Diesen Artikel teilen:

29. Apr 2026

|

Lifestyle

Und dann war meine Tasche weg

Journalist: Katja Deutsch

|

Foto: CardMapr.nl/unsplash

Gerade im Urlaub ist ein Diebstahl besonders belastend. Warum ein Notfallplan jetzt sinnvoll ist – und was ein ausgedrucktes Foto damit zu tun hat.

Das Essen in der schicken Strandbar war wunderbar, der Sonnenuntergang zauberhaft – doch wo ist nur die Handtasche, die gerade noch an der Stuhllehne hing? Offensichtlich wurde sie gestohlen. Dumm nur, wenn sich darin nicht nur Bargeld, sondern auch Kreditkarten und Ausweisdokumente befanden. Wie soll man jetzt sein Essen bezahlen und wie soll man nach Hause fliegen?

Geklaut wird überall, an touristischen Hotspots jedoch besonders gerne. Die Diebe sind dort besonders geschickt und rabiat. In der Öffentlichkeit sehr wachsam zu sein, ist die beste Vorsorge, sich im Vorfeld gegen mögliche Diebstähle abzusichern, ist zumindest sinnvoll. Wenn man sich bereits zu Hause in Ruhe Gedanken über einen Plan für Notfälle in fremden Ländern macht, kann das im Ernstfall vieles erleichtern. Das betrifft nicht nur Diebstähle, sondern auch Fälle von „höherer Gewalt“ wie Naturkatastrophen, Krankheiten, Streiks und politische Unruhen. Ein klarer Notfallplan hilft dabei, auch in stressigen oder gefährlichen Situationen ruhig und handlungsfähig zu bleiben.

Zur Vorsorge gehört es beispielsweise, wichtige Telefonnummern wie die von Botschaften, Versicherungen, Notdiensten oder Angehörigen griffbereit zu haben. Ebenso sinnvoll ist es, Kopien wichtiger Dokumente wie Reisepass, Ausweis und Versicherungsunterlagen digital oder ausgedruckt mitzuführen – aber nicht in der Handtasche. Sicherheitskopien bringen nichts, wenn sie zusammen mit den Originalen aufbewahrt werden. Sie sollten also immer woanders verstaut werden. Ganz oben auf der Liste sollte die Telefonnummer stehen, mit der man im Falle eines Diebstahls oder Verlusts seine Kreditkarte sperren lassen kann.

Sicherheitskopien bringen nichts, wenn sie zusammen mit den Originalen aufbewahrt werden.

Wenn der Reisepass abhandengekommen ist, müssen Betroffene sich zunächst an die örtliche Polizei wenden und den Verlust oder Diebstahl offiziell melden. Diese polizeiliche Verlustanzeige wird in der Regel für die Beantragung eines neuen Reisepasses bei der deutschen Botschaft oder dem Konsulat benötigt. Zusätzlich ist in der Regel ein aktuelles – ausgedrucktes! – Passfoto erforderlich, ebenso wie ein Nachweis der eigenen Identität, zum Beispiel in Form einer Kopie des alten Reisepasses, des Personalausweises oder anderer amtlicher Dokumente. Liegen Kopien der verlorenen Ausweispapiere vor, kann die Ausstellung des Ersatzdokuments häufig deutlich schneller erfolgen. Wer also Kopien seiner wichtigsten Dokumente digital speichert oder separat im Gepäck aufbewahrt und zur Sicherheit ein Passfoto im Koffer hat, dem wird im Ernstfall der Ablauf erheblich erleichtert.

Da es in vielen Großstädten mittlerweile hervorragend organisierte Banden gibt, die Handys stehlen, lohnt es sich auch, ein zweites Handy einzupacken – natürlich ebenfalls getrennt vom eigentlichen Smartphone. Es kann sich dabei um das älteste Modell handeln, das sich zu Hause finden lässt, hauptsache, man kann damit telefonieren und ist erreichbar.

