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24. Sep 2026

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Gesundheit

Matcha, Mate und mehr: Neue Kreationen, alte Traditionen

Journalist: Chan Sidki-Lundius

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Foto: mediha ekici/unsplash

Ob Schwarz, Grün, Weiß oder Früchte: Tee verbindet Tradition und Wohlfühlmomente mit modernen Trends wie „Cold Brew“ und „Mindful Drinking“.

Wasser aufkochen, auf den Tee geben, ziehen lassen und genießen, ein echter Glücks- und Wohlfühlmoment. So oder so ähnlich beginnt für Millionen Menschen täglich der Morgen, der gemütliche Nachmittag oder das Abendritual. Die Gründe, Tee zu trinken, sind so vielfältig wie die Menschheit selbst. Die meisten trinken ihn vor allem wegen des guten Geschmacks. Genossen wird Tee aber auch wegen der Energie, der Ruhe oder der Leichtigkeit, die er bringt – Stressreduktion pur. Und dann gibt es die Tees, die eine heilende Wirkung haben. Ingwer zum Beispiel sorgt für ein wohliges Gefühl nach dem Essen, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Fenchel-, Anis- und Kümmeltee mindern Blähungen. Pfefferminztee beruhigt den Magen-Darm-Trakt. Kamille, Lavendel, Melisse, Baldrian und Hopfentee entspannen das Nervensystem und helfen beim Abschalten am Abend.

Ob schwarz, grün oder weiß: Tee zählt weltweit zu den beliebtesten Getränken – und das seit Jahrhunderten. Zu den wichtigsten Teeanbauländern zählen China, Indien, Kenia und Sri Lanka. Neben den beiden bedeutendsten Sorten, dem Schwarzen und dem Grünen Tee, gibt es noch viele weitere Tee-Spezialitäten. Dazu gehört beispielsweise der Oolong-Tee (Schwarzer Drache), ein teilfermentierter Tee aus China, der zwischen schwarzem und grünem Tee liegt. Und dann sind da noch die tollen Früchtetees und Kräuterteesorten wie Pfefferminze, Kamille, Fenchel & Co mit ihrem Duft und der wohltuenden Wirkung. Zu diesen Sorten zählen auch Mate und der aus Südafrika stammende Rooibos. Früchte- und Kräutertees können auch am Abend genossen werden. Eine der wenigen Ausnahmen ist Mate-Tee aus Südamerika, wo der Tag normalerweise mit einem Mate, dem Trank der Götter, beginnt. Aufgrund des hohen Koffeingehaltes sollte Mate allerdings lieber nicht zu später Stunde konsumiert werden, es sei denn, es steht eine „Nachtschicht“ bevor.

Die Gründe, Tee zu trinken, sind so vielfältig wie die Menschheit selbst.

Tee trifft Zeitgeist Der Deutsche Tee- und Kräuterverband berichtet in seinem aktuellen Teereport von steigenden Umsätzen. Dazu tragen gesellschaftliche Trends wie ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein, Longevity, eine zunehmend pflanzliche Ernährung und der Wunsch nach Genuss ohne Alkohol bei. Sinnbildlich für das Potenzial von Tee steht für den Verband der anhaltende Matcha-Boom, der besonders bei jüngeren Menschen angezeigt ist und zugleich das Interesse an weiteren Teespezialitäten weckt. Der fein gemahlene Grüntee (Schatten-Tee) ist der einzige Tee, der „mitgetrunken“ wird.

Trend 2: Immer mehr im Kommen sind auch Cold Brew Teas. Sie lassen sich schnell und unkompliziert kalt zubereiten, können pur getrunken oder als Basis für erfrischende Kreationen im Rahmen von „Mindful Drinking“ genutzt werden. Trend 3: Auch die besonders in Deutschland beliebten Früchtetee-Mischungen sind extrem beliebt. Da verwundert es nicht, dass die Hersteller mit immer wieder neuen, innovativen Aroma-Kreationen überraschen. Sei es der festlich duftende Kuchentee, der nach Cheesecake schmeckt, oder der Rooibos-Tee mit Orangengeschmack. Wer mit derartigen Kreationen nicht anfangen kann, hat trotzdem die Qual der Wahl bei Tees, die von Natur aus wunderbar schmecken und keine Aromatisierung benötigen. Wohl bekomm‘s!

