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1. Sep 2021

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Business

Neuigkeiten aus dem Personalmanagement

Journalist: Kirsten Schwieger

Digitales Recruiting per Videobewerbung

Sich mit einem originellen Video statt einem 0815-Anschreiben zu bewerben, liegt für die Generation Smartphone quasi auf der Hand.

Doch auch für frühere Generationen stellen Videobewerbungen eine immer wichtiger werdende Spielart auf der Bewerbungs-Klaviatur dar – welche wachsende Akzeptanz bei Unternehmen findet und nicht selten sogar eingefordert wird. Wenngleich nicht für jedes Unternehmen und jede Branche gleichermaßen geeignet, stellen Videobewerbungen eine effiziente und kosteneffektive Recruiting-Lösung dar. Vorstellungs-Videos können als alleinige oder flankierende Bewerbungs-Möglichkeit ein-gesetzt werden – und in verschiedene Phasen des Recruiting-Prozesses eingebunden werden. Für viele Unternehmen stellen sie eine probate Methode dar, die anvisierte Zielgruppe zu erweitern. Zudem zahlt ein innovatives Bewerbungserlebnis positiv aufs Employer Branding ein. Abhängig von Unternehmensprofil und ausgeschriebener Stelle ist ein professionell erstelltes Video einem Handy-Clip vor-zuziehen. Allerdings setzen die meisten Unternehmen keine perfekt ausgeleuchteten, choreografierten Videos voraus. In erster Linie geht es ihnen darum, einen authentischen ersten Eindruck vom Bewerber zu bekommen. Arbeitgeber, die ganz konkret auf den Person-Organization Fit abzielen, können Bewerber auch konkrete Fragen im Video beantworten lassen. Anbieter von Videobewerbung-Apps haben diese Option integriert, ebenso wie eine standardisierte Kurz-Vita. Jobsuchende können sich direkt in der App per Video auf verschiedenste Stellenanzeigen bewerben. Unternehmen erhalten durch die App einen Pool vergleichbarer Kandidaten in einem strukturierten Prozess.


Foto: Charles Deluvio/unsplash

IT-Weiterbildung auf Lernplattformen

Wer in der IT arbeiten will, muss nicht nur „on the job“ lernen, sondern sich nebenbei permanent weiterbilden.

Dieses unbezahlbare Wissen muss aber dennoch bezahlt werden. Folgende Lernplattformen bieten gute Qualität zu kleinen (oder gar keinen) Preisen. So können sich Technik-Begeisterte auf Lecturio beispielsweise über verschiedenste Formen von Netzwerktechnologie schlau machen. Einsteigern wird in Tutorials HTML und CSS verklickert. Der Branchenriese Udemy bietet zahlreiche Kurse zu IT-Sicherheit, Computernetzwerken und Hacking – allerdings größtenteils auf Englisch. Auch die von den amerikanischen Elite-Universitäten Harvard und MIT gegründete Plattform edX bietet ihre kostenlosen Kurse mit rund 100 Bildungspartnern überwiegend auf englisch an. Dafür kommen Computer- und Datenwissenschaftler genau wie Front-End Web Entwickler dort voll auf ihre Kosten. Auf Informatiker spezialisiert ist die MOOC-Plattform OpenHPI des Potsdamer Hasso-Platt-ner-Instituts. Die kostenlose Kursangebot umfasst neben  Informatik-Grundlagen und Programmiersprachen wie Java oder Python auch Spezialthemen wie Cloud Computing oder In-Memory Datenmanagement. 

Sogar die Netzwerke LinkedIn und Facebook besitzen neuerdings Lernportale für digitale Kompetenzen wie beispielsweise Cloud-Speicher, SEO in TYPO3 und diverse Software-Trainings. Und in der Apple-App iTunes U finden sich kostenlose Bildungsressourcen namhafter Institutionen.


