Diesen Artikel teilen:

9. Mär 2022

|

Gesellschaft

Maschinenbau als Unterstützer der Kreislaufwirtschaft

Journalist: Julia Butz

|

Foto: Presse

Der Maschinen- und Anlagenbau nimmt in der Kreislaufwirtschaft eine Schlüsselrolle ein.

dr-sarah-brueckner.jpg

Dr. Sarah Brückner, Abteilungsleiterin Technik, Umwelt und Nachhaltigkeit, VDMA e.V.

Die „R“s sind dabei von zentraler Bedeutung: Beim Refurbishing werden Maschinen aufgearbeitet, im Remanufacturing Teile einer alten in eine neue Anlage eingebaut. Auch die Recyclingquote ist in der Regel sehr hoch, da Maschinen zum Großteil aus Metall bestehen. Der Maschinen- und Anlagenbau leistet aber vor allem als Enabler für die gesamte Industrie einen wertvollen Beitrag, da die Recyclingfähigkeit eines Produktes („Design for Recycling“) vor allem bei Konsumgütern und Verpackungen eine bedeutende Rolle einnimmt. Auf die unterschiedlichsten Anforderungen der Industrie zu reagieren ist dabei eine echte Herausforderung. In der Kopplung mit 4.0 Technologien liegt aber eine große Chance.

Ein Beispiel: Mit der Initiative R-Cycle soll mithilfe digitaler Lösungen kenntlich gemacht werden, wo eine Verpackung herkommt und was sie beinhaltete. Das Ursprungsmaterial und der gesamte Verpackungslebenszyklus werden digital erfasst, mit dem Ziel die Reinheit des Materials zu verbessern und Rezyklate aus dem gelben Sack, dem Food Grade entsprechend, auch für die Lebensmittelindustrie herstellen zu können.

22. Apr 2026

|

Gesellschaft

Green Fishing – mit Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF

![Josef_Bild_2 Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Josef_Bild_2_Online_bfe4ca7f26.jpg) ``` Josef Bernard, YouTuber des Kanals BROSEF ``` **Was kann die Angel-Community dazu beitragen, unsere Gewässer langfristig schützen?** „Jeder Angler sollte seinen Platz besser hinterlassen, als er ihn vorgefunden hat, also auch Müll anderer mitnehmen und Auffälligkeiten melden. Die Sensibilität dafür ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Angler engagieren sich aktiv für saubere Gewässer. Mein Freund Jan Ebel organisiert z. B. mit seinem Verein „Spreepublik“ regelmäßig Clean-ups in Berlin, bei denen Elektroscooter und anderer Schrott aus der Spree gefischt werden. Solche Aktionen zeigen, wie wichtig das Engagement der Angler für den Gewässerschutz ist. Mit der wachsenden Zahl an Hobbyfischern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit noch mehr, und viele Marken reagieren darauf, z. B. mit umweltfreundlicheren Angelködern. Beim Raubfischangeln mit Kunstködern nimmt die Nachfrage nach phthalatfreien Gummimischungen zu. Catch & Release (C&R), also das Fangen und Freilassen hingegen ist in ein kontroverses Thema. Mir ist wichtig, den gefangenen Fisch zu verwerten und der Angelei damit einen Sinn zu geben – das ist auch das Konzept unseres YouTube-Kanals BROSEF: Wir fangen Fisch zum Verzehr und zeigen, wie einfach und lecker man ihn zubereiten kann. C&R hat jedoch seine Berechtigung, um Fische, die dem regionalen Schonmaß unterliegen, wieder in das Gewässer zu geben. Wie es beispielsweise die „Müritzfischer“ nicht nur bei kleinen, auch bei großen Fischen mit starken Genen praktizieren und somit die Produktivität des Gewässers aufrechterhalten. Wichtig beim Release ist natürlich der schonende Umgang: kurze Luftzeiten und befeuchtete Hände, um die Schleimhaut der Fische nicht zu beschädigen. Solche Grundlagen lernt jeder Angler bereits in der Prüfung.“