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8. Jul 2026

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Lifestyle

Wenn ein Hund zuhause einzieht... – mit Conny Sporrer, Hundetrainerin

Journalist: Silja Ahlemeyer

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Foto: Kateryna Hlizitsova/unsplash, Sandra Schmidt Fotografie

Hundetrainerin Conny Sporrer erklärt, worauf Familien achten sollten, bevor sie sich einen Vierbeiner anschaffen – und welchen Fehler man vermeiden kann.

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Conny Sporrer, Hundetrainerin

Frau Sporrer, woran muss man denken, wenn ein Hund in die Familie kommen soll? Viele Menschen wählen Tiere leider immer noch nach optischen Kriterien aus. Dabei vergisst man oft, dass viele Hunderassen über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte für ganz bestimmte Aufgaben gezüchtet wurden – etwa zum Jagen, Hüten oder Bewachen. Deshalb sollte man sich immer anschauen: Wofür wurde dieser Hund ursprünglich gemacht? Daraus kann man oft schon ableiten, welche Herausforderungen später entstehen könnten. Außerdem wünsche ich mir, dass Menschen sich frühzeitig um Erziehung kümmern und nicht erst dann Hilfe holen, wenn Probleme auftreten. Mit sechs bis zehn Monaten geht schon die Hundepubertät los.

Wie bereite ich das Haus oder die Wohnung vor? Das hängt natürlich auch davon ab, ob ein Welpe oder ein älterer Hund einzieht. Bei Welpen würde ich Teppiche wegräumen, weil Hunde sich gerne auf weichen Untergründen lösen. Dann hat man ein paar Sekunden mehr Zeit, um sie nach draußen zu bringen. Bei allen Hunden, auch älteren, kann man anfangs alle Kabel und Bodenpflanzen wegräumen.

Welche Utensilien brauche ich? Ein gutsitzendes Brustgeschirr auf jeden Fall, weil sich der Druck damit am besten verteilt. Zusätzlich würde ich aber auch ein Halsband anschaffen. Ich trainiere zum Beispiel gerne so, dass der Hund am Geschirr moderat ziehen darf, während Leinenführigkeit zunächst am Halsband geübt wird. Außerdem braucht der Hund eine feste Liegestelle. Das ist auch erzieherisch sinnvoll, etwa wenn es an der Tür klingelt. Ob das dann ein Körbchen, eine Matte oder einfach ein Platz am Boden ist, hängt total vom Hund ab. Also dafür erstmal weniger Geld ausgeben und ausprobieren.

„Das Motto der Anfangszeit sollte sein: Geduldig, aber klar.“

Was sind die wichtigsten Grundlagen für einen gelungenen Start? Bevor der Hund einzieht, sollte sich die Familie überlegen, welche Regeln gelten sollen. Ob der Hund auf die Couch darf oder nicht beispielsweise. Wichtig ist vor allem, dass alle dieselben Regeln haben und dieselben Signale verwenden. Wenn etwas später verboten sein soll, darf man es nicht erst erlauben. Und: Man sollte den Hund nicht gleich mit zu vielen Reizen überfordern.

Wie gelingt die Zusammenführung, wenn ich schon einen älteren Hund zuhause habe? Das erste Treffen sollte möglichst auf neutralem Boden stattfinden. Idealerweise lernen sich die Hunde vorher schon einmal bei einem angeleinten Spaziergang kennen. Zuhause sollte man dann anfangs Spielzeug, Kauartikel oder volle Näpfe wegräumen, damit kein Streit entsteht. Man muss ja Konflikte nicht zusätzlich herausfordern.

Was sind typische No-Gos? Sich vorher nicht über Hunde schlauzumachen. Viele Probleme entstehen, weil Menschen die Körpersprache ihrer Hunde falsch verstehen. Tiere zeigen oft sehr deutlich, wenn sie gestresst oder unsicher sind, aber Menschen erkennen diese Signale nicht. Auch bei Hundebegegnungen passieren viele Missverständnisse. Menschen denken oft automatisch: Die spielen doch nur. Aber gerade an der Leine entstehen schnell Spannungen, weil Hunde nicht ausweichen können. Wenn Hunde dann lernen, dass sie mit ihren Signalen nicht verstanden werden, reagieren manche irgendwann mit Aggression. Es ist also wichtig, dass man sich mit der Körpersprache des Hundes auseinandersetzt, bevor er einzieht.

FACTBOX:

Conny Sporrer absolvierte ihre Ausbildung an der Martin Rütter Akademie. Ihre Leidenschaft für das Hundetraining entdeckte sie durch ihren ersten eigenen Schützling, Morillion, der anfangs ein schwieriges Verhalten zeigte. Auf ihrem YouTube-Kanal lässt Sporrer sich beim Training mit Hunden von der Kamera begleiten.

23. Sep 2026

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Gesundheit

Erholung, die bleibt – Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing

![Portrait Herr Holzapfel ONLINE.jpg](https://cwbucket.fra1.digitaloceanspaces.com/Portrait_Herr_Holzapfel_ONLINE_4e2e92cdb9.jpg) ``` Christian Holzapfel, Inhaber des Hotel Holzapfel in Bad Füssing ``` Wer möglichst lange gesund und leistungsfähig bleiben möchte, sollte nicht erst reagieren, wenn Beschwerden auftreten. Entscheidend ist, frühzeitig auf den eigenen Körper zu hören und Regeneration fest in den Alltag einzubauen. Dafür gibt es für mich nicht die eine Methode. Bewegung, Ernährung, guter Schlaf und mentale Entlastung gehören zusammen. Auch Thermalwasser kann dabei viel leisten, weil Wärme, Bewegung und Entspannung unmittelbar zusammenkommen. Wichtig ist aber auch, dass Erholung nicht an der Hoteltür endet. Im besten Fall nehmen Gäste etwas von dem mit nach Hause, was ihnen hier guttut: bewusste Pausen, mehr Bewegung, Atemübungen, Sauna, Schwimmen oder einfach das Wissen, wie gut es tut, zwischendurch nichts leisten zu müssen. Genau darin liegt für mich der nachhaltige Wert eines solchen Aufenthalts. Beim Thema Longevity wird heute vieles neu verpackt. Einige Bausteine kennen wir seit Jahrzehnten. Neu ist vor allem, sie stärker miteinander zu verbinden und Gesundheit körperlich wie mental zu betrachten. Ich selbst laufe viel in der Natur, schwimme und nutze täglich Atemübungen nach der Wim-Hof-Methode. Mein wichtigster Rat ist trotzdem ganz einfach: auf sich selbst achten. Stress gehört zum Leben. Aber Anspannung und bewusste Entspannung müssen sich die Waage halten.