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6. Feb 2020

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Business

Mehr Schutz für Arbeitnehmer innerhalb der EU

Journalist: Armin Fuhrer

Im Sommer 2018 hat die Europäische Kommission die Entsenderichtlinie (96/71/EG) reformiert. Es ist das Ziel, keine Zweiklassengesellschaft auf dem Arbeitsmarkt entstehen zu lassen und Lohn- und Sozialdumping zu vermeiden. Die EU-Staaten haben nun bis zum 30. Juli 2020 Zeit, diese in nationales Recht umzuwandeln.

Bisher gelten für entsandte Mitarbeiter der Mindestlohn des jeweiligen Aufnahmemitgliedstaates. Ab August 2020 muss der gleiche Lohn für die gleiche Arbeit vergütet werden. Neben dem Fokus auf den Arbeitslohn gehört u. a. auch die Einhaltung der gesetzlichen Urlaubstage und die Arbeitszeitenregelung dazu.

Mit der Umsetzung der Entsenderichtlinie haben die EU/EFTA Staaten bereits umfangreiche Meldesysteme eingeführt. Destinationen wie Frankreich, Schweiz, Österreich und Italien kontrollieren vermehrt die regelkonforme Durchführung der EU-Meldung. Bei Missachtung werden nicht nur empfindliche Sanktionen verhängt.

Für Arbeitgeber, insbesondere HRler und die Reisenden bedeutet die Entsenderichtlinie vor allem Mehrarbeit. Denn bei der Entsendung, d.h. auch der Dienstreise für einen Tag, wird eine EU-Meldung mit wenigen Ausnahmen notwendig.

Jetzt gilt es, einen erlebbar einfachen Prozess zu implementieren, um über 45 EU-Meldeprozesse strukturiert und ohne Reibungsverluste durchzuführen. Automatismen und Schnittstellen in bestehenden Systemen können helfen, den Aufwand zu reduzieren. Intuitiv nutzbare Lösungen können dem Reisenden auch an die Hand gegeben werden – EU-Meldung ToGo!  

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.