11. Jun 2026
|
Lifestyle
Journalist: Chan Sidki-Lundius
|
Foto: Smileyhi/unsplash
Wie wird man eigentlich Rennfahrer? Der Weg in den Motorsport ist anspruchsvoll, aber auch für Einsteiger durchaus machbar.
Das Aufheulen der Motoren hören, den Puls der Geschwindigkeit spüren und Gas geben, weil jede Sekunde zählt. Rasante Überholmanöver, packende Duelle und die Faszination, ein Fahrzeug am Limit zu bewegen. Jede Runde eine neue Chance, jeder Start ein neues Abenteuer. Motorsport, das ist Emotion und Präzision, Mut und Adrenalin. Und Leidenschaft für Technik, denn auf der Rennstrecke verschmelzen Mensch und Maschine zu einer Einheit.
Wahre Meister ihres Fachs sind Michael Schumacher und Sebastian Vettel. Was die Formel-1-Legenden gemeinsam haben? Extrem viele Titelgewinne. Außerdem begannen sie beide ihre Karriere im Kartsport – ein klassischer Weg, um eines Tages professioneller Rennfahrer zu werden, ob in der Formel 1, DTM oder im Rallyesport.
Kartbahnen sind ideal, um Fahrzeugbeherrschung, Reaktionsvermögen und Rennverständnis zu entwickeln. Für Hobbyrennfahrer im Kart gibt es neben Rennen im geliehenen Kart auch Rennserien für Kartbesitzer. Los geht es häufig mit dem ADAC Kart Rookies Cup. Wer sich dort behauptet, kann den Aufstieg in den ADAC Kart Cup schaffen und später dann im ADAC Kart Masters oder bei der Deutschen Meisterschaft starten. Tipp: Um Kosten zu sparen, empfiehlt es sich, Mitglied in einem Kartclub zu werden. Der Weg in die Königsklasse des Motorsports führt dann meistens über die Nachwuchsserien Formel 4, Formel 3 und Formel 2.
Kartbahnen sind ideal, um Fahrzeugbeherrschung, Reaktionsvermögen und Rennverständnis zu entwickeln.
Der Klassiker: Rennfahrer im Sport- und Tourenwagen Die meisten ambitionierten Hobby-Rennfahrer sind im Sport- und Tourenwagen unterwegs. Für Einsteiger eignen sich die GT4-, GT3- und GT2-Serien, wobei der GT4-Sport wegen der vergleichsweise niedrigen Kosten für Amateure besonders geeignet ist. In den Serien für Old- und Youngtimer und bei Markenpokalen sind baugleiche Rennwagen am Start. Unterm Strich ist die Auswahl an Fahrzeugen, Strecken und Rennserien somit auch für Einsteiger groß. Unter Rennfahrern im eigenen Auto sind unter anderem die Gleichmäßigkeitsprüfungen auf der Nürburgring-Nordschleife beliebt.
Sicher ist sicher: Lizenz und Ausrüstung Wer in der Motorsport-Welt Gas geben möchte, benötigt die passende Rennsportbekleidung. Neben einem zertifizierten Helm und einem feuerfesten Rennoverall gehören dazu feuerfeste Unterwäsche, normierte Schuhe und Handschuhe. Ein weiteres Muss ist eine Rennlizenz vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB-Lizenz). Sie lässt sich über einen Lehrgang mit Theorie- und Praxisteil sowie anschließender Prüfung erreichen und bestätigt, dass grundlegende Sicherheits- und Regelkenntnisse vorhanden sind. Ausgewählte Anbieter haben zusätzlich Lehrgänge und Fahrtrainings im Programm, bei denen es zum Beispiel um Fahrzeugbeherrschung, präzise Fahrtechnik, Linienwahl, Bremspunkte und Einlenkzonen geht. Dazu kommen individuelle Fahrercoachings und Fahrersichtungen, bei denen Fahrer ihr Talent und ihr Rennverständnis gezielt weiterzuentwickeln können. Dabei sind Theorie und Praxis keine Gegensätze, sondern ergänzen gegenseitig.
Ohne Fitness geht es nicht Ganz wichtig: Motorrennsport ist nichts für Couchpotatoes. Um hier durchzustarten, sollte man über eine ausreichende Fitness verfügen. Weil das Rennfahren auch hohe Anforderungen an die Konzentration, Ausdauer und Reaktionsschnelligkeit stellt, ergänzen viele Fahrer ihr Training durch mentale Übungen. Und schließlich: Rennsport ist immer auch Teamarbeit. Einzelkämpfer bleiben da schnell auf der Strecke.
Motorrennsport ist nichts für Couchpotatoes. Um hier durchzustarten, sollte man über eine ausreichende Fitness verfügen.