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29. Apr 2026

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Lifestyle

Zwischen Good-Vibes und Sommergefühlen – Im Interview mit Álvaro Soler, Musiker

Journalist: Silja Ahlemeyer

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Foto: Jakob Marwein

Mit seiner Musik bringt Álvaro Soler Sommergefühle auf die Bühne. In diesem Interview spricht er über Reisen, Inspiration und besondere Momente.

Deine Musik wirkt sehr fröhlich und positiv. Wie hast du deinen Musikstil gefunden? Es war viel Ausprobieren. Früher konnte ich mich nicht auf einen Stil festlegen. Und als ich es dann auf Spanisch probiert hatte, in dem positiven Good Vibe, den man heute von mir kennt, hat es mit den Leuten connected. Und ich war einfach froh darüber, dass es erfolgreich wurde und bin dadurch zu meinem Stil gekommen.

Wie entsteht für dich ein echtes Sommergefühl? Für mich muss definitiv die Temperatur stimmen. Wenn es nicht richtig warm ist, dann ist für mich auch kein Sommer. Dass man morgens draußen in der Sonne frühstücken und ins Meer springen kann. Und generell mit der Natur verbunden zu sein und all das mit Familie und Freunden teilen zu können. Die Kombination aus guter Begleitung, Musik, strahlender Sonne und sich entspannt treiben lassen zu können, ist für mich ein echtes Sommergefühl.

Du bist viel zwischen Kulturen unterwegs – wo fühlt sich Sommer für dich am „echtesten“ an? An der Costa Brava in der Gegend von Barcelona. Dieser Ort ist für mich meine Heimat und meine Kindheit. Auch als ich in Japan gelebt habe, sind meine Familie und ich jedes Jahr zurück nach Spanien geflogen, um den Sommer im Haus am Meer zu verbringen und es war wunderschön.

Welche Rolle spielen Musik, Reisen, kulturelle Vielfalt und gemeinsame Momente unter freiem Himmel? Für mich ist das die perfekte Beschreibung eines Open-Air-Festivals auf Tour. Wenn man auch in verschiedenen Ländern unterwegs ist, sind die Lage, die Leute, die Gerüche und so vieles mehr ständig anders. Es macht einfach total Spaß, im Freien zu spielen. Man fühlt sich irgendwie mit dem Leben mehr verbunden. Und wenn ich dann auch noch mit einer tollen Band unterwegs sein darf, dann ist es die Krönung.

Was nimmst du von deinen Reisen mit, das später in deine Musik einfließt? Am ehesten sind es Instrumente und Geschichten, die dann in gewisser Weise auf musikalischer Ebene oder in meine Texte mit einfließen.

Was brauchst du, um nach einem Konzert wieder bei dir selbst anzukommen? Nach Konzerten brauche ich vor allem Ruhe. Direkt danach gehe ich mit der ganzen Band in den Backstagebereich und wir ziehen uns für einen kurzen Moment zurück. Eine stille Minute in vollkommener Ruhe, um wieder bei sich anzukommen, da es in den Ohren ganz schön dröhnen und piepen kann. Auch gehe ich gerne nach einem Konzert duschen. Das ist für mich wie ein kleiner Spa-Moment, wo ich ganz für mich allein bin, was auch einen großen Kontrast zu einem Konzert voller Menschen um mich herum darstellt.

Die Kombination aus guter Begleitung, Musik, strahlender Sonne und sich entspannt treiben lassen zu können, ist für mich ein echtes Sommergefühl.

Wie fühlt sich ein Sommer auf Tour im Vergleich zu einem „freien“ Sommer an? Während Konzerten oder generell auf Tour muss man sehr auf seine Stimme aufpassen, um sie nicht zu überreizen und auch darauf, immer 100 Prozent fit zu sein. Das heißt, man kann nie komplett loslassen und man muss diszipliniert bleiben; einfach, weil Stimme und Körper das Wichtigste sind. Aber ich muss auch zugeben, dass man durch eine Tour an Orte kommt, zu denen man sonst nicht unbedingt hinkommt. Zum Beispiel mit dem Tourbus unterwegs zu sein und morgens in einer anderen Stadt aufzuwachen, finde ich sehr schön und bereichernd. Ich freue mich sehr, den Vergleich und das Gefühl eines freien Sommers mal wieder zu erleben.

