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31. Dez 2024

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Lifestyle

Lebensgefährliche Tierrettung

Journalist: Kirsten Schwieger

„Während wir seit einer Stunde versuchten, einen Hund aus einem Brunnen im umkämpften Donbass zu retten, schlug nur 70 Meter von uns entfernt eine Fliegerbombe ein“, berichtet die 25-jährige Simone Eisenbeiss von ihren Erfahrungen an der Front. Ukraine-Krieg

Auch wenn dieser Einsatz im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Unterstützung einer großen Nichtregierungsorganisation in der kriegsgeplagten ostukrainischen Stadt Charkiw zu den bisher gefährlichsten gehörte, setzt die Schweizerin seit einigen Monaten nahezu täglich ihr Leben aufs Spiel, um verletzte oder verlassene Tiere zu evakuieren – gemeinsam mit rund 85 Tierschützern von Animal Rescue Kharkiv (ARK). Das von PETA Deutschland organisierte Netzwerk hat in den fast drei Jahren seit Beginn des Ukraine-Krieges über 20.000 Tiere gerettet: Hunde, Katzen, Kühe, Pferde, Ziegen und Hühner. „Das große Leid dieser Tiere ist der Grund, warum ich an manchen Tagen ab 5 Uhr morgens mit dem ARK-Rescue-Team im Einsatz bin, häufig trotz Schutzmaßnahmen auch unter Drohnenbeschuss gerate, um Tiere – und manchmal auch ihre Besitzer – in Sicherheit zu bringen. Viele Tiere sind in einem schlimmen Zustand: verängstigt, verletzt und krank“, schildert Eisenbeiss. PETA-Projektleiterin Sylvie Bunz, die das Hilfsprojekt koordiniert, ergänzt: „Die Tiere werden in die neu entstandene Tierklinik von ARK in Charkiw gebracht, medizinisch versorgt und nach einer Quarantänezeit mit ihren Haltern in- oder außerhalb der Ukraine wiedervereint oder über Tierheimpartner in ganz Europa vermittelt.“

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.