Sprichworte

„Ein Bad erfrischt den Körper, eine Tasse Tee den Geist.“ – aus Japan „Tee ist die flüssige Weisheit.“ Unbekannt „Der Weg zum Himmel führt durch eine Teekanne.“ – aus England „Wer immer König sein mag, Tee ist die Königin!“ – aus Irland „Eine Tasse Tee ist eine Tasse Frieden.“ Sen Sōshitsu XV.

24. Sep 2026

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Gesundheit

Es lohnt sich, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern – Ein Beitrag von Prof. Dr. med. Kurt Miller, Vorstand Stiftung Männergesundheit

Männer leben im Durchschnitt gut vier Jahre kürzer als Frauen. Ein Junge hat in Deutschland eine Lebenserwartung von 78,8 Jahren, ein Mädchen von 83,4. Aber: Zwischen höchster und niedrigster Einkommensgruppe liegen bei Männern rund zehn Jahre Lebenserwartung, bei der gesunden Lebenserwartung etwa vierzehn. Der Abstand innerhalb der Männer ist damit größer als der zwischen den Geschlechtern und hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten vergrößert. Beeinflusst wird dieser Abstand durch Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, verspätete Diagnosen und versäumte Früherkennung. Wer sich kümmert, gewinnt messbar Jahre – vor allem gute. Nur etwa ein Viertel der Männer ab 45 mit Anspruch auf gesetzliche Krebsfrüherkennung nimmt sie wahr. Beim Darmkrebs erkennt die Darmspiegelung Tumoren früh und verhindert durch Polypenentfernung ihre Entstehung. Männer haben Anspruch ab 50, Frauen ab 55 – wegen des höheren Risikos. Jährlich nutzen nur rund zwei bis zweieinhalb Prozent die Vorsorgekoloskopie. Seit Einführung des Programms 2002 sind die Neuerkrankungen bei 50- bis 74-Jährigen deutlich zurückgegangen, bei unter 50-Jährigen ohne Screening dagegen gestiegen. Das Prostatakarzinom ist mit rund 79.600 Neuerkrankungen und etwa 15.000 Todesfällen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Früh erkannt ist es sehr gut behandelbar, oft heilbar. Heute wird PSA risikoadaptiert bestimmt: Ein erster Wert in den Vierzigern bestimmt die Kontrollabstände; die Magnetresonanztomografie steht bei der weiteren Abklärung vor der Biopsie. Bei niedrigem Risiko ist aktive Überwachung etabliert; Übertherapie ist dadurch seltener als vor zehn Jahren. >Wer sich kümmert, gewinnt messbar Jahre – vor allem gute. Blutdruck, Blutfette, Blutzucker, Bauchumfang, Rauchen, Bewegungsmangel, Schlafmangel sind relevante Risikofaktoren. Erektionsstörungen sind häufig ein frühes Zeichen einer generalisierten Gefäßerkrankung, oft Jahre vor einem kardialen Ereignis. Psychische Gesundheit ist vernachlässigt: Ambulant erhielten zuletzt 12,8 Prozent der Männer und 20,4 Prozent der Frauen eine Depressionsdiagnose. Etwa drei von vier Suizidopfern sind Männer; ihre Suizidrate liegt dreimal höher. Männer sind nicht seltener depressiv, werden aber vermutlich seltener diagnostiziert. Depression ist sehr gut behandelbar, wenn sie diagnostiziert wird. „Longevity“ ist zu einem modernen Schlagwort geworden. Wirklich wichtig sind aber die Jahre in guter körperlicher und geistiger Verfassung. Die Zutaten dafür sind nicht exotisch: ausreichend Bewegung, Schlaf, gesunde Ernährung, Tabakverzicht, bewussten Umgang mit Alkohol und Kontrolle wichtiger Werte. Zuletzt soziale Beziehungen: Stabile Bindungen, Freundschaften und das Gefühl, gebraucht zu werden, zählen zu den robustesten Einflussgrößen auf Gesundheit und Lebenserwartung. Bei Männern verengen sich Netzwerke im Alter: Freundschaften laufen über die Arbeit, das soziale Leben über die Partnerin; mit dem Berufsende kann beides wegfallen. Darum sollte man sich um Beziehungen wie um Blutdruck und Bewegung kümmern. Also: Lassen Sie sich auf Gesundheit ein, es lohnt sich. Nehmen Sie die folgenden Artikel als Motivation.