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23. Sep 2026

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Gesundheit

Gibt es eine bessere Version von mir selbst? – Ein Beitrag von Dr. med. Yael Adler, Präsidentin der GSAAM, Fachärztin für Dermatologie, Venerologie, Phlebologie und Ernährungsmedizin (DGEM)

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Foto: Marcus Höhn

Dem Supermodel Cindy Crawford wird der Spruch zugeschrieben: „Alle wollen aussehen wie Supermodels. Was niemand weiß: Wir selbst sehen auch nicht so aus.“

Heute verstehen manche Menschen klassische oder digital erzeugte Schönheitsideale als persönliches Optimierungsprogramm. Auch die Kosmetikindustrie vermittelt: Nach oben ist alles offen. Für mich als Medizinerin hat Schönheit weniger mit Perfektion zu tun als mit Wohlbefinden und Balance: Eine stabile Hautbarriere, ein ausgeglichener Stoffwechsel und guter Schlaf prägen unsere Ausstrahlung nachhaltiger als Vorbilder aus der Werbung.

Das beginnt bei der Hautpflege: Zu viel Reinigung, Peeling, Säuren, wechselnde Cremes und Wirkstoffschichten können die Hautbarriere überfordern. Mild, minimalistisch und gezielt vorzugehen schützt sie. Weniger ist mehr.

Schönheit entsteht auch von innen. Eine pflanzenbetonte Ernährung liefert Antioxidanzien, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die Zellen schützen und Entzündungen günstig beeinflussen können. Ballaststoffe aus Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorn, Nüssen, Samen und Akazienfasern fördern das Darmmikrobiom. Damit unterstützen sie über die Darm-Haut-Achse auch Hautbild und Wohlbefinden.

Eiweiß unterstützt Muskeln, Bindegewebe, Immunsystem und Regeneration, Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungsmodulierend. Auch Eisen, Zink, Selen, Vitamin D und B-Vitamine sind wichtig – ihre Versorgung lässt sich im Blut überprüfen.

Hormone prägen Haut, Haare, Schleimhäute und Energie. Eine ärztlich begleitete bioidentische Hormonersatztherapie kann in den Wechseljahren Trockenheit, Elastizitätsverlust und Schlafprobleme lindern. Lokal angewandte Hormonkosmetik auf Rezept ist ein besonderer dermatologischer Tipp.

Die beste Version unserer selbst ist die, in der wir uns gesund, selbstbestimmt und glaubwürdig wiederfinden.

Schlaf ist eines der wirksamsten Schönheitsprogramme: Nachts regeneriert sich die Haut, Stresshormone sinken und Gewebe wird repariert. Zu wenig Schlaf zeigt sich durch fahle Haut, Augenringe und weniger Spannkraft.

Bewegung verbessert Durchblutung, Muskeltonus, Haltung und Körpergefühl. Krafttraining schützt vor Muskelabbau, formt die Silhouette und unterstützt den Stoffwechsel. Ausdauertraining stärkt Herz und Kreislauf und sorgt oft rasch für eine frischere Ausstrahlung.

Auch moderne ästhetische Verfahren können unterstützen: Laser behandeln Pigmentflecken, Gefäßveränderungen, Poren und Fältchen. Botulinumtoxin mildert Mimikfalten, Filler gleichen Volumenverluste aus und Biostimulatoren regen die Kollagenbildung an. Wichtig sind eine klare Indikation, fachärztliche Erfahrung und ein natürliches Ergebnis.

Diese Verfahren sollen die eigene Ausstrahlung unterstützen, nicht die Individualität auslöschen oder ein fremdes Gesicht formen.

Die wahre Schönheit liegt nicht in der Vereinheitlichung. Die beste Version unserer selbst ist die, in der wir uns gesund, selbstbestimmt und glaubwürdig wiederfinden. Seien Sie gewiss: Sie sind schön. Umgeben Sie sich mit Menschen, die Ihnen das auch sagen – und denken Sie an die Supermodels, die selbst nicht so aussehen.

23. Sep 2026

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Gesundheit

Erholung, die bleibt – Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing

![Portrait Herr Holzapfel ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Portrait_Herr_Holzapfel_ONLINE_4e2e92cdb9.jpg) ``` Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing ``` Wer möglichst lange gesund und leistungsfähig bleiben möchte, sollte nicht erst reagieren, wenn Beschwerden auftreten. Entscheidend ist, frühzeitig auf den eigenen Körper zu hören und Regeneration fest in den Alltag einzubauen. Dafür gibt es für mich nicht die eine Methode. Bewegung, Ernährung, guter Schlaf und mentale Entlastung gehören zusammen. Auch Thermalwasser kann dabei viel leisten, weil Wärme, Bewegung und Entspannung unmittelbar zusammenkommen. Wichtig ist aber auch, dass Erholung nicht an der Hoteltür endet. Im besten Fall nehmen Gäste etwas von dem mit nach Hause, was ihnen hier guttut: bewusste Pausen, mehr Bewegung, Atemübungen, Sauna, Schwimmen oder einfach das Wissen, wie gut es tut, zwischendurch nichts leisten zu müssen. Genau darin liegt für mich der nachhaltige Wert eines solchen Aufenthalts. Beim Thema Longevity wird heute vieles neu verpackt. Einige Bausteine kennen wir seit Jahrzehnten. Neu ist vor allem, sie stärker miteinander zu verbinden und Gesundheit körperlich wie mental zu betrachten. Ich selbst laufe viel in der Natur, schwimme und nutze täglich Atemübungen nach der Wim-Hof-Methode. Mein wichtigster Rat ist trotzdem ganz einfach: auf sich selbst achten. Stress gehört zum Leben. Aber Anspannung und bewusste Entspannung müssen sich die Waage halten.