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11. Jun 2026

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Lifestyle

Österreichs verrücktester Extrem-Biker – mit Gabriel Wibmer, Profi-Street-Trialfahrer

Journalist: Hauke Brost

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Foto: Privat, Febiyan/unsplesh

Gabriel Wibmer verblüfft seine Fans mit immer kreativeren Stunts auf dem Mountainbike. Seine Videos werden millionenfach geklickt. Hier erzählt er, wie das begann.

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Gabriel Wibmer, Profi-Street-Trialfahrer

Für alle, die dich nicht kennen: Gib mal eine Berufsbeschreibung. Naja, ich bin Profi-Street-Trialfahrer. Ich mache alles, was man auf zwei Rädern ohne Motor machen kann, vorwärts, rückwärts, Drehen, auf dem Lenker stehen, springen, sowas halt.

Wie fing das an? Mit Fünf hab‘ ich von meinen Eltern eine 50 ccm-Motocross-Maschine bekommen. Damit ging es los, aber es war auf Dauer zu gefährlich, weil es hier in den Tiroler Bergen keine Trainingsstrecken gab. Dann haben mich die Videos von Danny MacAskill fasziniert, dem wohl weltweit bekanntesten Trialfahrer.

Und ein Trampolin hat doch auch eine Rolle gespielt? Genau, das steht heute noch bei uns im Garten. Da habe ich mit meinen Cousins angefangen, verrückte Sachen zu machen, und dann kamen andere Kinder, wir haben Dorfmeisterschaften gemacht und all sowas.

Hast du denn auch mal was „Vernünftiges“ gelernt? Abi auf dem Sportgymnasium, dann Wehrdienst, danach dann Profi.

Du bist total auf den Stunt fokussiert und weißt genau, was du dir zutrauen kannst.

Was war dein gefährlichster Stunt? Also, am meisten diskutiert wurde in der Szene ein Stunt auf einem ganz schmalen Wanderweg in den Dolomiten, direkt neben mir ging es 60 m runter, und es war so schmal, dass ich das Bike kippen musste, um nicht gegen die Felsen auf der Bergseite zu stoßen. Das war schon krass, extrem.

Ist das alles so gefährlich, wie es aussieht? Du bist total auf den Stunt fokussiert und weißt genau, was du dir zutrauen kannst. Insofern: Nein. Natürlich kann immer mal was passieren. Aber wenn ich mal ganz entspannt eine einfache Fahrradtour mache und mit den Gedanken ganz woanders bin, dann ist das für mich riskanter als so ein Stunt, bei dem ich eben total konzentriert bin.

Was liebst du an den Bergen? Die sind meine Heimat! Berge vermitteln unheimlich viel Ruhe. Und natürlich sind sie auch ein ideales Gebiet für meine Videos.

Welches Equipment braucht ein Anfänger? Helm, Handschuhe, Knieschützer und ein ganz normales Mountainbike, das ist absolut ausreichend.

Wie entstehen deine Videos? Am Anfang steht immer eine Idee. Die hab‘ ich vielleicht unter der Dusche oder so. Dann wird daraus eine kleine Story, dann geht`s damit zu den Sponsoren, dann wird die Story umgesetzt. Also zum Beispiel waren wir in Prag, da ist „Wibmer impossible“ gedreht worden. Die Story ist, ich fahre durch Prag und jage einen Dieb. Ganz einfach. Nur sind da eben jede Menge ziemlich irre Stunts drin. Ich will ja nicht nur Mountainbiker ansprechen, sondern auch andere.

Ich möchte irgendwie beim Biken bleiben. Vielleicht als Coach für die nächste Generation?

Alleine dieses Video wurde 5,5 Millionen Mal geklickt... Ja, insgesamt komme ich bei YouTube auf über 200 Millionen Klicks. Und inzwischen habe ich 2,1 Mio. Follower.

Du hast ja zwei Cousins, die auch auf zwei Rädern unterwegs sind? Stimmt. Fabio ist sieben Jahre älter als ich und wohl der bekannteste Trialfahrer. Johannes ist beim Motorcross geblieben.

