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7. Dez 2020

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Business

„Gründerinnen zu stärken ist kein Selbstzweck.“

Journalist: Chan Sidki-Lundius

Lina Behrens über Investitionen in die weibliche Gründerszene.

„Wir wollen Gründerinnen und Unternehmerinnen stärken.“ Dies ist ein Satz, den Lina Behrens, geschäfts-führendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V., schon oft gehört hat. Doch die Zahlen stimmen nicht gerade optimistisch. Mit nur knapp 16 % ist der Anteil der Gründerinnen in Deutschland dramatisch gering.  Erschreckend: Der Wert ist seit 2013 (13 %) kaum angestiegen. Grund dafür sind laut Lina Behrens drei Barrieren: Benachteiligung bei der Finanzierung – nur 2 % der Venture Capital Investitionen in Deutschland gehen an Gründerinnen, fehlende Zugänge zu Netzwerken und festgefahrene Rollenbilder. 

„Durch die Manifestierung dieser Barrieren verschenken wir das Potenzial eines großen Teils unserer Bevölkerung, um Innovation aktiv voranzutreiben. Dies ist nicht nur ein gesellschaftliches, sondern ein ökonomisches Problem“, ist Lina Behrens überzeugt. Zudem würden zahlreiche Studien zeigen, dass von Frauen geführte Start-ups eine höhere Rendite erwirtschaften. Gründerinnen zu stärken sei daher kein Selbstzweck, sondern folge wirtschaftlicher Vernunft und Notwendigkeit: „Um dies zu erreichen, benötigen wir mehr Diversität in der Investorenlandschaft, eine breitere Sichtbarkeit für Gründerinnen in der Gesellschaft sowie ein Umdenken unserer Rollenbilder.“

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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Business

„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.