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3. Sep 2021

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Lifestyle

Fit im Alter

Journalist: Kirsten Schwieger

3 Möglichkeiten, sich im Alter fit zu halten.

Training für die grauen Zellen 

Ab einem bestimmten Alter lassen Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit nach. Die Wissenschaft geht aber davon aus, dass der Mensch in jedem Alter seine kognitiven Fähigkeiten verbessern und Verluste kompensieren kann. Denn das Gehirn hat die Fähigkeit, sich zu regenerieren. Mit verschiedensten Übungen wie beispielsweise Rätseln, Sudoku oder Memory lässt es sich gut trainieren. Merkfähigkeit und logisches Denken werden dabei stimuliert und gewohnte Denkmuster durchbrochen. Idealerweise trainiert das sogenannte Gehirnjogging beide Hälften des Gehirns und fördert die Konzentration. Wichtig ist auch, auf genügend Abwechslung zu achten. Im Alleingang reicht Gehirnjogging aber nicht aus, um die grauen Zellen dauerhaft auf Trab zu halten. Neben mentaler Anregung braucht es auch Kommunikation. So aktivieren Zuhören und Mitfühlen verschiedene Hirnareale. Auch neue Hobbys oder der Erwerb neuer Fähigkeiten stimulieren das Gehirn und schaffen neue neuronale Verbindungen. Lebenslanges Lernen ist das Erfolgsrezept für geistige Fitness.

Foto: Sigmund/unsplash

Sprachen lernen hält jung

Ein besonders effektives Gehirntraining stellt das Erlernen einer Fremdsprache dar. Beim Vokabel- pauken und Einüben von Grammatik-Regeln wer-den umfangreiche neuronale Netzwerke genutzt. Durch die Lernerfahrung bildet das Gehirn neue Nervenzellen und bleibt plastisch. Neben der allgemeinen Kognition wird dabei auch das Kurz- und Langzeitgedächtnis auf Trab gebracht. Zudem wer-den einzelne Gehirnareale miteinander vernetzt – unabhängig vom Alter des Fremdsprachenschülers. So konnten Neurowissenschaftler beweisen, dass diese Prozesse beim Sprachenlernen im Gehirn dem kognitiven Abbau entgegenwirken. Andere Studien belegen sogar, dass eine Fremdsprache, die Entstehung von Demenz verzögern kann. Vorausgesetzt, sie wird regelmäßig praktiziert. So sorgt das permanente Sprach-Wechseln dafür, dass die Abbauprozesse des Gehirns im Alter langsam-er verlaufen. Auch wenn der Erwerb einer neuen Sprache jungen Menschen leichter fällt, können ältere Sprachschüler meist auf ein großes Repertoire an Gedächtnis- und Lernstrategien zurückgreifen, mit denen sich die Strukturen einer neuen Sprache besser erschließen lassen. 

Foto: Kyle Kranz/unsplash

Rudern stärkt Kraft und Ausdauer

Auf der Suche nach einem gelenkschonendem Ganzkörpertraining sind Sportwillige mit Rudern bestens beraten. Denn die Ruderbewegung  stärkt die Hauptmuskelgruppen des gesamten Körpers – Arme, Beine und Oberkörper werden gleichermaßen gefordert. Rund 80 Prozent der Körpermuskulatur wird dabei ins Boot geholt. Doch Rudern ist nicht nur Krafttraining pur, sondern auch Ausdauer- und Koordinationstraining. Insbesondere die gesundheitsfördernde Grundlagenausdauer wird verbessert. Rudern stärkt das Herz-Kreislauf-System, regt den Fettstoffwechsel an, verbessert die Haltung und schult die Koordination. Eine korrekte Körperhaltung und Rudertechnik sind allerdings unabdingbar, damit der Rücken nicht ungünstig belastet wird. Wer das ganze Jahr über trainieren möchte ist mit einem Indoor Rower gut beraten. Solche Geräte eignen sich sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene, weil sich der Trainingswiderstand individuell dosieren lässt. Rudern ist also effektives Ganzkörpertraining an nur einem Gerät, das den unter-schiedlichsten Trainingszielen gerecht wird. 

