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16. Jul 2026

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Lifestyle

Ein guter Griff

Journalist: Christian Kolb

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Foto: Aedrian Salazar/unsplash

Radfahren ist gut für die Gesundheit – da sind sich Ärzte und Krankenkassen einig. Doch manche Radfahrer stellen nach längeren Touren fest, dass die Belastung des Körpers auf dem Rad zu Beschwerden führen kann.

Schmerzende Handgelenke und kribbelnde Finger stehen ganz oben auf der Liste der Beschwerden. Beim Radfahren lastet ein erheblicher Teil des Körpergewichts auf den Händen. Herkömmliche, meist rund geformte Griffe bieten den Händen nur eine kleine Auflagefläche. Dadurch steigt die punktuelle Druckbelastung. Diese trifft unter anderem Nerven, die für das Gefühl in den Fingern verantwortlich sind. Werden diese länger eingedrückt, kann ein Taubheitsgefühl entstehen.

Manche Griffe führen zudem zu einem unbewussten Einknicken der Handgelenke. Das kann zu schmerzhaften Reizungen und zum sogenannten Karpaltunnelsyndrom führen. An dieser Stelle setzen ergonomische Fahrradgriffe an. Durch eine verbreiterte Auflagefläche wird der Druck des Körpergewichts gleichmäßiger verteilt. Zudem sind hochwertige ergonomische Griffe so geformt, dass die Handgelenke in einer geraden Position bleiben. Deshalb werden die Blutzirkulation und die Nervenbahnen nicht blockiert. Davon profitieren nicht nur die Hände. Wer unter Schmerzen oder Taubheit leidet, verkrampft automatisch. Diese Fehlhaltung führt nicht selten zu schmerzhaften Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich.

Beim Radfahren lastet ein erheblicher Teil des Körpergewichts auf den Händen.

Eine entspannte Handhaltung sorgt daher auch für einen lockereren Oberkörper. An Bedeutung gewinnt die Ergonomie am Lenker auch durch den E-Bike-Boom. Durch die Motorunterstützung legen Radfahrer heute deutlich längere Strecken zurück als früher und sitzen somit länger im Sattel. Zudem sind Pedelecs durch Akku und Motor schwerer, was sich bei Unebenheiten durch stärkere Vibrationen am Lenker bemerkbar macht. Gute Griffe spielen auch für die Sicherheit eine entscheidende Rolle.

Standardgriffe bieten zum Beispiel bei Nässe oft zu wenig Halt. Ergonomische Modelle arbeiten daher häufig mit verschiedenen Materialzonen. Griffige Strukturen an der Unterseite sorgen genau wie vibrationsdämpfende Zonen an den Handflächen für Griffsicherheit. Ergonomische Griffe lassen sich an den meisten Fahrrädern und E-Bikes in wenigen Minuten montieren. Die ergonomische Optimierung einem Fachhändler zu überlassen ist dennoch eine sinnvolle Entscheidung, denn auch die Neigung des Lenkers und die Position der Bremshebel sollten individuell auf den Fahrer eingestellt werden. Hochwertige ergonomische Griffe bestehen aus speziellen Gummimischungen oder Naturmaterialien wie Kork, die frei von Schadstoffen sind. Diese lösen auch bei längerem Hautkontakt keine Reizungen aus. Nur mit einer optimalen Schnittstelle zwischen Mensch und Fahrrad kann das Radfahren sein Potenzial für Gesundheit und Wohlbefinden optimal ausspielen.