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22. Dez 2022

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Gesellschaft

Ökologische Nachhaltigkeit im Badezimmer

Journalist: Theodor Krude

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Foto: Diana Akhmetianova/unsplash, Screen Post/unsplash

Ein übermäßiger Verbrauch endlicher Ressourcen hätte folgenschwere Konsequenzen für das entsprechende Ökosystem, aber auch für uns Menschen.

Engagements gegen Zero-Waste und Fridays for Future haben das Thema Nachhaltigkeit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Bewusst Kleidung kaufen und bei Lebensmitteln auf „100 Prozent natürlich“ wertlegen, ist richtig. Nachhaltig leben bedeutet nämlich, auf seinen ökologischen Fußabdruck zu achten und Produkte zu verwenden, die keine Wegwerf-Waren sind, aus erneuerbaren Ressourcen bestehen und möglichst CO2- oder klimaneutraler Herstellung. Wer also nachhaltig lebt, vermeidet bei Konsumgütern Plastik und setzt den Fokus auf wiederverwendbare Produkte ohne schädliche Zusatzstoffe oder Mikroplastik. Neben nachhaltigen Lebensmitteln gibt es zu herkömmlichen Produkten für das Badezimmer auch zahlreiche Alternati-ven aus Naturstoffen. Von der Zahnbürste aus Bambus und Zahnseide aus Maisseide in Glasflakons, über vegane, plastikfreie Zahnpasta und zertifizierte Naturkosmetik wie feste Seife oder Deos. Alles natürlich ohne Aluminiumsalze, Mikroplastik und mindestens umweltfreundlich verpackt. Aufbewahren lässt sich alles in Behältern aus dem Alleskönner Bambus oder Sisalfaser-Säckchen. Klassische nachhaltige Materialien sind Edelstahl, Glas und Baumwolle. Abschminkpads werden wieder gegen Waschlappen ersetzt und Seife wie Lotion in Spender aus Glas genutzt. Wie sieht es dagegen bei der Badeinrichtung aus? Beim ökologisch nachhaltigen Badezimmer geht es in erster Linie ums Wasser- und Energiesparen. Duschen statt Baden ist die einfachste Möglichkeit, den Wasserverbrauch zu reduzieren. Technisch geht es mit wassersparenden Armaturen oder Spülkästen mit Wassersparfunktion. Thermostatarmaturen sind vorteilhaft, um Wasser zum Beispiel mit Solarkollektoren vorzuwärmen. Und moderne LEDs haben eine hohe Lebenserwartung und benöti-gen wesentlich weniger Strom als noch die altbekannten Glühbirnen oder Energie-sparlampen mit Quecksilber. Technische Innovationen gibt es heute reichlich. Doch es geht auch um die Verwendung von langlebigen Produkten aus recycelbaren Materialien. Ob Duschfläche, Badewanne oder Waschtisch. Wer vorhat, sein Bad neu einzurichten, sollte daher unbedingt auf Qualität achten und von Kunststoffen absehen. Stahl und Glas, sind dagegen zwei ganz authentische, natürliche Materialien. Sie bestehen aus Quarz, Feldspat und Mineralien. Emaillierter Stahl stellt somit das wahrscheinlich zukunftsfähigste Material für Sanitär-Produkte dar, da er sich zu 100 % recyceln lässt. Solche Badobjekte sind äußert widerstandsfähig und langlebig. Konsequent ist es dabei auch, auf umwelt-verträgliche Verfahren bei Herstellung, Verpackung, Transport und Entsorgung wertzulegen. Ressourcenschonende und ein auf das Minimum reduzierter Aufwand und möglichst ohne zugekaufte Einzel-Kom-ponenten, die mit Containern nach Europa kommen. Die Entscheidung für hoch-wertige Badobjekte mit zeitloser Ästhetik bedeuten natürlich Mehrkosten. Diese gleichen sich durch die Wertbeständigkeit dank des langen Lebenszyklus mehr als aus, auch zum Schutz unserer Umwelt und mit Blick auf die unsere nachfolgenden Generationen.

Fakten

Ökologische Nachhaltigkeit beschreibt den langfristig rücksichtsvollen Umgang mit nicht unendlich vorhandenen natürlichen Erdressourcen. Unwider-ruflicher Raubbau ist existenz-bedrohend, mit aus ökologischer ökonomischer Sicht weitreichenden Konsequenzen. Daher betrifft es auch die Materialien bei der Herstellung.

29. Dez 2025

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Gesellschaft

Vorsorge ab 50 – Sicherheit für Körper und Konto – Ein Beitrag von Uwe-Matthias Müller, Vorstand des Bundesverbands Initiative 50Plus Europa

