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27. Jun 2025

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Wirtschaft

„Nie mehr wie früher“ – mit Christian Steen Larsen, CEO der ISS Facility Services Holding

Journalist: Armin Fuhrer

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Foto: Presse, LinkedIn Sales Solution/unsplash

Seit der Pandemie haben viele Unternehmen ihre Angestellten im Homeoffice arbeiten lassen. Inzwischen wünschen sich viele eine Rückkehr ihrer Angestellten ins Büro. „Aber so wie es früher war, wird es nie wieder werden“, sagt Christian Steen Larsen, CEO der ISS Facility Services Holding.

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Christian Steen Larsen, CEO der ISS Facility Services Holding

Herr Larsen, kann diese Situation ein Anlass für die Neugestaltung der Arbeitswelt sein?

Ja, im modernen Büro muss sich einiges ändern, denn das erwarten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – vor allem die jüngeren. Es ist mehr Flexibilität gefragt. Daher benötigen wir neue Office-Konzepte, die ihren Bedürfnissen entgegenkommen.

Wie können die aussehen?

Nötig sind kleinere Einheiten bis hin zu Einzelbüros und gemütliche Loungebereiche für produktive Gespräche. Auch Bereiche zum fokussierten Arbeiten sollten bereitgestellt werden. Ein überzeugendes Arbeitsplatzerlebnis wird durch begleitende Services komplettiert, wie die Bereitstellung funktionierender Technik, zuverlässige Reinigung der Bereiche oder ein Mitarbeitendenrestaurant, das auch Take-Away-Speisen für Angestellte anbietet. Wir erarbeiten die entsprechenden Konzepte und setzen sie um.

Es ist mehr Flexibilität gefragt. Daher benötigen wir neue Office-Konzepte, die ihren Bedürfnissen entgegenkommen.

Profitieren auch die Unternehmen davon?

Ja, denn die Angestellten sind zufriedener und daher motivierter. Und die Unternehmen finden häufig Möglichkeiten, überflüssigen Büroraum abzubauen. Dadurch sparen sie Energie und Mietkosten.

Stichwort Nachhaltigkeit: Stellt für viele Unternehmen das gesetzlich-vorgeschriebene Reporting eine besondere Herausforderung dar?

Ganz bestimmt, aber wir geben ihnen dabei wertvolle Unterstützung: Diese beginnt mit einer detaillierten Erhebung des energetischen Ist-Zustands und mündet in einem maßgeschneiderten Maßnahmenplan zur Dekarbonisierung – inklusive klar definierter Zwischenziele und Technologien zur Emissionsreduktion.

Ihr Unternehmen ist auch bei der Transformation zur Energiewende tätig?

Ja, zu unseren Kernkompetenzen gehört der Rückbau abgeschalteter Kernkraftwerke. Das ist ein erheblich aufwendigerer Prozess als die Umgestaltung von Büroräumen. Für das Erreichen der angepeilten Meilensteine ist das eine sehr wichtige Tätigkeit.

Ein überzeugendes Arbeitsplatzerlebnis wird durch begleitende Services komplettiert, wie die Bereitstellung funktionierender Technik, zuverlässige Reinigung der Bereiche oder ein Mitarbeitendenrestaurant, das auch Take-Away-Speisen für Angestellte anbietet

29. Sep 2026

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Wirtschaft

Energiekurs Deutschland – Ein Beitrag von Tim Meyer, Energieexperte, Speaker und Berater

Wer heute erfolgreich durch die Energiewelt navigieren will, kommt mit alten Landkarten nicht weit. Zum einen hat sich die geopolitische Tektonik verschoben: Spätestens seit 2021 wissen wir, dass Versorgungssicherheit über Erdgas nur noch mit hohen Kosten und Preisrisiken zu haben ist – seit dem Konflikt an der Straße von Hormus gilt das auch für Kraftstoffe. Wichtiger noch: Die Welt steckt in einer elektrotechnologischen Revolution, die weit über die Energieversorgung hinausreicht. Mobilität, Wärme, industrielle Prozesse und die Fertigung von morgen werden weitgehend elektrisch. Die Märkte haben sich bereits massiv verschoben – nicht nur die deutsche Autoindustrie leidet unter Absatzverlusten einst erfolgreicher Produkte. Treiber ist der globale Boom bei erneuerbaren Energien: Mit ihnen ist Strom so günstig und verfügbar wie nie, und der Preisverfall bei Batteriespeichern gleicht Schwankungen von Wind, Sonne und Verbrauch immer besser aus. Ergebnis: Allein in diese Technologien und den Ausbau der Stromnetze fließen weltweit Investitionen von über 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr – etwa fünfmal so viel wie in neue Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke. Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. So anstrengend diese Gleichzeitigkeit wirkt: Für Menschen und Unternehmen in Deutschland liegen darin große Chancen. Zwei Dinge sind gewiss: Erstens gibt es kein Zurück – geopolitische Spannungen verschwinden nicht, und der technologische Fortschritt bei Clean Tech lässt sich nicht zurückdrehen. Zweitens sind diese Entwicklungen global: Technologien, die wir ohnehin für den Heimatmarkt entwickeln müssen, sind weltweit gefragt und können zur zentralen Säule des dringend nötigen wirtschaftlichen Aufschwungs werden. >Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. Umgekehrt gilt: Wer an alten Plänen und alter Technologie festhält – und sei es neu verpackt als „hocheffiziente Verbrenner“ oder „Grüngas“ –, landet auf dem wirtschaftlichen Abstellgleis. Industrielle Revolutionen kann man nicht aufhalten. Man kann sich nur entscheiden, auf der Gewinner- oder Verliererseite stehen zu wollen. China macht das seit Jahren zur Industriepolitik: vom Abnehmer deutscher Maschinen zum aggressiven Wettbewerber, inklusive Sicherung von Rohstoffen und Lieferketten. Heute ist China globaler Marktführer bei Wind- und Solarenergie, Batterietechnik und E-Mobilität – weitere Angriffe auf deutsche Märkte sind angekündigt, auch bei Wärmepumpen. Es gilt also, aus der Not eine Tugend zu machen: Absicherung gegen fossile Preisrisiken, Investition in Zukunftsmärkte, europäische Resilienz und Klimaschutz sind dabei ein und dasselbe. Die Politik muss diese neue Realität in eine verständliche Energielandkarte übersetzen: Elektrifizierung unserer Volkswirtschaft als verankertes Ziel, politisch gemanagt und mit Investitionen hinterlegt – vor allem durch schnellere Modernisierung der Energieinfrastruktur, also Digitalisierung, effizientere Organisation und Ausbau der Stromnetze. Doch auch ohne den großen politischen Wurf gibt es Lösungen, die sich schon heute lohnen und in die unternehmerische Zukunft weisen. „Energiekurs Deutschland“ zeigt diese Richtungen auf. Je mehr Unternehmen sie jetzt nutzen, desto mehr profitiert die Allgemeinheit – denn Deutschland hat alle Voraussetzungen, sich neu zu erfinden. Wir müssen es nur wollen und anpacken.