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22. Jun 2026

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Gesellschaft

Schönheit im Wandel: Verantwortung, Gesundheit und neue Perspektiven – Ein Beitrag von Martin Ruppmann, Geschäftsführer, VCP - Verband Cosmetic Professional

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Foto: Presse

Die Schönheits- und Ästhetikbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Was lange Zeit primär von äußeren Idealen geprägt war, entwickelt sich zunehmend zu einem ganzheitlichen Verständnis von Wohlbefinden, Gesundheit und individueller Identität.

Diese Publikation greift daher zentrale Entwicklungen auf, die nicht nur die Branche, sondern auch das gesellschaftliche Verständnis von Schönheit nachhaltig prägen. Allein in Europa umfasst die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie ein Marktvolumen von über 100 Milliarden Euro und steht damit zugleich für wirtschaftliche Relevanz wie gesellschaftliche Verantwortung.

Nachhaltigkeit ist dabei längst kein Trend mehr, sondern eine grundlegende Erwartung. Verbraucher:innen achten verstärkt auf transparente Lieferketten, ressourcenschonende Produktionsprozesse und verantwortungsvolle Inhaltsstoffe. Für Unternehmen bedeutet dies, Innovation und Verantwortung konsequent zusammenzudenken – auch vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen und einer zunehmend kritischen Öffentlichkeit.

Parallel dazu rückt die Hautgesundheit stärker in den Fokus. Die Haut ist nicht nur unser größtes Organ, sondern auch Spiegel unseres Lebensstils. Umweltbelastungen, Stress und Ernährung wirken sich unmittelbar auf ihr Erscheinungsbild aus. Entsprechend wächst die Bedeutung fundierter dermatologischer Erkenntnisse und evidenzbasierter Pflegekonzepte – ebenso wie die Rolle von Make-up als Ausdruck individueller Persönlichkeit. Der Markt für dermokosmetische Produkte, also die Schnittstelle zwischen Kosmetik und Medizin, wächst in Europa mit nahezu zweistelligen Raten und unterstreicht diese Entwicklung eindrucksvoll.

Auch kosmetische Behandlungen und minimalinvasive Eingriffe erleben eine deutliche Professionalisierung. Moderne, innovative Technologien ermöglichen heute schonende Verfahren mit natürlichen Ergebnissen. Gleichzeitig steigt der Anspruch an Aufklärung, Qualifikation und ethische Standards. Der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Möglichkeiten ist entscheidend für das Vertrauen der Kundinnen und Kunden.

Allein in Europa umfasst die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie ein Marktvolumen von über 100 Milliarden Euro und steht damit zugleich für wirtschaftliche Relevanz wie gesellschaftliche Verantwortung.

Nicht zu vernachlässigen sind Hautkrankheiten, die weit über ästhetische Fragestellungen hinausgehen. Sie betreffen Millionen Menschen und haben oft erhebliche Auswirkungen auf Lebensqualität und Selbstwahrnehmung. Hier zeigt sich besonders deutlich, wie eng medizinische Expertise und kosmetische Kompetenz miteinander verzahnt sein können – und wie wichtig belastbare, wissenschaftlich fundierte Lösungen sind.

Schließlich wird immer klarer: Schönheit ist untrennbar mit einem gesunden Lebensstil verbunden. Ernährung, Bewegung und mentale Balance sind zentrale Faktoren, die das äußere Erscheinungsbild ebenso beeinflussen wie das innere Wohlbefinden.

Die Profikosmetikbranche trägt also insgesamt eine wichtige Verantwortung, realistische und nachhaltige Impulse zu setzen – gerade in einer Zeit, in der Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend ganzheitliche Gesundheits- und Präventionsansätze nachfragen.

Der Verband Cosmetic Professional agiert insofern bewusst als Schnittstelle zwischen Praxis, Industrie, Wissenschaft und Regulierung. Anspruch ist es, Orientierung zu geben, Qualitätsstandards zu stärken und Innovation verantwortungsvoll zu begleiten – in einem Markt, der sich dynamisch weiterentwickelt und dessen zukünftiges Wachstum zunehmend an Glaubwürdigkeit, Transparenz und nachweisbarer Wirksamkeit gemessen wird.

