elektromobilität in gewerblichen Flotten prognostizierte, sollte „unter günstigen Rahmenbedingungen für Elektrofahrzeuge das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektrofahrzeuge bis 2020 auch ohne Kaufförderung erreichbar sein.“

Um der Elektromobilität bei Nutzfahrzeugen ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz bei Nutzern abzutrotzen, bedarf es indes einer Vielzahl weiterer technischer Innovationen. Dazu gehören intelligente Leitsysteme, die den Verkehrsverlauf der im gewerblichen Bereich meist regelmäßig befahrenen Routen antizipieren und optimieren. Dazu gehört aber vor allem auch das Nachladen traditioneller Batterien in den Fahrzeugen. Vergleichbar dem Energiemanagement zum Beispiel der Smart City oder der Smart Quartiere, könnte auch die Versorgung von Elektrofahrzeugen in smarte IKT-Lösungen und Speichersysteme mit eingebunden werden. Das könnte im Idealfall dazu führen, dass E-Fahrzeuge eigene Batteriekapazitäten einem Stromnetz bei Engpässen zur Verfügung stellen. Oder aber, dass Stromnetze ihrerseits überschüssige Energie an die Nutzfahrzeuge abgeben. Die Zukunftsvision, durch solche Synergieeffekte smarter Technologien Preise zu verbessern und Chancen zu vergrößern, ist unschätzbar groß.

Die Diskussion über Lautstärke eines Benzinmotors vs. Stille der E-Mobilitätslösungen oder Benzingeruch und schnelles Tanken vs. klinisches und langes Laden der E-Mobilitätslösungen gehört bald der Vergangenheit an. Wir sind Teil einer Zeitwende. In der E-Mobilität, aber eben auch im Nutzfahrzeugbereich, sind wir abhängig von einer intelligenten Einbindung in ganzheitliche Mobilitäts-, Plattform- und Logistikkonzepte. Schlüsselthemen der aktuellen Forschung sind die bessere Vernetzung von E-Fahrzeugen mit der Verkehrsinfrastruktur sowie hochautomatisierten Fahrens, aber eben auch die Verarbeitung von Echtzeitdaten zu Fahrzeugpositionen und Reisezielen bzw. von Informationen aus vernetzten Sensoren in taktilen Straßen.

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.