Was du machst, geht ja nicht lebenslang. Was kommt danach? Ich möchte irgendwie beim Biken bleiben. Vielleicht als Coach für die nächste Generation? Oder ich gehe zu einem Hersteller, aber das ist alles noch offen. Ich bin ja erst 23.

Wird Trial mal olympische Disziplin? Gut möglich, dass es irgendwann so weit ist. Aber ich konzentriere mich lieber auf meine Videos. Ich war ja auch bei vielen Weltcup-Rennen, aber das ist nicht so kreativ, als wenn wir uns eine Story ausdenken und die dann umsetzen. Das ist im Moment für mich das Spannendste.

Factbox

Trialbikes sind spezielle Mountainbikes, um mit maximaler Kontrolle und Balance Hindernisse überwinden zu können. Sie werden fast nur im Stehen gefahren und sind extrem leicht, haben keine Federgabel oder Stoßdämpfer und sehr starke Bremsen. Trial ist keine olympische Disziplin, es gibt aber viele internationale Wettbewerbe.

11. Jun 2026

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Lifestyle

Neues Leben für Schuhe

Die wichtigste Verbindung zwischen Sportler und Untergrund ist der Schuh. Doch was, wenn das geliebte Paar an Grip verliert oder undicht wird, das Obermaterial aber noch top in Schuss ist? Statt neue und oft erst einmal unbequeme Schuhe zu kaufen, setzen Athleten mit der Neubesohlung auf eine nachhaltige Alternative. Für sie ist die reparierte Ausrüstung keine Notlösung, sondern die bewusste Entscheidung, die Lebensdauer ihrer hochwertigen Sport- und Outdoorschuhe zu verlängern. Wer sich für eine fachmännische Neubesohlung entscheidet, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern investiert auch in den eigenen Komfort. Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Beim Neubesohlen von Schuhen behält man das perfekt an den Fuß angepasste Obermaterial. Der Schuh sitzt sofort und hat dank der neuen Sohle wieder den Grip eines brandneuen. Die Entscheidung, die Lebensdauer der eigenen Schuhe zu verlängern, hat auch eine wirtschaftliche Komponente. Oft kostet eine professionelle Neubesohlung durch den Hersteller oder einen Schuster nur einen Bruchteil des Neupreises. Gerade bei Premium-Schuhen rechnet sich die Investition. Wo es auf die Performance ankommt, kann die Neubesohlung ein Upgrade sein. Je nachdem, für welche Gummimischung man sich bei der Neubesohlung entscheidet, bekommt ein in die Jahre gekommener Schuh mit einer modernen Sohle mehr Grip als er im Originalzustand hatte. Und auch modisch kann man Akzente setzen und sich für eine neue Sohle in Trendfarbe entscheiden. >Oft müssen neue Schuhe erst eingelaufen werden. Blasen und Druckstellen sind der Preis in der Eingewöhnungszeit. Die Herstellung von Schuhen gilt als äußerst energie- und ressourcenintensiv. Kunststoffe, Klebstoffe und viele andere Materialien haben einen großen ökologischen Fußabdruck. Dieser wird kleiner, wenn man bei Verschleiß nur die Sohle austauscht und den Rest des Schuhs weiterverwendet. Das spart wertvolle Ressourcen und vermeidet unnötigen Abfall. Ob ein Schuh sich zur Neubesohlung eignet, sollte man schon vor dem Kauf in Erfahrung bringen. Wenn die Sohle mit dem Rest des Schuhs untrennbar verbunden ist, stößt das Reparatur-Handwerk an seine Grenzen. Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle. Ein Indikator für Laien ist, ob der Hersteller selbst einen Reparaturservice anbietet. Dort können originale Leisten verwendet werden, sodass die Passform exakt erhalten bleibt. In vielen Fällen ist auch der örtliche Schuster eine gute Wahl, um Schuhen mit abgetragenen Sohlen ein zweites Leben zu bescheren. So bleibt verlässliches Schuhwerk im Einsatz. Nichts ist verlässlicher als ein Schuh, der sich über Jahre hinweg bewährt hat und durch eine frische Sohle die Performance zurückbekommt, die im Alltag oder für das nächste Abenteuer gebraucht wird. >Andere Schuhe, darunter auch viele Wanderstiefel und Kletterschuhe, ermöglichen den problemlosen Austausch der Sohle.