27. Mär 2026

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Lifestyle

Zwischen Feinschliff und Neuanfang

![Helen Briem_(c)_Frank Föhlinger (2) Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Helen_Briem_c_Frank_Foehlinger_2_Online_23388c2dce.JPG) Helen Briem (20) ist eine der größten Hoffnungsträgerinnen im deutschen Golfsport. Nach ihrer Zeit als Weltranglistenerste bei den Amateuren und beeindruckenden Auftritten auf der Ladies European Tour schlägt sie nun bereits in ihrer zweiten Profi-Saison auf der prestigeträchtigen LPGA-Tour ab. **Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Vorbereitung?** Ich möchte wieder mehr Konstanz in mein langes Spiel bringen, vor allem aus der Tee Box. Daher arbeite ich intensiv an meinem Schwung. Aber auch das Putten steht im Fokus. Zudem werde ich ein paar Tage früher zum ersten Turnier anreisen, um dort auf Rasen und unter Turnierbedingungen den letzten Feinschliff zu bekommen. **Worauf sind Sie mit Blick auf die kommenden Monate gespannt?** Ich freue mich auf meine erste Saison auf der LPGA, werde aber auch das ein oder andere LET-Turnier spielen. Das ist jedoch recht schwer zu planen. Daher bin ich gespannt, welche Turniere ich schlussendlich spielen werde und, ob es vielleicht sogar für das ein oder andere Major reicht. **Was gibt Ihnen auf dem Platz Vertrauen?** Ich versuche, mich auf meinen Rhythmus zu fokussieren. Ich weiß auch, dass es meist einen nächsten Tag gibt, an dem es wieder besser laufen kann. Außerdem stehen auf der Scorekarte keine Bilder – der Ball muss ins Loch, nicht jeder Schlag muss perfekt aussehen. Genau das rate ich auch Amateurgolfern: den Fokus auf den Rhythmus legen und sich nicht auf perfekte, sondern auf effektive Schläge konzentrieren. ![Nicolai von Dellingshausen_(c)_Frank Föhlinger Online .jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Nicolai_von_Dellingshausen_c_Frank_Foehlinger_Online_c8e56cb3d7.jpg) Nicolai von Dellingshausen (33) absolviert dieses Jahr seine vierte volle Saison auf der DP World Tour. Im vergangenen Jahr feierte er in Österreich seinen Premierensieg in der europäischen Eliteklasse und krönte die Spielzeit als bester Deutscher im Gesamtranking. **An welchen Details arbeiten Sie jetzt besonders, um sich optimal auf die Turniere einzustellen?** Ich arbeite vor allem daran, eine bessere Balance zwischen Belastung und Regeneration zu finden. Ich versuche, dieses Jahr bewusster zu planen und gleichzeitig die spielerischen und mentalen Fortschritte aus 2025 weiterauszubauen. **Welche Erwartungen haben Sie für diese Saison?** In der Vergangenheit haben meine Erwartungen selten zu etwas Positivem geführt. Daher versuche ich mich davon zu lösen. Wichtiger sind für mich die Standards, die ich mir über die Zeit erarbeitet habe – sowohl im spielerischen als auch im mentalen Bereich. Diese möchte ich nicht nur halten, sondern weiterentwickeln. **Wie gelingt es Ihnen, in entscheidenden Momenten fokussiert zu bleiben?** Es hilft mir, meine Gefühle in dem Moment bewusst wahrzunehmen und ehrlich zu mir zu sein. Dieses Annehmen von Druck oder Nervosität sorgt für Klarheit und gibt mir das Vertrauen, auch in schwierigen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen. ![Max Kieffer_(c)_Frank Föhlinger_U (1) Kopie Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Max_Kieffer_c_Frank_Foehlinger_U_1_Kopie_Online_8aacbd4d7b.JPG) Max Kieffer (35) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Golfsports. Nachdem der Düsseldorfer beeindruckende 13 Jahre ununterbrochen auf der DP World Tour aktiv war, nutzt er die Erfahrungen einer herausfordernden vergangenen Saison nun als Ansporn für einen fokussierten Neustart im kommenden Jahr. **Welche Themen stehen im Vordergrund?** Aktuell liegt mein Fokus vor allem darauf, mein Eisenspiel und mein Putten wieder auf ein höheres Level zu bringen. Im Eisenspiel ist es eine Mischung aus gezieltem Techniktraining und dem Übertragen der technischen Anpassungen auf den Platz. **Was nehmen Sie sich für diese Saison vor?** Ergebnistechnisch ist mein klares Ziel, mir die Tour-Karte der DP World Tour zurückzuholen. Gleichzeitig möchte ich mein Spiel weiterentwickeln und wieder auf ein hohes Level bringen. **Was hilft Ihnen, nach Rückschlägen den Kopf wieder freizubekommen?** Golf darf man nicht zu ernst nehmen. Rückschläge gehören dazu. Und mir hilft es, bewusst aus der Turnier-Bubble herauszukommen und Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Das rate ich auch Hobbygolfern: sich von schlechten Runden nicht zu sehr mitnehmen zu lassen und den Spaß am Spiel zu bewahren. ![Alexandra Försterling_(c)_Frank Föhlinger_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Alexandra_Foersterling_c_Frank_Foehlinger_2_Online_d89ae6c7c0.jpg) Alexandra Försterling (26) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Golferinnen der vergangenen Jahre. Die Berlinerin startete 2023 als Profi durch, konnte seitdem bereits viermal auf der Ladies European Tour gewinnen und durfte bei den olympischen Spielen für das Team Deutschland antreten. **Woran arbeiten Sie in Ihrer Vorbereitung auf die neue Saison besonders?** Aktuell arbeite ich intensiv an meinem Schwung, da sich dafür die Saisonpause am besten eignet. Gleichzeitig lege ich großen Wert auf körperliche Regeneration, um nach meiner Verletzung 2025 wieder mein volles Potenzial zu erreichen. **Mit welchen Zielen gehen Sie in diese Saison?** Mein Ziel ist es, wieder im Siegerkreis zu stehen. Gleichzeitig möchte ich in jedem Turnier mein Bestes geben, geduldig bleiben, meinem Spiel vertrauen und die Freude am Golf bewahren. **Was hilft Ihnen, in Drucksituationen ruhig zu bleiben?** In Drucksituationen hilft mir die Konzentration auf meine Bauchatmung. Das beruhigt mich und senkt den Puls. Zudem lenke ich mich kurz ab, etwa durch ein lockeres Gespräch mit meinem Caddie. Das können auch Freizeitgolfer übernehmen: Ruhig atmen, im Moment bleiben und sich nicht von der Situation überwältigen lassen.