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8. Jul 2019

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Lifestyle

Neustart für den Darm

Journalist: Kirsten Schwieger

Eine intakte Darmflora ist ein elementarer Faktor für die Gesundheit. Nicht nur die Alternativ-, sondern auch die Schulmedizin spricht dem Darm eine wachsende Bedeutung zu. Über 100 Billionen verschiedene Bakterien leben in diesem Ökosystem und bilden das sogenannte Mikrobiom, die Darmflora. Die „guten“ Bakterien darin aktivieren die körpereigene Abwehr, verhindern die Ansiedlung schädlicher Bakterien, unterstützen die Nährstoffverwertung und sorgen für eine beschwerdefreie Verdauung.

Befinden sich nützliche und schädliche Bakterien im Gleichgewicht, spricht man von einer gesunden Darmflora. Durch falsche Ernährung, Stress, Medikamente oder verschiedene Erkrankungen kann das sensible Gleichgewicht gestört werden. Ein Ungleichgewicht (Dysbiose) kann verschiedenste Auswirkungen, wie Blähungen, Sodbrennen, Verstopfung, Durchfall oder Reizmagen, haben. Aber auch Müdigkeit, Allergien und rheumatische Erkrankungen sind für Alternativmediziner mögliche Symptome einer Dysbiose. Eine vollwertige, ballaststoffreiche Ernährung kann leichte Disbalancen mitunter schon aufheben.

Reicht das nicht aus, empfiehlt die Naturheilkunde eine Darmsanierung, um die Darmflora wieder in Balance zu bringen. Diese sollte unter ärztlicher Anleitung und auf Basis einer labortechnisch untersuchten Stuhlprobe erfolgen. Für die Darmsanierung gibt es keine festgelegte Definition oder standardisierte Methode, sondern verschiedene Vorgehensweisen. Der ganzheitliche Ansatz empfiehlt zur Vorbereitung eine Darmreinigung. Diese kann als Darmspülung (Colon-Hydro-Therapie) erfolgen oder mechanisch durch aufquellende Flohsamen oder entgiftende Heilerde. Nach der Reinigung oder dem Detoxing kann eine Milieu-Verbesserung des Darmtraktes mittels verdauungsanregender Tees oder Arzneimittel die Wirksamkeit der Darmsanierung verstärken.

Anschließend wird die Darmflora gezielt mit lebenden Darmbakterien wieder aufgeforstet. Diese sogenannten Probiotika sind milchsäurebildende Bakterien wie Laktobazillen und Bifidobakterien, Hefen oder andere lebende Mikroorganismen wie Escherichia coli, Enterokokken oder Streptokokken. Sie können als Nahrungsergänzungmittel in Form von Pulver, Kapseln, Tabletten und Tropfen oder als fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Joghurt, Kefir oder Kombucha zugeführt werden. Da allerdings ein großer Teil der Probiotika die Magenpassage nicht überlebt, sollte die Dosierung sehr hoch sein. Probiotik-Produkte sollten idealerweise zwischen zehn und 15 verschiedene Bakterien-Stämme aufweisen. Je nach Ausprägung der Dysbiose wird eine Darmsanierung von bis zu drei Monaten empfohlen. In dieser Zeit, und idealerweise auch danach, sollte auf ausreichend Bewegung, Trinken sowie auf eine vollwertige Ernährung geachtet werden.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.