Diesen Artikel teilen:

31. Mär 2026

|

Gesellschaft

Golf in Deutschland: Werte bewahren, Zukunft gestalten – Ein Beitrag von Claus M. Kobold, Präsident Deutscher Golf Verband

|

Foto: Presse

Golf ist mehr als ein Sport. Golf ist Haltung, Verantwortung und Gemeinschaft. Seit über 500 Jahren steht unsere Sportart für Werte, die heute wichtiger sind, denn je: Integrität, Respekt, Fairness und Selbstdisziplin. Auf dem Golfplatz zählt das eigene Handeln, nicht die Selbstdarstellung. Hier übernehmen Menschen Verantwortung – für ihren Score, für ihre Entscheidungen und für ihr Verhalten.

Gerade in einer Zeit rasanter Veränderungen bietet Golf etwas Seltenes: Beständigkeit. Tradition ist im Golfsport kein Stillstand, sondern ein Qualitätsversprechen. Sie verbindet Generationen, schafft Orientierung und gibt unserem Sport seine zeitlose Relevanz. Eltern und Kinder spielen nicht nur nebeneinander, sondern lernen voneinander. Golf ist ein Ort echter Gemeinschaft – über Alters- und Herkunftsgrenzen hinweg.

Der deutsche Golfsport befindet sich zugleich in einer Phase des Aufbruchs. Mit aktuell 695.617 Mitgliedern im Deutschen Golf Verband erreichen wir ein historisch hohes Niveau. Diese Entwicklung ist ein Erfolg der Clubs, der Landesverbände, der Ehrenamtlichen und der vielen engagierten Menschen, die Golf in Deutschland täglich voranbringen. Unser Ziel bleibt klar: Golf soll wachsen, offen sein und Menschen begeistern.

Auch sportlich ist Golf „Made in Germany“ international sichtbar. Spielerinnen und Spieler wie Esther Henseleit, Matti Schmid oder Helen Briem stehen für eine neue Generation, die Leistungsstärke, Ambition und internationale Anschlussfähigkeit verkörpert. Sie sind Leuchttürme – und zugleich Botschafter für einen Sport, der Breite und Spitze miteinander verbindet.

Gerade in einer Zeit rasanter Veränderungen bietet Golf etwas Seltenes: Beständigkeit. Tradition ist im Golfsport kein Stillstand, sondern ein Qualitätsversprechen. Sie verbindet Generationen, schafft Orientierung und gibt unserem Sport seine zeitlose Relevanz.

Zugleich arbeiten wir intensiv an der Zukunftsfähigkeit unseres Verbandes und unserer Clubs. Digitalisierung, Nachwuchsförderung, Kommunikation und Nachhaltigkeit sind zentrale Handlungsfelder. Mit dem digitalen DGV-Ausweis, modernen Service- und Kommunikationsplattformen sowie einer ökologisch fokussierten Nachhaltigkeitsstrategie gestalten wir Golf effizienter, moderner und verantwortungsvoller.

Ein besonderer Fokus liegt auf Kindern und Jugendlichen. Nachwuchs zu fördern bedeutet, Zukunft zu gestalten. Wir investieren in Programme, Forschung, neue Formate und Anerkennungskultur – etwa mit unserem Nachwuchspreis, der Engagement in den Clubs sichtbar macht und würdigt.

Golf verbindet Tradition und Innovation. Es steht für Werte, die Orientierung geben, und für eine Gemeinschaft, die offen, vielfältig und zukunftsgerichtet ist. Genau darin liegt seine Stärke. Ich lade Sie ein, den deutschen Golfsport in all seinen Facetten zu entdecken – als Sport, als Kultur und als Gemeinschaft.

18. Mär 2026

|

Gesellschaft

Hören macht klug

Kaum läuft der Lieblingssong, wird aus dem Kinderzimmer eine Bühne. Es wird gehüpft, getanzt, gerappt und mitgesungen. Musik bringt positive Energien ins Leben – und kann noch viel mehr: Musik stärkt das Arbeitsgedächtnis von Kindern, also die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten. Damit Kinder neue Inhalte verstehen und anwenden können, braucht das Arbeitsgedächtnis eine ausreichend große Kapazität. Ist diese noch nicht altersgemäß entwickelt, kann das Lernen zur Herausforderung werden. Musik wirkt da im Kopf wie Fitness. Als gezieltes Gedächtnistraining, mit der die geistige Leistungsfähigkeit, schon im Vorschulalter, gefördert und somit das spätere Lernen erleichtert wird. Hörspiele ergänzen diese Reise in die Klangwelt: Kinder konzentrieren sich auf das gesprochene Wort und lernen Geschichten aus Stimmen, Geräuschen und Musik zu visualisieren. Statt auf Bilder zu schauen, erschaffen sie diese selbst im Kopf. Das fördert die Fantasie, Sprachentwicklung und Konzentration. Auch Singen macht Sprache lebendig. Mit Reimen, Wiederholungen und eingängigen Melodien entdecken Kinder neue Wörter und Satzmuster ganz intuitiv. Dabei wächst nicht nur ihr Sprachgefühl, sondern auch das Wir-Gefühl: Beim gemeinsamen Singen hören sie aufeinander, reagieren im Takt und erleben echtes Miteinander. Wenn die Musik dann in Bewegung übergeht, wird aus Rhythmus Körpergefühl. Tanzen stärkt Motorik, Koordination und Selbstvertrauen. >Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Was sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat, ist die musikalische Sprache, in der all das passiert. Moderne Kinderlieder lösen sich zunehmend vom pädagogischen Zeigefinger und suchen die Nähe zur Popkultur. Statt bravem Gitarrenfolk vom Pädagogen in Latzhose mit Mitmachliedern übers Zähneputzen, erklingen Hip-Hop-Beats, Indiepop und Reggae-Grooves. Die Texte greifen Themen auf, die Kinder beschäftigen: Familienalltag, Freundschaft, kleine Wutanfälle oder erzählen vom Mut, das erste Mal auf dem Fahrrad zu fahren. Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Und ja – wenn das Lieblingslied zum hundertsten Mal läuft, nervt es vielleicht ein bisschen weniger, wenn der Text nicht von Reimen auf Hände waschen handelt, sondern davon, dass Eltern auch nur Menschen sind. Was einen Song besonders „kindertauglich“ macht, ist trotzdem eine Wissenschaft. Laut einem Bericht der New York Post¹ haben Forschende aus Sheffield herausgefunden, dass dazu ein Tempo zwischen etwa 60 und 120 BPM gehört, also ein Rhythmus, bei dem es sich gut mitwippen lässt; eingängige Wiederholungen sowie eine klare, positive Klangstruktur. Kommt Ihnen bekannt vor? Das sind genau die Zutaten, die es für einen guten Ohrwurm braucht. ¹ New York Post: „‘Radio Ga Ga’ is scientifically proven to be a perfect kids song“, 6. August 2024.