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23. Dez 2025

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Gesellschaft

Nur das Beste für meine Liebsten

Journalist: Luisa Riek

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Foto: Travis Dorrington/unsplash

Haustiere sind für die meisten Menschen ihre treuen Begleiter, emotionalen Stützen und besten Freunde. Daher sind auch Pflege und Ausrüstung für unsere liebsten Vierbeiner so wichtig.

Egal, ob Hund, Katze, Hase oder Hamster – jedes Haustier braucht die entsprechende Ausrüstung: von Kratzbaum über Leine, Käfig oder Spielzeug sowie Pflegeprodukte, wie Shampoo oder Fellbürsten. Klassische Spielzeuge können den Alltag mit Tieren genau wie moderne Gadgets enorm bereichern und sowohl Tier als auch Mensch eine große Freude bereiten. Doch es gibt gewisse Aspekte, die man als Haustierhalterin beachten sollte, denn nicht alles, was süß aussieht, ist auch wirklich gut für das Tier.

Der Schutz des eigenen Tieres ist den meisten Tierhaltern fast genauso wichtig, wie der eigene Schutz. Wer also darauf achtet, für sich selbst schadstofffreie und qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen, sollte genauso bei seinem Tier ein Auge darauf haben, wie gut das erworbene Zubehör und Spielzeug geeignet ist. Produkte günstiger Anbieter oder aus qualitativ minderwertigen Produktionen geraten immer wieder in Verruf – aufgrund mangelnder Haltbarkeit, schlechter Verarbeitung oder sogar gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen. Hierbei sind die potenziell bedenklichen Produktionsbedingungen von billig eingekauften Produkten bisher außer Acht gelassen. Produkte sollten stets mit Bedacht gewählt werden!

Haustierhalter werden momentan fast überschwemmt mit einer enormen Auswahl an verschiedenen Angeboten. Produkte für den Tierbedarf gibt es sowohl online als auch in Fachhandlungen oder im stationären Handel zu kaufen, wobei auch das Produktsortiment hier je nach Anbieter stark variiert. Doch woran erkennt man, was wirklich eine sinnvolle Investition ist und womit man seinem Tier gegebenenfalls sogar schaden kann?

Ein bewusster Konsum ist für jeden Lebensbereich wichtig. Auch, wenn es manchmal mühsam erscheint, kann man mit kleinen Änderungen bessere Entscheidungen treffen bei der Wahl der Produkte. Sowohl Mensch als auch Tier können dadurch positiv beeinflusst werden. Die Wahl des passenden Futters spielt eine genauso große Rolle, wie die Entscheidung des Spielzeugs. Dieses sollte frei von gesundheitsbedenklichen Inhaltsstoffen sein und keine Kleinteile beinhalten, an denen sich verletzt werden oder die verschluckt werden könnten.

Ein weit verbreiteter Irrglaube: Nur teure Haustierartikel sind hochwertig. In Wahrheit hängen Sicherheit und Haltbarkeit eher von Material, Verarbeitung und Zertifizierung ab als vom Preis. Viele günstige Produkte bestehen aus robusten Kunststoffen, Naturkautschuk oder Baumwolle, während teure Materialien nicht automatisch sicher sein müssen. Wichtig ist vor allem auch, wie ein Spielzeug oder ein Gadget hergestellt wurde und ob es europäischen Standards entspricht. Für Käuferinnen kann es schwierig sein, da man einem Produkt oft nicht ansieht, ob es wirklich qualitativ hochwertig ist und welche Materialien verarbeitet wurden. Man sollte daher vor allem darauf achten, dass es gewisse Qualitätskontrollen durchlaufen hat.

Gerade, wenn elektronische Teile verbaut sind, ist es umso wichtiger, dass ein ausreichender Sicherheitsstandard vorhanden ist und keine Gefahr besteht, dass das Tier giftige, elektronische Kleinteile verschlucken kann.

Wichtige Hinweise liefern hierbei die Kennzeichnungen, wie beispielsweise die CE-Kennzeichnung. Diese ist kein Qualitätssiegel, sondern zeigt an, dass ein Produkt grundlegende EU-Sicherheitsanforderungen erfüllt. Für viele elektronische Haustiergadgets ist das CE-Zeichen Pflicht, aber leider noch nicht für alle. Gerade, wenn elektronische Teile verbaut sind, ist es umso wichtiger, dass ein ausreichender Sicherheitsstandard vorhanden ist und keine Gefahr besteht, dass das Tier giftige, elektronische Kleinteile verschlucken kann. Auch Chemikalienverordnungen können hilfreiche Hinweise über die Sicherheit des Produktes liefern. Hierbei ist es enorm wichtig, sicherstellen zu können, dass das Spielzeug weder für Mensch noch für Tier gesundheitsschädlich ist.