Foto: Christina Wocintechchat.com/unsplash

Mit Chatbots Bewerbungsprozesse vereinfachen

Karriereberater sind sich sicher: Der Trend bei Bewerbungen geht in den nächsten Jahren Richtung Chatbots. Diese sparen nicht nur personelle Kapazitäten, sondern reduzieren auch die Abbruchrate von On-line-Bewerbungen. Sprachbots können Kontaktdaten erfragen oder Bewerber-Eingaben durch Nachhaken auf ihre Richtigkeit überprüfen. Sie eruieren den gewünschten Kommunikationskanal und beantworten Bewerberfragen mittels semantischem Textverständnis. Chatbots können aber auch selber Fragen stellen und die Anworten anschließend hinsichtlich Wortwahl, Satzbau oder Tonfall analysieren, um konkrete Aufschlüsse über Persönlichkeitsmerkmale der Bewerber zu geben. Sogar das Einverständnis zur EU-DSGVO holen sich gleich zu Beginn der Konversation ab. 


Foto: Jud Mackrill/unsplash

Digitales HR-Management

Ohne eine performante Personalsoftware läuft heute nichts mehr im HR-Management – zumindest nicht in Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern. Je mehr Mitarbeiter, desto mehr administrative Auf-gaben. Das fängt schon beim Recruiting an. Das inhabergeführte und unabhängige Software-Unternehmen rexx systems bietet die Abdeckung der vollständigen Prozesskette aller HR-Maßnahmen: von der Stellenbesetzung über Ausschreibung, Interviewmanagement, Vertragsmanagement, Onboarding bis hin zur Zeitwirtschaft, der digitalen Personalakte und dem Talent Management mit allen Facetten. Die ständig weiterentwickelte Software sorgt für die optimale Unterstützung und Vernetzung von HR-Abteilung, Managern und Mitarbeitern. Die modulare Integration der verschiedenen Lösungen ist sowohl in der Cloud als auch auf eigenen Servern möglich.

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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Business

„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.

2. Apr 2026

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Business

Kein Roboter zum Gelddrucken, aber ein starker Wächter: KI bei Banken

Künstliche Intelligenz kann im Bankwesen schon ziemlich viel – aber eigenständig Geld drucken oder wundersam vermehren, das kann sie (noch) nicht. Banken setzen KI heute flächendeckend in mehreren Bereichen ein, allen voran in der Betrugsprävention, wo Fraud Detection mittlerweile Branchenstandard ist. KI-gestützte Systeme analysieren Transaktionen von Kundinnen und Kunden in Echtzeit, erkennen und stoppen auffällige Transaktionen und Zahlungsanweisungen in der Regel sofort, und reagieren innerhalb von Sekunden auf neue Angriffsszenarien. Gerade, weil sich Betrugsmaschen ständig weiterentwickeln, ist die Adaptionsgeschwindigkeit in diesem Bereich besonders hoch. Solche Systeme werden in Zukunft weiter optimiert werden, wodurch Banken Routineaufgaben mehr und mehr automatisieren können. Das eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Kundenberatung, schnellere Analysen – etwa bei Kreditentscheidungen – und insgesamt bessere Kundenerlebnisse. Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen. Ziel ist es, Informationen effizienter zu nutzen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Im Vergleich zur Betrugsprävention befindet sich dieser Bereich jedoch noch in einer stärkeren Wachstumsphase, auch wenn die Entwicklung hier aktuell sehr dynamisch verläuft. >Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Es gibt unzählige Anbieter von bankenspezifischer KI. Viele davon decken nur bestimmte Anwendungsfelder ab, weshalb Banken häufig mehrere KI-Systeme parallel einsetzen. Auch, wenn Banken langjährige Erfahrung im Umgang mit sensiblen Daten haben, kann die Auswahl passender KI-Tools herausfordernd sein, denn die Lösungen müssen regelkonform sein, Change Compliance- und Datenschutzrichtlinien beachten, außerdem sollten die Daten innerhalb Europas bleiben und nicht unkontrolliert in andere Rechtsräume fließen. Erhöht KI im Bankwesen nun die Sicherheit – oder eher das Risiko für Betrug und Verlust? Grundsätzlich beides. Denn einerseits verbessert KI die Fähigkeit, Betrug frühzeitig zu erkennen und zu verhindern, andererseits entstehen neue Gefahren, insbesondere durch autonome KI-Agenten. Je mehr Entscheidungsfreiheit diese Systeme erhalten, desto größer ist das Risiko, dass sie Sicherheitsvorgaben umgehen oder manipuliert werden. Deshalb gewinnt das Prinzip „Human in the Loop“ beziehungsweise „Human in the Lead“ an Bedeutung: Der Mensch muss weiterhin die Kontrolle über kritische Prozesse behalten und klare Grenzen setzen. Auch im Finanzmarkt insgesamt sind automatisierte Prozesse kein neues Phänomen. Mechanismen wie algorithmischer Handel oder Stop-Loss-Orders können bereits heute Kettenreaktionen auslösen. KI könnte solche Effekte künftig verstärken, stellt aber nicht die ursprüngliche Ursache dar. Wohin wird sich KI im Bankwesen entwickeln? Eigenständig Geld drucken wird sie hoffentlich niemals – doch sie wird als umfassendes System im Hintergrund immer besser in den Bankenalltag integriert werden. Der Mensch wird im Bankwesen jedoch in zentralen Bereichen immer die Oberhand behalten, besonders bei der letzten Kontrolle und beim direkten Kundenkontakt – denn hier können aufmerksame Bankangestellte besser als jede KI als Sicherheitsschranke wirken, die ihre betagten Kundinnen davor schützen, auffällige Transaktionen hoher Summen vorzunehmen. >Banken nutzen KI auch immer öfter, um internes Wissen für ihre Mitarbeitenden zu strukturieren, aufzubereiten und schneller zugänglich zu machen.

