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21. Feb 2022

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Lifestyle

„Kochen hat doch etwas mit Liebe zu tun“

Journalist: Theo Hoffmann

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Foto: Max Delsid/unsplash

Eckart Witzigmann kocht mit dem Herzen und hat viele seiner Erfahrungen auch an Schüler weitergegeben, die ihn voller Respekt „Mutter aller Köche“ nennen.

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Credit: Helge Kirchberger

Auf der Höhe Ihres weltweiten Ruhms haben Sie einmal gesagt: „Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr besser werden kann.“ Das ist bei Ihrer beispiellosen Erfahrung und Kreativität ganz gewiss nachvollziehbar. Aber Ihr Handwerkszeug, eine perfekt ausgestattete Küche, hat sich im Laufe der Jahrzehnte nachhaltig verändert. Welche ganz aktuellen Neuheiten der Küchentechnik beeindrucken Sie besonders?

Ich muss vorausschicken, dass ich generell jede Neuheit in der Küche mit Spannung verfolge, die Kernfrage jedoch bleibt immer: Wie sinnvoll ist denn die Neuheit? Die Küchentechnik ersetzt nicht Kreativität und Ideenreichtum. Beeindruckend finde ich Neuheiten, die Zeit in der Küche sparen. Wenn etwas schneller warm oder kalt wird, ist das doch generell eine große Hilfe. Und die Herde mit endlosen Automatikprogrammen, die manchmal mehr Computer als Herd sind, helfen vielen sicher in der Küche.

Was darf in einem Küchenequipment für Feinschmecker heute auf gar keinen Fall fehlen?

Eine gut funktionierende Spülmaschine.

Was halten Sie von den hypermodernen smarten Küchen?

Sicher sind diese High-Tech-Gebilde heute ein Statussymbol. Wer sich das leisten kann und will, soll das tun. Aber das ergibt doch nur Sinn, wenn gekocht wird. Erst mit Leidenschaft, Hingabe und etwas Know-how wird da ein Schuh draus. Ein Führerschein-Neuling wird auch wenig Spaß mit einem Formel-1-Auto haben und so geht es auch mit smart und modern. Ein Mindestmaß an Können sollte vorhanden sein, Geld allein macht dabei nicht glücklich. Und wenn man es genau nimmt, hat Kochen doch etwas mit Liebe zu tun… und die geht hier komplett verloren.

In welchen Fällen verzichten Sie auf jeden Fall auf raffinierte Technik moderner Küchengeräte?

Beim Abschmecken und Anrichten.

Sprechen wir von Frühlingsgerichten, dann denken wir zuallererst an Spargel, an frisches Frühlingsgemüse und natürlich Fisch. Welche Empfehlungen an ausgefallen Gerichten haben Sie für die schönste Jahreszeit?

Wenn alles sprießt und blüht und die Märkte die volle Pracht der Natur zeigen, macht es immer am meisten Spaß zu kochen. Da kann sich einfaches Gemüse zu einer wahren Delikatesse aufschwingen, da braucht es nichts Ausgefallenes, da können sich Spargel, Morcheln und Erbsen, Löwenzahn, Kräuter, Rhabarber usw. als Hauptdarsteller darstellen.

Ein Gericht fällt allem voran durch Qualität und Originalität aus dem Rahmen. Verraten Sie uns eine Ihrer Schöpfungen, bei denen Sie das „Originelle“ bis an die Grenzen ausgereizt haben?

Ich habe ungern etwas bis an die Grenzen ausgereizt. Mit einer einzigen Ausnahme: Die Qualität der Produkte, mit denen ich in der Küche gearbeitet habe, sollten immer das Beste vom Besten sein, da war mir das Beste gerade immer gut genug. Und Geschmack lässt sich nur sehr bedingt ausreizen, Hochstapelei in der Küche war nie mein Ding. Sicher kann man mit Gewürzen und Deko wie Blüten nachhelfen oder die molekulare Küche strapazieren. Die Basis war für mich von jeher die Qualität des Produkts, dazu gehört auch die Produzenten zu kennen. Und wenn das passt, brauche ich nur noch einen Plan, wie ich das alles vernünftig auf den Teller bekomme. Das ist der Reiz, um den es geht.