Insgesamt sorgt ein Notfallplan für mehr Sicherheit und ein beruhigendes Gefühl während der Reise. Sehr risikobewusste Reisende legen auch fest, was im Falle eines schweren Unfalls oder des Todesfalles geschehen soll. Alle anderen können darauf achten, nicht in der Öffentlichkeit zu telefonieren, und die Handtasche beim Essen auf den Schoß zu legen beziehungsweise nur das für den Abend erforderliche Bargeld einzustecken. Das verhindert bereits einen Großteil aller Diebstähle.

Da es in vielen Großstädten mittlerweile hervorragend organisierte Banden gibt, die Handys stehlen, lohnt es sich auch, ein zweites Handy einzupacken.

29. Apr 2026

|

Lifestyle

Sommermomente in Nah und Fern – Ein Beitrag von Lena Martin (@inspirationdelavie), Reisebloggerin und Content Creatorin

Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Städtereisen sind dabei für viele längst zu einer der liebsten Formen geworden, kurze Auszeiten zu nehmen: Rund 34 Millionen Menschen in Deutschland zieht es jedes Jahr in eine Stadt. Dabei geht der Blick immer häufiger weg von den großen Klassikern wie Berlin oder Paris und hin zu Orten, die leiser erzählen, aber oft länger nachklingen. Städte wie Brügge mit ihren verwunschenen Gassen und stillen Grachten oder die Küstenregionen Andalusiens mit ihren weiten Ausblicken, kleinen Hafenstädten und dem lebendigen Málaga zeigen, wie viel Charme abseits der bekannten Routen steckt. Neben bekannten Sehnsuchtsorten wie Marseille oder Bremen stehen auf meiner persönlichen Bucket-List Städte wie Kopenhagen, Porto oder Gent. Orte, die Kultur, entspanntes Lebensgefühl und kulinarische Vielfalt auf ganz eigene Weise verbinden und genau deshalb im Gedächtnis bleiben. Innerhalb Deutschlands zeigt sich, wie unterschätzt viele Destinationen noch immer sind! Ob Regensburg, Bamberg oder Pottenstein im Süden, Jena und Dresden im Osten, Lüneburg und Lübeck im Norden oder Saarburg, Wiesbaden und Baden-Baden im Westen – jede Region hat ihre eigenen „Perlen“, die es zu entdecken gilt. Gerade diese Orte sind perfekt für den Trend des Slow-Travels: durch Altstädte schlendern, architektonische Details entdecken und zwischendurch immer wieder innehalten, um regionale Spezialitäten zu genießen. >Der Sommer ist wie eine offene Tür nach draußen: Eine Einladung, Neues zu entdecken, Bekanntes anders zu sehen und sich einfach treiben zu lassen. Denn Kulinarik ist einer der wichtigsten Bestandteile moderner Städtereisen. Besondere Märkte, kleine Cafés, lokale Restaurants und kreative Food-Konzepte prägen das Erlebnis ebenso wie Sehenswürdigkeiten. Regionale Produkte, saisonale Gerichte und authentische Küche schaffen eine Verbindung zum Reiseziel, die weit über das Visuelle hinausgeht. Genau diese Mischung aus Entdecken und Genießen macht den Reiz vieler kleinerer Städte aus. Auch für Kurztrips und verlängerte Wochenenden bieten sich unzählige Möglichkeiten: Naturregionen wie das Fichtelgebirge, der Pfälzerwald oder der Schwarzwald verbinden Natur, kleine Wanderungen und Erholung mit kulinarischen Highlights. Ergänzt wird dieses Angebot durch charmante Kleinstädte und Ausflugsziele, die sich ideal für spontane Reisen eignen. Auch in unseren Nachbarländern zeigt sich dieses neue Reisegefühl ganz deutlich. Städte wie Straßburg, Dinant, Luxemburg oder Groningen stehen sinnbildlich für eine Art des Reisens, bei der es weniger um Größe oder Bekanntheit geht, sondern um Atmosphäre, Lebensgefühl und diese kleinen, unerwarteten Details, die einen Ort unverwechselbar machen. Der Sommer lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und vor allem Unbekanntem eine Chance zu geben. Wer sich darauf einlässt, merkt schnell: Die schönsten Reiseerlebnisse entstehen oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet – abseits der Touristenpfade, irgendwo zwischen kleinen Gassen, regionalen Köstlichkeiten und dem Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.