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16. Jul 2026

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Lifestyle

Die Rasen-Revolution

Journalist: Christian Kolb

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Foto: Petar Tonchev/unsplash

Es ist jedes Jahr dasselbe: Kaum ist das Wetter schön, verwandelt der Rasen den eigentlich gepflegten Garten in einen Dschungel. Doch in letzter Zeit hört man immer seltener über die Anstrengung fluchende Gartenbesitzer oder wie die Motoren von schweren Benzin- oder Elektromähern, die sich lautstark durch die Gärten arbeiten.

Elektrische Mähroboter sind auch in kleinen Gärten im Einsatz und kümmern sich mit Hilfe modernster Technik um den Rasen. Wer sich heute einen Mähroboter zulegt, greift meist zu einem Modell, das ohne Kabel auskommt. Moderne Geräte brauchen weder für die Stromversorgung noch für die Eingrenzung der Rasenflächen Kabel und Drähte. Vielmehr sorgen leistungsfähige Akkus und digitale Sensoren dafür, dass die intelligenten Geräte ihre Arbeit ganz unkompliziert verrichten. Top-Modelle kombinieren Satellitennavigation mit Laser-Sensoren und KI-gestützten Kameras. Das Prinzip gleicht der Technologie moderner Saugroboter oder autonomer Fahrzeuge. Der Roboter scannt den Garten beim ersten Mal ab, erstellt eine digitale Karte und zieht fortan autonom seine Bahnen. Steht im Sommer plötzlich ein Stuhl oder ein Kinderspielzeug auf dem Rasen, bemerkt der Roboter dies und umrundet das Hindernis.

Ist der Roboter regelmäßig im Einsatz, müssen jeweils nur wenige Millimeter vom Gras abgeschnitten werden, die als natürlicher Dünger auf der Rasenfläche bleiben können. Das ist gut für den Rasen, spart die Entsorgung und hält den Roboter auch zur Urlaubszeit kontinuierlich im Einsatz. Während freie Flächen für die Roboter gänzlich unproblematisch sind, kommt es an Beetkanten, Mauern und Zäunen auf die Details an. Je nach Hersteller und Modell bleibt ein unterschiedlich breiter Streifen stehen, der nicht perfekt geschnitten werden kann und wo man gelegentlich von Hand nacharbeiten muss.

Elektrische Mähroboter sind auch in kleinen Gärten im Einsatz und kümmern sich mit Hilfe modernster Technik um den Rasen.

Moderne Roboter arbeiten sehr leise und sind deshalb in der Dämmerung oder nachts eine Gefahr für Igel und andere Wildtiere. Einige Kommunen haben deshalb bereits Allgemeinverfügungen erlassen, die den Einsatz von Mährobotern nur tagsüber erlauben. Moderne Geräte sind tierfreundlicher geworden, trotzdem raten Naturschützer, auch diese nur am Tag laufen zu lassen.

Bei einem Garten von 400 Quadratmetern investiert man im Sommer pro Woche gut zwei bis drei Stunden in seinen Rasen. Auf die Mähsaison hochgerechnet, kann man mithilfe des Roboters also 40 bis 50 Stunden Freizeit gewinnen. Im Gegenzug muss man den Roboter gelegentlich von Grasresten befreien und wie beim manuellen Rasenmäher alle paar Monate die Klingen wechseln. Bei kleinen Gärten lohnt sich ein Einstiegsmodell, das man schon ab 500 Euro bekommt. Je größer der Garten, umso eher amortisieren sich Geräte, die mit smarter Programmierung, besseren Sensoren und teilweise sogar Allrad-Antrieb ausgestattet sind und lästige Gartenarbeit an die Technik auslagern.

Der Roboter scannt den Garten beim ersten Mal ab, erstellt eine digitale Karte und zieht fortan autonom seine Bahnen.