Sinnvolle Informationsquellen stellen unabhängige Test-Institute dar, die Produkte im Hinblick auf unterschiedliche Eigenschaften untersuchen. Stiftung Warentest setzt sich für den Verbraucherschutz ein und überprüft mithilfe wissenschaftlicher Methoden Qualität und Haltbarkeit. Öko-Test prüft Produkte vor allem hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit und Gesundheitsschädlichkeit, wobei besonders Wert auf Schadstofffreiheit, ökologische Unbedenklichkeit und die soziale Verträglichkeit bei der Herstellung geachtet wird. Da die Testrichtlinien streng sind und von Herstellern nicht beeinflusst werden können, liefern Ergebnisse von unabhängigen Test-Instituten glaubwürdige und sinnvolle Erkenntnisse sowie unbedenkliche Produktempfehlungen. Allgemein geben Hersteller auch häufig ausführliche Informationen zu den beinhalteten Materialien, zur Prüfung von Schadstoffen in den Produkten und zur Belastbarkeit oder Bissfestigkeit der Spielzeuge an. Ein Warnzeichen können hier bereits fehlende Produktinformationen sein.

Weitere, leicht erkennbare Warnzeichen, können intensive Gerüche nach Kunststoff sein, da hierbei wahrscheinlich bedenkliche Weichmacher verarbeitet wurden. Auch bei ungeprüfter Elektronik in Spielzeugen aus Drittstaaten sollte man vorsichtig sein. Allgemein gilt: Sind Produktinformationen oder Siegel und Kennzeichnungen angegeben? Wenn ja, kann man beruhigt sein. Glücklicherweise werden die Regelungen für Tierspielzeug und Zubehör sehr streng kontrolliert und – wenn notwendig – auch angepasst. Sofern ein Produkt den Standard-EU-Richtlinien entspricht, müssen sich Tierhalter also keine Sorgen machen. Diese Informationen sind auch immer sehr leicht zugänglich.

Factbox:

In Deutschland besitzt fast jeder zweite Haushalt ein Haustier. Das beliebteste Tier ist hierbei die Katze, an zweiter Stelle – wenig überraschend: Hunde. An dritter Stelle Kleintiere und Vögel. Haustierpflege und Sicherheit spielen also für Millionen Deutsche eine große Rolle.

23. Jun 2026

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Gesellschaft

Tiergesundheit: Ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz – Ein Beitrag von Judith Schönenstein, Vizepräsidentin Deutscher Tierschutzbund e. V.

Ein Haustier aufzunehmen ist eine wunderbare Entscheidung: Tiere schenken uns Gesellschaft, Freude und oft auch Trost. Sie bereichern unser Leben auf vielfältige Weise und werden für viele Menschen zu echten Familienmitgliedern. Als treue Begleiter verdienen Tiere nicht nur Liebe, Fürsorge, Pflege und eine artgerechte Haltung, sondern auch unseren Schutz. Denn Tiere haben keine Stimme und können sich nicht selbst gegen Vernachlässigung oder nicht tiergerechte Haltungsbedingungen wehren. Trotz der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz leiden tagtäglich zahlreiche Tiere. Der illegale Tierhandel mit zu jungen und oft kranken Hundewelpen floriert, Straßenkatzen kämpfen ohne menschliche Hilfe ums Überleben und Millionen Tiere – darunter auch Katzen und Hunde und vor allem Nager – werden jährlich in Versuchslaboren „verbraucht“. Auch bestimmte Zuchtpraktiken verursachen unnötiges Tierleid: Um bei der Zucht optische Merkmale wie Kulleraugen, kurze Schnauzen, Faltohren oder Farbvariationen im Fell zu erreichen, werden Auswirkungen auf die Tiergesundheit in Kauf genommen. Dabei ist ein Verbot solcher Qualzuchten längst im Tierschutzgesetz verankert – doch die Umsetzung bleibt unzureichend. Um den Tierschutz wirksam zu stärken, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Dazu zählt ein Verbot des Onlinehandels mit Tieren – denn viele Haustiere werden unüberlegt über das Internet gekauft, wo Welpen aus unseriösen Zuchten zigfach zum Kauf angeboten werden. Eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen könnte die Anzahl der Straßenkatzen und damit ihr Leid verringern und – in Kombination mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Hunde – auch überfüllte Tierheime entlasten. Das Qualzuchtverbot muss konkretisiert und erweitert werden. Und es braucht eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. >Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. Dazu gehört auch, sich umfassend zu informieren, wenn man ein Haustier aufnehmen möchte. Wer versteht, wie Tiere fühlen, was sie brauchen und wie sich Krankheiten frühzeitig erkennen lassen, leistet einen wertvollen Beitrag – für das einzelne Tier ebenso wie für das große Ziel: mehr Tierschutz, mehr Tiergesundheit, mehr Mitgefühl. Ein verpflichtender Sachkundenachweis vor der Tieranschaffung könnte helfen, Fehler aus Unwissenheit zu vermeiden. Auch die Kosten, die für Haustiere anfallen – etwa für tiermedizinische Behandlungen – sollten nicht unterschätzt werden. Routinemäßige als auch unvorhergesehene Tierarztbesuche können bisweilen tausende Euro für eine OP oder Behandlung verursachen. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig über eine Tierkrankenversicherung zu informieren. Wer nicht nur einem Tier in Not helfen möchte, sondern auch einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz leisten will, sucht im Tierheim nach dem passenden tierischen Mitbewohner. Tausende Tiere warten hier auf ein neues Für-immer-Zuhause und eine zweite Chance. „Adoptieren statt kaufen“ lautet das Motto!