2. Apr 2026

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Business

Arbeiten im Update-Modus

Die Spielregeln der Wirtschaft verändern sich rasant und mit ihnen die Frage, was Unternehmen heute wirklich erfolgreich macht: Neue Software wird eingeführt, Abläufe werden neu zugeschnitten, Entscheidungen stärker datenbasiert getroffen. Prioritäten verschieben sich spürbar im Tagesgeschäft, neue Produkt- und Serviceverständnisse entstehen und vertraute Routinen lösen sich auf. Hinzu kommen wachsende regulatorische Anforderungen: mehr Nachweise, klarere Regeln im Umgang mit Daten, Systemen und Verträgen. Was bislang informell funktionierte, muss nun sauber dokumentiert sein. Selbst scheinbar alltägliche Schritte im digitalen Raum können plötzlich Compliance-relevant sein. >Selbst scheinbar alltägliche Schritte im digitalen Raum können plötzlich Compliance-relevant sein. In dieser Verdichtung von Veränderungen wird deutlich, wie stark der Arbeitsalltag unter Druck steht. Nicht durch einen großen Umbruch, sondern vielmehr durch die vielen kleinen, kontinuierlichen Veränderungen, die parallel passieren. Und ja – ein großer Teil davon liegt auf den Schultern der Mitarbeitenden. Umso wichtiger ist es, dass klar wird, warum sich Dinge verändern und welche Rolle jede und jeder Einzelne dabei spielt. Erst dann entsteht aus vielen Maßnahmen ein stimmiges Gesamtbild. Wofür war noch gleich die nächste E-Learning-Schulung gut? Warum ist auch das nächste Compliance-Training wirklich wichtig? Die ehrliche Antwort: Weil Lernen heute einfach dazugehört. Nicht als Selbstzweck, sondern damit Orientierung entsteht, Sicherheit wächst und sich Arbeit eben nicht wie ein undurchdringlicher Regel-Dschungel anfühlt. Wenn Klarheit, Verantwortung und Wissen nicht bei Wenigen hängen bleiben, sondern von allen getragen werden, entsteht daraus etwas Positives: ein gemeinsames Verständnis und die Fähigkeit, Veränderungen nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv mitzugestalten. >Wenn Klarheit, Verantwortung und Wissen nicht bei Wenigen hängen bleiben, sondern von allen getragen werden, entsteht daraus etwas Positives.