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30. Apr 2026

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Lifestyle

Selbstgebaute Möbel sind cool und bleiben ein Leben lang im Haus! – mit Alex Johnson alias easyAlex, DIY-Influencer

Journalist: Katja Deutsch

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Foto: Presse, Getty Images/unsplash

Seit 2018 begeistert Alex Johnson alias easyAlex mit kreativen DIY-Projekten auf YouTube (270.000 Abonnenten) und Instagram (1,4 Millionen Follower). Der studierte Verpackungsdesigner bringt keine klassische Handwerkslehre mit, sondern hat seinem Vater jahrelang bei der Hausrenovierung geholfen. Heute inspiriert easyAlex mit seinen cleveren Ideen eine riesige Fangemeinde.

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Alex Johnson alias easyAlex, DIY-Influencer

Alex, seit Jahren postest Du mit viel Spaß Videos von anspruchsvollen handwerklichen Projekten. Wie kam es dazu? Während meiner Bachelorarbeit 2018 habe ich meinen eigenen YouTube-Kanal gestartet, nachdem ich zuvor gemeinsam mit meiner Frau während eines Aufenthalts in Neuseeland Vlogs über unseren Alltag und den Ausbau unseres Minivans veröffentlicht hatte. Aber durch meinen Vater habe ich früh gelernt, mich „an Sachen ranzutrauen“ und damit angefangen, eigene Möbel zu bauen.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in deinen DIY-Projekten? Ich mache auch gerne UpCycling-Projekte. Wenn Sachen aus dem Müll gerettet werden, man sie schleift, streicht, ein bisschen umbaut und sie moderner macht, ist das auf jeden Fall super nachhaltig! Außerdem verwende ich bewusst hochwertiges Massivholz statt kurzlebiger Pressspan-Möbel, weil es super langlebig ist. Selbstgebaute Möbel behält man viel länger als gekaufte, sie haben einfach einen besonderen Wert und werden viel seltener weggeworfen oder verkauft. Selbst wenn man sein selbst gebautes Möbelstück irgendwann nicht mehr braucht, kann man es wieder auseinanderbauen und das Holz anderweitig einsetzen. Dadurch sind DIY-Projekte oft nachhaltiger als gekaufte Massenware.

Du machst häufig Innenausbau. Worauf achtest du beim Material und wo findest du immer wieder tolle Dinge? Ich achte vor allem auf hochwertige, langlebige Materialien wie Massivholz und arbeite besonders gern mit Multiplex, weil es stabil, formbeständig und durch die sichtbaren Schichten optisch spannend ist. Die Platten bekommt man im Baumarkt oft direkt zugeschnitten, sodass man mit guter Planung und einem Akkuschrauber schon viel selbst bauen kann. Außerdem kombiniere ich gern unerwartete Materialien, etwa Doppelstegplatten aus dem Gewächshausbereich als Schranktüren. Ich liebe es einfach, durch den Baumarkt zu gehen und Materialien zu entdecken, und bekomme dann sofort Ideen – Baumärkte sind echt Inspirationsquellen Nummer eins! Aber ich lasse mich auch immer in Cafés und Wohnungen von Freunden inspirieren. Oft sehe ich etwas und kombiniere es dann mit anderem und so entstehen richtig coole Sachen.

Ist selber machen wirklich günstiger? Selbermachen kann sehr viel günstiger sein, vor allem, wenn man Zuschnitte im Baumarkt nutzt und zum Beispiel IKEA-Korpusse mit selbstgebauten Fronten kombiniert. So bekommt man die Optik eines hochwertigen Einbauschranks deutlich preiswerter als beim Schreiner. Für viele Projekte reichen wenige Werkzeuge wie Akkuschrauber, Stichsäge und Schleifer; mit etwa 250 Euro ist man dafür gut ausgestattet. Wer nur ein einziges Möbel bauen will, spart nicht unbedingt, aber wer öfter loslegt, investiert langfristig sinnvoll und erhält zudem langlebigere Qualität, etwa durch Massivholz statt Pressspan.

Warum macht DIY happy? Ich finde einfach, der Prozess an sich macht am meisten Spaß! Gerade dieses Struggeln und Zweifeln, und dann doch dranbleiben, macht es so spannend und attraktiv. Und am Ende zu sehen, dass es doch funktioniert und man ein ganz individuelles Möbelstück hat, macht unglaublich stolz. Außerdem hat handwerkliche Arbeit für mich etwas Meditatives: Man ist ganz im Moment und fühlt sich danach erfüllt, glücklich und erholt.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.