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28. Mai 2021

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Business

Reform für die Elektromobilität

Journalist: Jakob Bratsch

In einer Pressekonferenz des Bundesverbandes eMobilität sprach der Präsident Kurt Sigl über noch erforderliche und noch zu erreichende Meilensteine, um die Verkehrswende realisieren und Klimaziele ein-halten zu können. Dies richtet sich insbesondere an die Verwaltungs- und Regierungsinstitutionen. 

Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbandes eMobilität; Foto: Presse

Die beschlossenen Klimaziele der Europäischen Union seien hoch-gesteckt, aber machbar. Hierfür wird allerdings der Ausbau von Elektromobilität nötig sein, so Sigl: „Fördermillionen allein liefern keine Verkehrswende.“ Es sei mehr als bedeutsam, zu erkennen, dass der Umstieg auf Elektromobilität der einzig verfügbare Weg des Verkehrssektor sei, um die Vorgaben und Ziele zu erreichen. Sigl fordert eine klare und eindeutige Strategie von Wirtschaft und Verwaltung, sodass, neben den Kaufan-reizen für EndkundInnen auch die Verkehrspolitik sinnvoll sei und ihren Beitrag zur Verkehrswende beitrage. Momentan verweile die Regierung laut BEM weit unter den Möglichkeiten für eine gelingende Verkehrswende. 

Außerdem betont Sigl, dass sich Veränderungen und Innovationen nicht nur auf den Kfw-Bereich beschränken, im Gegen-teil: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum dieses Land seine Tatkraft immer nur im Auto sieht und die Wertschöpfung in den anderen Bereichen ignoriert.“ Dazu zählt er beispielsweise Baumaschinen, Transportgeräte, Leichtfahrzeuge sowie Fahrzeuge aus der Schiffs- und Luftfahrt. Hier sieht er viel Potenzial in puncto Aus-bau entsprechender Infrastruktur sowie Wertschöpfung. Dies dürfe nicht vernachlässigt werden.

Um die Elektromobilität erfolgreich vor-anzutreiben, ist auch das Voranschreiten der Digitalisierung von sämtlicher auf Mobilität bezogener Prozesse elementar. Sigl dazu: „Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass sich in Fragen digitaler Verwaltung und digitaler Signatur nichts getan hat. Hier besteht erheblicher Handlungsbedarf.“  

Der BEM befürwortet zudem ein Tempo-limit von 130 km/h, um die Künstliche Intelligenz im Mobilitätsbereich weiter zu entwickeln – unter sicheren und funktionellen Aspekten. 

2. Apr 2026

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Business

Daten als Fundament moderner Wertschöpfung – mit Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich

![Andreas Wagner Atelier Schulte 4 Kopie Onlinejpg.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Andreas_Wagner_Atelier_Schulte_4_Kopie_Onlinejpg_ba179e5e36.jpg) ``` Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich ``` Moderne Wertschöpfungsnetzwerke bestehen aus eng verknüpften Prozessen in Planung, Beschaffung, Produktion und Logistik. Um diese komplexen Systeme besser steuern zu können, setzen Unternehmen zunehmend auf Plattformen, die Anwendungen, Daten und Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg miteinander verbinden. So entstehen gemeinsame Datenräume, in denen Informationen aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt und analysiert werden können. Zunehmend werden dafür standardisierte Datenprodukte aufgebaut, die Informationen strukturiert bereitstellen und für Analysen nutzbar machen. „Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild“, sagt Andreas J. Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich. Datenmodelle und analytische Systeme helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen und mögliche Handlungsoptionen abzuleiten. „Die Herausforderung liegt heute weniger im Sammeln von Daten als darin, aus ihnen fundierte Entscheidungen zu entwickeln“, so Wagner. >Erst, wenn Daten aus verschiedenen Teilen der Wertschöpfung miteinander verknüpft sind, entsteht ein belastbares Gesamtbild.

2. Apr 2026

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„Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor“ – mit Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria

![Michael Rauhofer_Büro Online.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Michael_Rauhofer_Buero_Online_6096b75223.jpg) ``` Michael Rauhofer, Managing Director European Logistics bei DACHSER Austria ``` In der Logistik zahlt sich Nachhaltigkeit für die Unternehmen immer dann aus, wenn sie Kosten stabilisiert, Risiken reduziert und die Effizienz erhöht. Wer Emissionen senkt, reduziert oft auch Energie und Mautkosten und macht seine Lieferketten robuster. Entscheidend ist, Nachhaltigkeit als Business Case zu denken: etwa durch intermodale Konzepte und kombinierte Verkehre, die wirtschaftlich sind und gleichzeitig CO₂ sparen. Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. >Nachhaltigkeit ist also kein Klotz am Bein, sondern im Gegenteil: Sie wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Für Unternehmen sind auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit drei Schritte entscheidend. Erstens Transparenz bei den Daten – etwa über Sendungen, Laufzeiten oder Emissionen. Zweitens eine klare Dekarbonisierungs Roadmap. Das umfasst Flotte, Modal Shift, aber auch die Einbindung von Partnern. Und drittens der verantwortungsvolle Einsatz von Digitalisierung und KI. Das heißt: saubere Daten, klar definierte Anwendungsfälle, geschulte Mitarbeitende und von Anfang an mitgedachte Compliance.