Diesen Artikel teilen:

24. Dez 2021

|

Lifestyle

Gesundheit aus dem Kochtopf

Journalist: Kirsten Schwieger

Die israelische Köchin Haya Molcho verrät, wie ihre vier Söhne kulinarisch aufgewachsen sind. Und beweist, dass man auch mit wenig Fleisch groß und stark werden kann.

Frau Molcho, Sie haben vier hochgewachsene, vital wirkende Söhne großgezogen – liegt das möglicherweise an Ihrer gesunden Küche? 

Natürlich ist eine gesunde und ausgewogenen Ernährung vor allem für Kinder und das Erwachsenwerden wichtig. Wir haben in der Erziehung sehr viel Wert auf Bewegung an der frischen Luft gelegt, unsere Kinder waren viel draußen spielen und haben Sport gemacht – das war auch uns teilweise fast wichtiger als die Schulnoten. (lacht)

Welchen Stellenwert hat gesunde Ernährung im Hause Molcho?

Als Köchin im beruflichen und privaten natürlich einen großen. 

Ich habe sehr bewusste Esser in meiner Familie, Samy ist Vegetarier. 

Bei uns gibt es aus diesem Grund auch vor allem gemüselastige Speisen und viele unserer NENI-Produkte in den Supermärkten sowie Gerichte in den Restaurants sind ebenfalls veggie und vegan. Uns schmeckt es so und vielen anderen ebenfalls, wie man sieht! 

Was zeichnet die levantinische Küche als Vertreter einer gesunden mediterranen Ernährungsweise aus?

Natürlich viel frisches und saisonales Gemüse – dazu Fisch und wenig Fleisch. 

Zu viel Fleisch ist erwiesenermaßen ungesund – wie stehen Sie zu vegetarischer/veganer Ernährungsweise?

Wie gesagt, Samy ist Vegetarier, deswegen gibt es bei uns schon seit jeher viel Gemüse auf dem Teller. Unsere Kinder sind kulinarisch so aufgewachsen. Wenn Fleisch gegessen wird, dann bewusst. Das heißt vor allem wenig, dafür mit hervorragender Qualität und aus bekanntem Ursprung. Fleischkonsum sollte bedacht sein, Tiere sind Lebewesen und müssen auch so behandelt werden. Viel Fleisch zu essen ist nicht nachhaltig. 

Mit welchen Speisen punkten Sie bei Ihren Söhnen am meisten?

Das ist so unterschiedlich wie alle meine Kinder. Aber prinzipiell gesund, Hülsenfrüchte mögen sie sehr. Ich versuche immer eine Basis zu kochen zu der ich dann leicht und einfach die speziellen Vorlieben von allen Gästen kombinieren kann. So ist jeder happy und ich bin es auch. 

Zum Schluss noch ein heißer Tipp für verzweifelte Köche, gemüseresistenten Kindern Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe unterzumogeln? 

Prinzipiell immer früh anfangen, gesund zu kochen und zu essen. Geschmack ist Gewöhnungssache und von klein auf zu beachten. Man muss erfinderisch und kreativ bleiben, wenn boykottiert wird. Beispielsweise Karotten: Wenn sie den Kindern roh nicht so schmecken, mit ein bisschen Honig, Thymian, Öl, Salz in den Ofen geben. Zucker durch Honig, Dattelsirup oder Ahornsirup zu ersetzen funktioniert generell übrigens wunderbar. Darüber hinaus empfehle ich, viel mit Obst zu arbeiten. 

29. Apr 2026

|

Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.