Mit dem Älterwerden verändert sich nicht nur der Blick auf das Leben, sondern auch die Verantwortung für die eigene Zukunft. Menschen ab 50 stehen oft mitten im Leben – beruflich erfahren, familiär gefestigt, mit einem klareren Verständnis für das, was wirklich zählt. Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Vorsorge zu treffen: für die Gesundheit und für die Finanzen. **Gesundheit: Früher erkennen, besser leben** Ab 50 steigt das Risiko für chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Wer rechtzeitig handelt, kann Lebensqualität erhalten und Folgeerkrankungen vermeiden. Auch Impfungen, Zahnvorsorge und Krebsscreenings sind wichtige Bausteine. Prävention bedeutet nicht nur Kontrolle, sondern auch aktives Gestalten: Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit sind entscheidende Faktoren für ein vitales Altern. >Mit 50 beginnt eine Phase der Stabilität – aber auch der Weichenstellung. Wer jetzt handelt, profitiert von Zeit, Übersicht und Entscheidungsfreiheit. Vorsorge ist kein Zeichen von Angst, sondern von Verantwortung. **Finanzen: Klarheit schafft Freiheit** Finanzielle Vorsorge ist ebenso zentral. Die gesetzliche Rente allein reicht oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Wer frühzeitig private Altersvorsorge betreibt – sei es durch Immobilien, Versicherungen oder Fonds – schafft sich Spielraum für die Zukunft. Auch das Thema Pflege sollte nicht verdrängt werden: Eine Pflegezusatzversicherung oder ein klarer Vorsorgeplan kann im Ernstfall Entlastung bringen. Wichtig ist, regelmäßig zu prüfen: Sind alle Unterlagen aktuell? Gibt es eine Patientenverfügung oder ein Testament? Wer vorbereitet ist, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch Angehörige. **Warum jetzt?** Mit 50 beginnt eine Phase der Stabilität – aber auch der Weichenstellung. Wer jetzt handelt, profitiert von Zeit, Übersicht und Entscheidungsfreiheit. Vorsorge ist kein Zeichen von Angst, sondern von Verantwortung. Sie schafft Sicherheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, das Leben auch im Alter aktiv zu gestalten. ## Fazit Vorsorge ab 50 ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie bedeutet, das Leben bewusst in die Hand zu nehmen – für mehr Gesundheit, finanzielle Stabilität und innere Ruhe. Wer heute vorsorgt, lebt morgen entspannter.

23. Dez 2025

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Gesellschaft

Warum es so wichtig ist, konsequent nachhaltig zu bauen – Ein Beitrag von Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand DGNB e.V.

Nachhaltiges Bauen bedeutet weit mehr als energieeffiziente Gebäude oder den Einsatz ökologischer Materialien. Es beschreibt einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg betrachtet werden: von der Planung über den Bau und die Nutzung bis hin zu Umbaumaßnahmen oder den Rückbau. Ziel ist es, Umweltbelastungen zu minimieren, Ressourcen zu schonen, Menschen gesunde und lebenswerte Räume zu bieten und gleichzeitig wirtschaftlich sinnvolle Lösungen zu schaffen. Stand heute ist der Bausektor nach wie vor für einen erheblichen Teil der globalen CO2-Emissionen, den Verbrauch natürlicher Ressourcen und den zunehmenden Verlust der Biodiversität verantwortlich. Gleichzeitig verbringen wir den Großteil unseres Lebens in geschlossenen Räumen, die unser Wohlbefinden stärken sollen, ohne dabei die Zukunft unseres Planeten zu gefährden. Zudem leben immer mehr Menschen in der Stadt. Der Bedarf an attraktiven und dazu noch klimaresilient gestalteten Freiräumen wächst. Nachhaltige Architektur bietet einen ganzheitlichen Ansatz, um die Klimakrise zu bekämpfen, soziale Gerechtigkeit zu fördern und langfristige wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. Wie ein Perspektivwechsel in diese Richtung gelingen kann, zeigen wir noch bis zum 28. Januar 2026 mit der ersten DGNB Ausstellung „What If: A Change of Perspective“ in der Berliner Architekturgalerie Aedes. Die Ausstellung fordert Besucherinnen und Besucher dazu auf, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und die Themenvielfalt des nachhaltigen Bauens neu und unvoreingenommen auf sich wirken zu lassen. >Nachhaltige Architektur bietet einen ganzheitlichen Ansatz, um die Klimakrise zu bekämpfen, soziale Gerechtigkeit zu fördern und langfristige wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. Anhand gebauter Beispiele wird deutlich, dass viele Lösungen bereits existieren. So erfährt der Besuchende anschaulich, wie Gebäude klima- und ressourcenschonend geplant werden können, indem Materialien im Kreislauf geführt, Energie effizient genutzt oder sogar erzeugt wird und der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes berücksichtigt bleibt. Ebenso thematisiert werden Klimaanpassung und Resilienz: durch kluge Gestaltung, Begrünung und Freiräume können Gebäude und Städte besser mit Hitze, Starkregen oder Trockenperioden umgehen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Menschen. Nachhaltiges Bauen stellt das Wohlbefinden, die Gesundheit und das soziale Miteinander in den Mittelpunkt. Architektur kann Begegnung fördern, Identität stiften und bezahlbaren Wohnraum schaffen, ohne dabei die Umwelt aus dem Blick zu verlieren. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit bestehenden Gebäuden spielt eine zentrale Rolle. Sanieren, Umnutzen und Weiterbauen im Bestand werden als Strategien gezeigt, um Flächen zu schützen und Ressourcen zu sparen. Nicht zuletzt wird klar, dass Nachhaltigkeit keine Kostenspirale sein muss. Ganzheitlich geplante Gebäude sind oft wirtschaftlicher, weil sie langfristig Betriebskosten senken, Risiken minimieren und ihren Wert erhalten oder steigern. Nachhaltiges Bauen ist kein abstraktes Expertenthema und schon gar keine Zukunftsvision, sondern eine konkrete Chance. Für lebenswerte Städte, für gesunde Räume und für eine gebaute Umwelt, die den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen ist. Als inhaltlich getriebener Non-Profit-Verein begreifen wir das nachhaltige Bauen seit unserer Gründung vor 18 Jahren als gesellschaftliche Aufgabe, nach der wir unser Handeln ausrichten. Mit der Ausstellung laden wir jeden einzelnen ein, genauer hinzusehen, weiterzudenken und selbst Teil des Wandels zu werden. Weitere Informationen gibt es unter www.dgnb.de/aedes