11. Jun 2026

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Gesundheit

Mehr als Sport: Warum Vereine unverzichtbar sind – Ein Beitrag von Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes

Es gibt Orte, an denen Gesellschaft im Kleinen sichtbar wird. Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären – weil sie unterschiedliche Lebenswege haben, verschiedenen Altersgruppen angehören, unterschiedlichen Jobs nachgehen oder aus diversen sozialen Kontexten kommen. Diese Orte gibt es in Deutschland zum Glück fast überall, rund 86.000-mal: Es sind unsere Sportvereine. Denn in Deutschland engagieren sich Millionen von Menschen genau hier. Sie trainieren gemeinsam, halten sich fit, knüpfen Freundschaften, organisieren Wettkämpfe, begleiten Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung und schaffen Strukturen, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausreichen. Sportvereine sind mehr als Orte der Bewegung, sie sind soziale Räume. Sie fördern Zusammenhalt, vermitteln Werte wie Fairness, Respekt und Verlässlichkeit und stärken damit unsere Gesellschaft. Der Vereinssport ist die größte Bürgerbewegung unseres Landes. Mit mehr als 29 Millionen Mitgliedschaften vereint er mehr Mitglieder als der ADAC, als sämtliche politische Parteien, als die Kirchen und – man mag es kaum glauben – mehr, als es Netflix-Abos in Deutschland gibt. Zum zweiten Mal hintereinander haben die Sportvereine unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes 2025 Rekordwerte gefeiert. >Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können. Gleichzeitig stehen viele dieser Strukturen unter Druck. Ehrenamtliches Engagement wird immer knapper, Sportvereine werden heute mehr als Dienstleister denn als Gemeinschaftsprojekt gesehen. Hallenzeiten fehlen, Bürokratie führt zu Belastungen und finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Sportvereine haben es trotz – oder gerade wegen – ihrer vielen Mitglieder nicht leicht. Wir sehen, dass der Wunsch bei sehr vielen Menschen so groß ist wie nie zuvor, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun; und dass sie das nicht allein tun wollen im Fitnessstudio, beim Joggen im Park oder auf der Yogamatte bei sich zu Hause, sondern dass sie Gemeinschaft suchen im Sportverein um die Ecke. Für wenig Geld im Monat gibt es hier Sport, der Spaß macht, von Trainer:innen geleitet wird, der die Gesundheit fördert und der Menschen zusammenbringt. Auch in diesem Jahr steuern wir wieder auf einen Mitgliederrekord zu. Das sind gute Nachrichten, aber sie führen dazu, dass die bestehenden Probleme – eine stagnierende Zahl an Ehrenamtlichen muss mehr Menschen betreuen, und das in zunehmend maroden Sportstätten – sich noch stärker zeigen. Der gesellschaftliche Wert von Sport entfaltet sich nicht automatisch. Er entsteht dort, wo Menschen sich einbringen. Ein Sportverein ohne Menschen aus seiner Stadt, seinem Dorf, seiner Nachbarschaft, die sich heute engagieren, macht morgen seine Türen zu. Wer im Verein aktiv ist, trägt dazu bei, dass gemeinschaftliches Sporttreiben überhaupt möglich bleibt. Die Frage ist nicht, ob wir Sport brauchen – diese Frage lässt sich leicht mit „Ja“ beantworten. Die Frage ist, wie viele von uns bereit sind, ihn mitzugestalten und mit Leben zu füllen. Ob als Mitglied, als Ehrenamtlicher oder als jemand, der andere mitzieht: Jeder Beitrag zählt. Sportvereine funktionieren nicht von selbst. Sie funktionieren besonders dort gut, wo sie von vielen unterschiedlichen Menschen getragen werden. Sport verbindet, er hält gesund und bringt uns zusammen. Aber um das tun zu können, braucht er passende Orte, an denen er sein Potenzial entfalten kann. Diese Orte gibt es 86.000-mal in Deutschland, und wir alle sollten sie stärken, indem wir uns einbringen, wo wir können.