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18. Mär 2026

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Lifestyle

Schlafen mit der ganzen Familie

Journalist: Silja Ahlemeyer

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Foto: Getty Images/unsplash

Familienbetten bieten mehr Platz, Nähe und Flexibilität im Alltag. Warum immer mehr Väter, Mütter und Kinder auf eine breite Schlafstätte für Alle setzen.

Wenn kleine Kinder nachts aufwachen, kommen sie nicht selten ins Bett der Eltern getrappelt, oder sie weinen und rufen so lange, bis Mama oder Papa aufstehen und nach ihnen sehen. In beiden Fällen wird die Nachtruhe aller Familienmitglieder gestört. Es geht jedoch auch anders. In vielen Kulturen schlafen kleine Kinder von jeher im Bett der Eltern, auch in Deutschland nimmt diese Praxis wieder verstärkt zu. Während noch in den 80er- und 90er-Jahren häufig empfohlen wurde, Kinder möglichst früh an ein eigenes Bett zu gewöhnen, entscheiden sich heute viele Familien bewusst für mehr Nähe in der Nacht. Klassische Doppelbetten bieten hier allerdings selten genug Platz. Wer sich zu dritt oder viert die klassischen 1,80 Meter teilt, wacht morgens wie gerädert auf. Abhilfe schaffen Familienbetten. Diese sind deutlich breiter und bieten ausreichend Platz für Eltern und (mehrere) Kinder. Mit durchgängigen Breiten ab 2,40 Metern entsteht genug Raum, damit alle bequem schlafen können, ohne sich gegenseitig einzuengen.

Für die meisten Familien steht dabei vor allem das Bedürfnis nach Nähe im Vordergrund. Gerade jüngere Kinder suchen nachts häufig die Sicherheit der Eltern. Ein gemeinsamer Schlafplatz kann ihnen ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln und nächtliche Unruhe reduzieren. Eltern wiederum müssen nicht mehrfach aufstehen, um ihr Kind zu beruhigen, wenn es allein im Kinderzimmer liegt und weint. Ist ein zweites Baby frisch in die Familie gekommen, ist ein breites Familienbett oft doppelt praktisch: Da das Neugeborene in vielen Fällen sowieso die ersten paar Monate im Elternschlafzimmer schläft, fühlt sich der große Bruder oder die ältere Schwester nachts bei Mama und Papa nicht ausgeschlossen, sondern kann ebenfalls ganz bewusst die Präsenz des Geschwisters spüren und gleichzeitig die Nähe und Verbindung mit den Eltern erleben, die im stressigen Alltag schnell etwas kurz kommen kann. Und ein prima Ort, um zu stillen und gleichzeitig dem großen Kind vorzulesen, ist ein kuscheliges Familienbett allemal.

Gerade jüngere Kinder suchen nachts häufig die Sicherheit der Eltern. Ein gemeinsamer Schlafplatz kann ihnen ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln und nächtliche Unruhe reduzieren.

Doch kann es nicht auch eng und unruhig werden, wenn Eltern und Kinder so eng beieinander schlafen? Vierfachvater Christoph von Lieres aus Meckenbeuren hat das ganz anderes erlebt. „In der Höchstbesetzung haben wir mit sechs Personen in unserem Familienbett geschlafen“, erzählt er. „Wenn ich beruflichen Stress hatte, bin ich manchmal in ein Einzelbett im anderen Raum umgezogen. Dann bin ich nachts aufgewacht, habe gegrübelt, mich gedanklich mit meiner Arbeit beschäftigt, und dachte dann: Was soll das? Da liege ich doch lieber bei meiner Familie, da weiß ich wenigstens, wofür ich arbeite“, schmunzelt er.

Neben der Größe spielt auch die Konstruktion eine wichtige Rolle. Familienbetten müssen stabil gebaut sein, damit mehrere Personen problemlos darauf schlafen können. Hochwertige Materialien und eine solide Verarbeitung mit mehreren Standfüßen sorgen dafür, dass das Bett langfristig genutzt werden kann. Viele Modelle sind zudem modular aufgebaut und lassen sich an veränderte Bedürfnisse anpassen. Wenn man das Bett vorher richtig plant, ist es auch möglich, es wieder zu einem regulären Doppelbett zurückzubauen, sobald das letzte Kind fest und regelmäßig in seinem eigenen Zimmer durchschläft.

FACTBOX:

Wie gelingt der Umzug des Kindes ins eigene Bett? Vor allem möglichst ohne Druck. Eltern sollten das Kind an den neuen Schlafplatz gewöhnen, indem es tagsüber im eigenen Bett spielen oder Bücher angucken darf und in ruhiger Atmosphäre erklären, warum das Kind allein schlafen soll. Bei „Rückfällen“ gelassen bleiben.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.