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22. Mär 2022

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Business

In drei Schritten zur klimaneutralen Jobbörse

Journalist: Theodor Krude

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Foto: Presse, Appolinary Kalashnikova/unsplash

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Dirk Kümmerle, Geschäftsführer und Mitgründer von Yourfirm.de

Wie wird ein Betrieb klimaneutral? Dirk Kümmerle, Geschäftsführer und Mitgründer von Yourfirm.de, gibt Einblicke über den Weg der Jobbörse für den Mittelstand.

Herr Kümmerle, wie ging das bei Ihnen los mit der Klimaneutralität?

Wir haben 2019 einen 10-Punkte-Plan aufgelegt, um nach und nach grüner zu werden. Da war von Klimaneutralität noch gar nicht die Rede. Es ging um Dinge wie Strom aus erneuerbaren Energien, dass die Büroausstattung aus nachhaltigen Quellen stammt und den Verzicht auf Firmenfahrzeuge.

Und der 10-Punkte-Plan war nicht gut genug?

Wir kamen an einen Punkt, an dem wir einfach wissen wollten, wie weit wir in unserem Prozess sind. Die Analyse unseres CO₂-Verbrauchs über myclimate zeigt ziemlich genau auf, in welchen Bereichen man schon einen guten Job gemacht hat und wo noch Einsparpotenziale liegen. Und der absolute Mehrwert ist natürlich, dass myclimate das verbrauchte CO₂ in ein CO₂-äquivalent umrechnet und man dieses wiederum über Klimaschutz-Projekt kompensieren kann.

Wie funktioniert so ein Klimaschutz-Projekt?

In unserem Projekt werden in Tansania Haushalte mit geringem Einkommen und kleine Geschäfte über Mikrokredite mit Solar-Systemen und LED-Leuchten ausgestattet. So wird CO₂ eingespart und die Menschen haben eine sichere Stromversorgung und Licht ohne ungesunde Dämpfe. Und wir wissen, dass wir als Betrieb bilanziell klimaneutral wirtschaften und so zumindest vor unserer eigenen Haustüre gründlich gekehrt haben.

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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Business

„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.