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12. Nov 2021

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Gesellschaft

Informierender Begleiter für Anlegende

Journalist: Armin Fuhrer

Leon Müller, Chefredakteur des Anlegermagazins DER AKTIONÄR, spricht darüber, wieso es trotz Höhen und Tiefen in der Aktienwelt Konstanten gibt und welche Bedeutung diesen zukommt.

Leon Müller, Chefredakteur des Anlegermagazins DER AKTIONÄR; Foto: Presse

In den wilden 1990er-Jahren schien der Traum vom schnellen Reichtum für jedermann zum Greifen nahe. Der Börsengang der Telekom 1996 entfacht eine nie dagewesene Euphorie. Doch auf den Rausch folgt der Kater. Zwischen Telekom-IPO und Dotcom-Hoch liegen 1.205 Tage, dann folgt der Absturz. Viele Anlegende – zuvor gierig, jetzt verängstigt – wenden sich ab. 

Die Jahre vergehen. Der DAX steigt wieder. Dann geht Lehman pleite, die Finanzkrise fegt die Gewinne hinweg. Es folgen Eurokrise und Brexit. Im März 2020 löst mit COVID-19 ein Virus den schnellsten Crash aller Zeiten aus. 

Seit 25 Jahren an der Seite von Anlegen-den: DER AKTIONÄR. Das Anlegermagazin, das erstmals elf Tage vor dem IPO der Telekom erscheint, ist damals wie heute Pflichtlektüre für alle, die der Meinung sind, dass es sich lohnt, über Geld nachzudenken. Und die in der Aktie das sehen, was sie ist: Eines der besten Mittel, um sein Geld für sich arbeiten zu lassen. Denn: Trotz aller Aufs und Abs – der DAX steht heute siebenmal so hoch wie 1996. Und ich bin sicher, 2046 wird er deutlich höher stehen. 

18. Mär 2026

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Gesellschaft

Hören macht klug

Kaum läuft der Lieblingssong, wird aus dem Kinderzimmer eine Bühne. Es wird gehüpft, getanzt, gerappt und mitgesungen. Musik bringt positive Energien ins Leben – und kann noch viel mehr: Musik stärkt das Arbeitsgedächtnis von Kindern, also die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten. Damit Kinder neue Inhalte verstehen und anwenden können, braucht das Arbeitsgedächtnis eine ausreichend große Kapazität. Ist diese noch nicht altersgemäß entwickelt, kann das Lernen zur Herausforderung werden. Musik wirkt da im Kopf wie Fitness. Als gezieltes Gedächtnistraining, mit der die geistige Leistungsfähigkeit, schon im Vorschulalter, gefördert und somit das spätere Lernen erleichtert wird. Hörspiele ergänzen diese Reise in die Klangwelt: Kinder konzentrieren sich auf das gesprochene Wort und lernen Geschichten aus Stimmen, Geräuschen und Musik zu visualisieren. Statt auf Bilder zu schauen, erschaffen sie diese selbst im Kopf. Das fördert die Fantasie, Sprachentwicklung und Konzentration. Auch Singen macht Sprache lebendig. Mit Reimen, Wiederholungen und eingängigen Melodien entdecken Kinder neue Wörter und Satzmuster ganz intuitiv. Dabei wächst nicht nur ihr Sprachgefühl, sondern auch das Wir-Gefühl: Beim gemeinsamen Singen hören sie aufeinander, reagieren im Takt und erleben echtes Miteinander. Wenn die Musik dann in Bewegung übergeht, wird aus Rhythmus Körpergefühl. Tanzen stärkt Motorik, Koordination und Selbstvertrauen. >Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Was sich in den letzten Jahren deutlich verändert hat, ist die musikalische Sprache, in der all das passiert. Moderne Kinderlieder lösen sich zunehmend vom pädagogischen Zeigefinger und suchen die Nähe zur Popkultur. Statt bravem Gitarrenfolk vom Pädagogen in Latzhose mit Mitmachliedern übers Zähneputzen, erklingen Hip-Hop-Beats, Indiepop und Reggae-Grooves. Die Texte greifen Themen auf, die Kinder beschäftigen: Familienalltag, Freundschaft, kleine Wutanfälle oder erzählen vom Mut, das erste Mal auf dem Fahrrad zu fahren. Musik wird damit zum Sprachrohr für Gefühle. Sie bieten einen sicheren Raum, der Kinder ihre Emotionen erkennen, ausdrücken und verstehen lernen lässt. Und ja – wenn das Lieblingslied zum hundertsten Mal läuft, nervt es vielleicht ein bisschen weniger, wenn der Text nicht von Reimen auf Hände waschen handelt, sondern davon, dass Eltern auch nur Menschen sind. Was einen Song besonders „kindertauglich“ macht, ist trotzdem eine Wissenschaft. Laut einem Bericht der New York Post¹ haben Forschende aus Sheffield herausgefunden, dass dazu ein Tempo zwischen etwa 60 und 120 BPM gehört, also ein Rhythmus, bei dem es sich gut mitwippen lässt; eingängige Wiederholungen sowie eine klare, positive Klangstruktur. Kommt Ihnen bekannt vor? Das sind genau die Zutaten, die es für einen guten Ohrwurm braucht. ¹ New York Post: „‘Radio Ga Ga’ is scientifically proven to be a perfect kids song“, 6. August 2024.