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28. Mär 2023

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Wirtschaft

Materialflüsse intelligent steuern

Journalist: Chan Sidki-Lundius

Optimale Raumausnutzung, direkter Warenzugriff und ineinandergreifende Abläufe zeichnen gute Systeme aus.

In der Logistik, Deutschlands drittgrößtem Wirtschaftsbereich, war digitale Technik schon früh Usus. Von Computern, die in vielen Speditionen in den 1970er Jahren die Touren berechnet haben, über Barcode-Scanner zur schnelleren Erfassung von Sendungsdaten in den 80ern bis hin zu vollvernetzten und transparenten Lieferketten mit Einsatz von Algorithmen, künstlicher Intelligenz, Drohnen, Exoskeletten oder Datenbrillen, wie sie heute zunehmend im Einsatz sind: Die Logistik gehört zu den Treibern digitaler Innovation, und das muss sie auch. Denn die Kundenanforderungen ändern sich laufend und mit ihnen steigen auch die Erwartungen: nicht nur in der Zustellung von Paketen, sondern zum Beispiel auch in der Produktionslogistik und den damit verbundenen Prozessen und Schnittstellen.

Im Fokus der Entwicklungen steht unter anderem auch das Thema Materialfluss. Einigkeit besteht darin, dass es intelligenter Lösungen und optimal strukturierter Prozessabläufe bedarf, um den Anforderungen, die der Onlinehandel, die zunehmend individualisierte Massenfertigung und permanent steigende Stückzahlen mit sich bringen, bestmöglich gerecht zu werden. Entscheidend für die Realisierung eines effizienten, unterbrechungsfreien Materialflusses ist ein übergreifendes Verständnis aller intralogistischen Prozesse, vom Wareneingang über die Lagerung und Produktionsversorgung bis hin zum Warenausgang. 

Den Kern vieler Materialflusslösungen bilden heute intelligente Logistiksysteme und -lösungen, die sich in Leistung, Kapazität und Grad der Vernetzung und möglichst unkompliziert skalieren und individuell an die jeweiligen Bedarfe anpassen lassen. Diese unterstützen auch bei der Modernisierung und sind in der Lage, bestehende Systeme zu aktualisieren. Beispiel: Kommen bereits Anlagen unterschiedlicher Hersteller zum Einsatz, lassen sich diese intelligent verbinden – komplizierte Insellösungen gehören damit der Vergangenheit an. Das zahlt auch auf die Kundenorientierung ein. Unternehmen, die einen besseren Service in Form von einer optimierten Sendungsverfolgung oder einer gesteigerten Liefergeschwindigkeit bieten wollen, müssen allerdings auch für reibungslose Abläufe im Lager sorgen. Mit Hilfe eines grafischen Rechners für den Materialfluss beispielsweise können Unternehmen die internen Abläufe im Lager steuern und mögliches Optimierungspotenzial ausschöpfen. Fehlerquellen machen die Systeme ebenfalls ausfindig. Damit kommen sie dem Wunsch einen Schritt näher, dem Kunden ein Plus an Service zu bieten.

In einem funktionierenden Materialflussprozess steuert der Nutzer sämtliche Prozesse zentral, intuitiv und übersichtlich. Denn die beste Automation kommt ins Stocken, wenn die notwendigen Informationen für einen effektiven und agilen Materialfluss nicht vorliegen oder Anwender sie nicht richtig nutzen (können). Komplexe Abläufe in Lagern und in der Produktion erfordern also ganzheitliche Lösungsansätze, die sich über manuelle, teilautomatisierte oder vollautomatisierte Prozesse abbilden lassen. 

20. Apr 2026

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Wirtschaft

FONDS professionell KONGRESS gibt Orientierung in bewegenden Zeiten

Der 24. FONDS professionell KONGRESS am 28. und 29. Januar 2026 in Mannheim hat erneut seine Rolle als zentrale Plattform der Investmentbranche unter Beweis gestellt. In einem Umfeld geprägt von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und einer neu ausgerichteten, schwer kalkulierbaren US-Politik unter Präsident Donald Trump, nutzten Vermögensverwalter und Investmentexperten die Veranstaltung intensiv für fachlichen Austausch und gezielte Weiterbildung. Mehr als 220 Aussteller sowie über 200 Fachvorträge spiegelten den enormen Informationsbedarf in volatilen Zeiten wider. Ein markantes politisch-strategisches Signal setzte Joe Kaeser, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens Energy und Daimler Truck. Er plädierte für ein geschlossenes und selbstbewusstes Auftreten Europas zwischen den Machtzentren USA und China. Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen. Chancen sieht Kaeser vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Daten und Rechenzentren sowie in neuen wirtschaftlichen Allianzen mit Schwellenländern, allen voran mit Indien. Inhaltlich dominierten Themen wie Aktien – insbesondere die „Significant Seven“ –, ETFs, Datenökonomie, Infrastruktur, Schwellenländer, Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen das Programm. Mit der Verleihung des DEUTSCHEN FONDSPREISES während einer festlichen Galanacht fand der Kongress schließlich einen würdigen Abschluss und bekräftigte seinen Anspruch, der Branche auch in bewegten Zeiten Orientierung zu geben. >Europa müsse eigene außen- und wirtschaftspolitische Akzente setzen und strategische Partnerschaften gezielt ausbauen.