11. Dez 2019
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Gesellschaft
Journalist: Armin Fuhrer
Interview mit Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutschen Baugewerbes
Viele Unternehmen sind bereits intensiv dabei: Angefangen von der Nutzung diverser Apps auf der Baustelle, beispielsweise zur Zeiterfassung, für den Bautagesbericht oder für Fotoaufmaße bis hin zur 3D-Maschinensteuerung sowie dem digitalen Zwilling des Gebäudes werden die Betriebe zunehmend digital. Von der Digitalisierung versprechen wir uns unter anderem eine bessere Planbarkeit von Projekten und effizientere Abläufe auf der Baustelle.
Gerade im ländlichen Raum ist das Breitbandnetz ein großes Problem, das dringend angegangen werden muss. Das beste digitale Tool ist nutzlos, wenn die Baustelle im Funkloch liegt. Außerdem müssen wir einheitliche Standards und Schnittstellen definieren, damit unterschiedliche Anwendungen auch kombiniert werden können. Und wir braucht es transparente rechtliche Regelungen zum Umgang mit Daten und Datenschutz.
Der digitale Fortschritt kann zu großen Produktivitäts- und Qualitätszuwächsen führen. Daher ist es wichtig, sich der Herausforderung zu stellen. Diese muss nicht mit der Komplettlösung anfangen; schon mit einzelnen Schritten kann die Digitalisierung im Unternehmen vorangetrieben werden. Wichtig ist, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und sich in den Verbänden zu vernetzen.