Schreibst du im Sommer anders als im Winter? Ich finde ja, vielleicht merkt man es auch etwas in meinen Songs. Ein Song des letzten Albums ist im Winter entstanden. Ich habe ihn geschrieben, um mich gedanklich aus dem grauen, kalten Berliner Winter weg zu transportieren. Und der Song verkörpert pure und ehrliche Sehnsucht nach einem schönen Ort und Erinnerungen, die ich zum Ausdruck bringe. Im Sommer hingegen kann es dann eher ein deskriptiver Song sein, in dem ich dann mehr beschreibe, was ich sehe und fühle. Aber ob es die Zuhörenden am Ende bemerken, das weiß ich nicht.

Wenn du den bevorstehenden Sommer in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das? Miteinander, Disziplin, Dankbarkeit.

Was macht den Sommer 2026 für dich persönlich besonders? Den diesjährigen Sommer 2026 werde ich in vollen Zügen genießen. Mit der Tour und den neuen Sachen, die wir vorbereitet haben, wird das glaube ich ein toller Konzertsommer. Und ich freue mich darauf, es mit den Menschen zu teilen und neue Orte kennenzulernen.

Es macht einfach total Spaß, im Freien zu spielen. Man fühlt sich irgendwie mit dem Leben mehr verbunden.

FACTBOX

Sonne, Musik und gute Laune – dafür steht Álvaro Soler. Der Musiker schöpft seine Inspiration aus Reisen und kultureller Vielfalt. Abseits der Bühne liebt er kleine Challenges, von Latte Art bis Schwimmtraining im offenen Meer. Sein perfekter Sommer? In der Natur, mit guter Musik und in Gemeinschaft.

29. Apr 2026

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Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.

28. Apr 2026

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Lifestyle

3 Fragen an … – mit Jan von Urbanowicz, Bergzeit-Host und Bergsport-Experte

![Jan Online.png](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Jan_Online_a2faef64e9.png) ``` Jan von Urbanowicz, Bergzeit-Host und Bergsport-Experte ``` **1. Welche Entwicklungen prägen aktuell das Wandern?** Wandern wird ein vielfältiger Lifestyle: Immer mehr Menschen lernen die Zeit in der Natur zu schätzen – auf ihre ganz persönliche Art und Weise. Vom Mikroabenteuer direkt vor der Haustür über Entschleunigung beim Softhiking bis hin zu anspruchsvollen Touren im Hochgebirge oder auf Fernwanderwegen. Dementsprechend breiter wird auch das Wandersortiment und damit das Bedürfnis nach individueller Beratung. **2. Welche Wander-Gadgets sind unabdingbar?** Unverzichtbar sind gutsitzende Wanderschuhe, funktionale Bekleidung im Schichtprinzip, ein passender Rucksack und ein Erste-Hilfe-Set. Dazu kommen – je nach Tour – noch andere Ausrüstungsgegenstände wie Wanderstöcke, Verpflegung oder auch Kartenmaterial; sollten die digitalen Helferlein bei der Tourenplanung mal versagen. **3. Was sollte ich beim Kauf in puncto Nachhaltigkeit beachten?** Sich zuerst fragen, ob der Kauf wirklich notwendig ist. Dann bei der Auswahl der Produkte auf langlebige Materialien und eine transparente Herkunft achten. Siegel wie bluesign® oder Fair Wear geben hier eine gute Orientierung. Immer mehr Fachhändler wie Bergzeit bieten mittlerweile auch Second Hand-Shops und Reparaturservices an oder kennzeichnen Produkte mit nachhaltigen Merkmalen.