24. Sep 2026
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Gesundheit
Journalist: Kirsten Schwieger
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Foto: Karolina Grabowska/unsplash
Wer heute Fisch bewusst genießen möchte, schaut nicht nur auf Inhaltsstoffe und Zubereitung, sondern auch auf die Herkunft, Fischarten und Nachhaltigkeit.
Fisch kann mehr als gut schmecken: Er liefert hochwertiges, gut verfügbares Eiweiß und je nach Sorte eine Reihe wichtiger Nährstoffe. Vor allem fettreiche Fische wie Hering, Makrele, Lachs oder Forelle sind reich an Vitamin D und den langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Generell enthält Fisch verschiedene B-Vitamine, darunter B12.
Doch es lohnt sich ein Blick über die Nährwerttabelle hinaus. Denn Fisch ist nicht gleich Fisch. Woher er stammt und wie er produziert beziehungsweise gefangen wurde, kann einen großen Unterschied ausmachen. Beim Wildfang geht es vor allem darum, ob Fischbestände nachhaltig bewirtschaftet und Meeresökosysteme möglichst geschont werden. Fanggebiet und -methode spielen dabei eine wichtige Rolle. So verursacht Ruten- oder Reusenfang deutlich weniger Beifang als schwere Grundschleppnetze. Aquakulturen wiederum entlasten die Wildbestände und bieten eine verlässliche Verfügbarkeit. Allerdings hängen sie in puncto Qualität stark von Besatzdichte, Wasserqualität und Futter ab.
Anerkannte Zertifikate können eine Orientierung geben, sind aber nicht das einzige Kriterium für nachhaltiges Fischereimanagement. Während das blaue MSC-Siegel Wildfang auszeichnet, garantieren das ASC-Siegel oder Bio-Siegel wie Naturland oder Bioland eine verantwortungsvolle Haltung bei Zuchtfisch mit strengen Auflagen zu Futter, Medikamenteneinsatz und Umweltschutz. Zusätzlich zu Zertifikaten lohnt der Blick auf Herkunft, Fischart sowie Fang- beziehungsweise Haltungsbedingungen.
Fisch ist erstaunlich vielseitig.
Fisch im Alltag klingt für viele nach Aufwand, ist in Wahrheit aber eine schnelle Feierabendküche. Ein Filet in der Pfanne zu braten, dauert oft nur wenige Minuten. Das sanfte Dünsten in einem geschlossenen Topf mit etwas Gemüsebrühe und Kräutern gelingt garantiert. Noch unkomplizierter ist das Garen im Ofen. Der wohl unkomplizierteste Fischkonsum ist das Fischbrötchen oder -brot. Zum Beispiel Hering auf kunstvoll belegtem Smørbrød: DER Klassiker aus Skandinavien. Als mild gesalzener Matjes ist er dazu schon fertig – so schnell geht gesund und köstlich.
Schließlich muss Fisch nicht immer als klassisches Filet auf dem Teller landen. Auch in Pasta, Reisgerichten oder Currys lässt er sich köstlich mit ganz unterschiedlichen Küchen kombinieren. Gerade milde Fischarten nehmen Gewürze und Saucen gut auf, während aromatischere Sorten oft mit wenigen Zutaten auskommen. Dazu kommen neue Ideen für die Zubereitung: knusprig im Airfryer zubereitet oder sous-vide oder auf der Planke gegart.
Fisch ist erstaunlich vielseitig. Zwischen den einzelnen Arten liegen geschmacklich und bei der Zubereitung Welten. Zarte, milde Sorten wie Kabeljau oder Seelachs sind unkompliziert und passen zu vielen Gerichten. Lachs bringt mehr Fett und einen kräftigeren Geschmack mit, während Hering und Makrele deutlich intensiver und aromatischer sind. Wer festes, fein strukturiertes Fleisch bevorzugt, macht mit Heilbutt eine guten Fang. Mit Skrei, dem saisonalen Winterkabeljau, kommt im Winter eine besonders feste und feine Variante auf den Teller. Aus Lachs, Forelle oder Makrele lassen sich zudem schnelle Bowls, Salate oder Wraps zubereiten. Frischer Wind in der alltäglichen Küche.
Beim Kauf ist Frische das oberste Gebot: Der Fisch sollte niemals „fischig“ riechen. Pralle Augen, feuchte, hellrote Kiemen und eine elastische Haut zeichnen frische ganze Fische aus.