27. Mär 2026

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Lifestyle

Zwischen Feinschliff und Neuanfang

![Helen Briem_(c)_Frank Föhlinger (2) Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Helen_Briem_c_Frank_Foehlinger_2_Online_23388c2dce.JPG) Helen Briem (20) ist eine der größten Hoffnungsträgerinnen im deutschen Golfsport. Nach ihrer Zeit als Weltranglistenerste bei den Amateuren und beeindruckenden Auftritten auf der Ladies European Tour schlägt sie nun bereits in ihrer zweiten Profi-Saison auf der prestigeträchtigen LPGA-Tour ab. **Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Vorbereitung?** Ich möchte wieder mehr Konstanz in mein langes Spiel bringen, vor allem aus der Tee Box. Daher arbeite ich intensiv an meinem Schwung. Aber auch das Putten steht im Fokus. Zudem werde ich ein paar Tage früher zum ersten Turnier anreisen, um dort auf Rasen und unter Turnierbedingungen den letzten Feinschliff zu bekommen. **Worauf sind Sie mit Blick auf die kommenden Monate gespannt?** Ich freue mich auf meine erste Saison auf der LPGA, werde aber auch das ein oder andere LET-Turnier spielen. Das ist jedoch recht schwer zu planen. Daher bin ich gespannt, welche Turniere ich schlussendlich spielen werde und, ob es vielleicht sogar für das ein oder andere Major reicht. **Was gibt Ihnen auf dem Platz Vertrauen?** Ich versuche, mich auf meinen Rhythmus zu fokussieren. Ich weiß auch, dass es meist einen nächsten Tag gibt, an dem es wieder besser laufen kann. Außerdem stehen auf der Scorekarte keine Bilder – der Ball muss ins Loch, nicht jeder Schlag muss perfekt aussehen. Genau das rate ich auch Amateurgolfern: den Fokus auf den Rhythmus legen und sich nicht auf perfekte, sondern auf effektive Schläge konzentrieren. ![Nicolai von Dellingshausen_(c)_Frank Föhlinger Online .jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Nicolai_von_Dellingshausen_c_Frank_Foehlinger_Online_c8e56cb3d7.jpg) Nicolai von Dellingshausen (33) absolviert dieses Jahr seine vierte volle Saison auf der DP World Tour. Im vergangenen Jahr feierte er in Österreich seinen Premierensieg in der europäischen Eliteklasse und krönte die Spielzeit als bester Deutscher im Gesamtranking. **An welchen Details arbeiten Sie jetzt besonders, um sich optimal auf die Turniere einzustellen?** Ich arbeite vor allem daran, eine bessere Balance zwischen Belastung und Regeneration zu finden. Ich versuche, dieses Jahr bewusster zu planen und gleichzeitig die spielerischen und mentalen Fortschritte aus 2025 weiterauszubauen. **Welche Erwartungen haben Sie für diese Saison?** In der Vergangenheit haben meine Erwartungen selten zu etwas Positivem geführt. Daher versuche ich mich davon zu lösen. Wichtiger sind für mich die Standards, die ich mir über die Zeit erarbeitet habe – sowohl im spielerischen als auch im mentalen Bereich. Diese möchte ich nicht nur halten, sondern weiterentwickeln. **Wie gelingt es Ihnen, in entscheidenden Momenten fokussiert zu bleiben?** Es hilft mir, meine Gefühle in dem Moment bewusst wahrzunehmen und ehrlich zu mir zu sein. Dieses Annehmen von Druck oder Nervosität sorgt für Klarheit und gibt mir das Vertrauen, auch in schwierigen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen. ![Max Kieffer_(c)_Frank Föhlinger_U (1) Kopie Online.JPG](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Max_Kieffer_c_Frank_Foehlinger_U_1_Kopie_Online_8aacbd4d7b.JPG) Max Kieffer (35) zählt seit über einem Jahrzehnt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Golfsports. Nachdem der Düsseldorfer beeindruckende 13 Jahre ununterbrochen auf der DP World Tour aktiv war, nutzt er die Erfahrungen einer herausfordernden vergangenen Saison nun als Ansporn für einen fokussierten Neustart im kommenden Jahr. **Welche Themen stehen im Vordergrund?** Aktuell liegt mein Fokus vor allem darauf, mein Eisenspiel und mein Putten wieder auf ein höheres Level zu bringen. Im Eisenspiel ist es eine Mischung aus gezieltem Techniktraining und dem Übertragen der technischen Anpassungen auf den Platz. **Was nehmen Sie sich für diese Saison vor?** Ergebnistechnisch ist mein klares Ziel, mir die Tour-Karte der DP World Tour zurückzuholen. Gleichzeitig möchte ich mein Spiel weiterentwickeln und wieder auf ein hohes Level bringen. **Was hilft Ihnen, nach Rückschlägen den Kopf wieder freizubekommen?** Golf darf man nicht zu ernst nehmen. Rückschläge gehören dazu. Und mir hilft es, bewusst aus der Turnier-Bubble herauszukommen und Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Das rate ich auch Hobbygolfern: sich von schlechten Runden nicht zu sehr mitnehmen zu lassen und den Spaß am Spiel zu bewahren. ![Alexandra Försterling_(c)_Frank Föhlinger_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Alexandra_Foersterling_c_Frank_Foehlinger_2_Online_d89ae6c7c0.jpg) Alexandra Försterling (26) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Golferinnen der vergangenen Jahre. Die Berlinerin startete 2023 als Profi durch, konnte seitdem bereits viermal auf der Ladies European Tour gewinnen und durfte bei den olympischen Spielen für das Team Deutschland antreten. **Woran arbeiten Sie in Ihrer Vorbereitung auf die neue Saison besonders?** Aktuell arbeite ich intensiv an meinem Schwung, da sich dafür die Saisonpause am besten eignet. Gleichzeitig lege ich großen Wert auf körperliche Regeneration, um nach meiner Verletzung 2025 wieder mein volles Potenzial zu erreichen. **Mit welchen Zielen gehen Sie in diese Saison?** Mein Ziel ist es, wieder im Siegerkreis zu stehen. Gleichzeitig möchte ich in jedem Turnier mein Bestes geben, geduldig bleiben, meinem Spiel vertrauen und die Freude am Golf bewahren. **Was hilft Ihnen, in Drucksituationen ruhig zu bleiben?** In Drucksituationen hilft mir die Konzentration auf meine Bauchatmung. Das beruhigt mich und senkt den Puls. Zudem lenke ich mich kurz ab, etwa durch ein lockeres Gespräch mit meinem Caddie. Das können auch Freizeitgolfer übernehmen: Ruhig atmen, im Moment bleiben und sich nicht von der Situation überwältigen lassen.