Diese Publikation lädt Sie ein, die vielfältigen Facetten von Beauty, Ästhetik, Gesundheit und Prävention neu zu entdecken – differenziert, fundiert und zukunftsorientiert. Viel Spaß beim Lesen!

2. Jul 2026

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Gesellschaft

Deutschland in einer neuen sicherheitspolitischen Realität – Ein Beitrag von Dr. Hans Christoph Atzpodien, Hauptgeschäftsführer, BDSV

Liebe Leserinnen und Leser, „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden“. Diesen Satz des Generalinspekteurs Carsten Breuer haben sich inzwischen auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius zu eigen gemacht. Er beschreibt eine neue sicherheitspolitische Realität, mit der wir uns auch im fünften Kriegsjahr der russischen Vollinvasion auf die Ukraine konfrontiert sehen und die Grundlage für unser sicherheitspolitisches Handeln sein muss. Der Zwischenzustand, der unserem Land damit attestiert wird, ist in dieser Form im Grundgesetz jedenfalls nicht vorgesehen. Unsere Verfassung unterscheidet zwischen Friedenszustand, dem Spannungsfall als Vorstufe des Verteidigungsfalls, die bereits die Anwendung bestimmter Notstandsrechtsvorschriften ermöglicht und dem eigentlichen Verteidigungsfall. Letzterer tritt nach Artikel 115a Grundgesetz dann ein, wenn das Staatsgebiet mit Waffengewalt angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht. Nach Analysen der NATO besteht das Ziel, unsere Streitkräfte spätestens bis zum Jahr 2029 rundherum abschreckungs- und verteidigungsfähig auszustatten. Dieses Ziel muss darüber hinaus mit einer umfassenden Befähigung zur Gesamtverteidigung im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Resilienz einhergehen. Schon heute erleben wir ständige hybride Angriffe in der Form von Drohnenüberflügen, Cyber-Attacken oder Desinformationskampagnen, die bestimmten staatlichen Akteuren zugeordnet werden. >Nach Analysen der NATO besteht das Ziel, unsere Streitkräfte spätestens bis zum Jahr 2029 rundherum abschreckungs- und verteidigungsfähig auszustatten. Hieraus ergeben sich zweierlei Schlussfolgerungen: Erstens: Um unserem Beitrag in diesem Prozess – wie der NATO versprochen – zu erfüllen, wollen wir schon im Jahr 2029 ca. 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Verteidigung sowie perspektivisch weitere 1,5 % des BIP für militärisch-relevante Infrastrukturmaßnahmen ausgeben. Rechnet man diese Ausgaben zusammen, so machen diese im Jahr 2029 40 % unseres Bundeshaushaltes aus. Allein in den Verteidigungsbudgets der Jahre 2025 bis 2029 sind kumuliert ca. 200 Milliarden Euro nur für Rüstungsausgaben geplant. Kurz: Es geht also um gewaltige Summen, die unsere Volkswirtschaft als Ganzes fordern. Zweitens benötigen wir ein umfassendes Verständnis der Sicherheits- und Resilienz-Notwendigkeiten in unserer Gesellschaft. Die Gewährleistung von Sicherheit ist die zentrale Querschnittsaufgabe unserer Zeit, die jeden und jede von uns betrifft: im Bevölkerungsschutz, beim Schutz kritischer Infrastrukturen, über Bedrohungen zu Lande, zu Wasser, in der Luft sowie im Cyberraum. Jeder Sektor ist gefragt, hier einen Beitrag leisten. In der Politik schließlich müssen diese Anstrengungen koordiniert und verzahnt werden. Dokumente wie die Nationale Sicherheitsstrategie oder die unlängst vorgestellte Militärstrategie sind der notwendige Ausfluss dieser Anstrengungen. Im BDSV wird dieser umfassende Sicherheitsbegriff seit unserer Gründung im Jahr 2009 konsequent gelebt. In unserem Verband sind alle Ausrüster staatlicher Sicherheitsbehörden willkommen und vereint. Über die Plattform SVI-Connect, die wir gemeinsam mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik ins Leben gerufen haben, leisten wir seit Jahresbeginn zudem einen Beitrag zur Verzahnung klassischer Rüstungsunternehmen mit neuen, bislang überwiegend zivilen Zulieferern – zum Vorteil beider Seiten. Nicht zuletzt deshalb ist Deutschland auf gutem Weg, seine selbstgesteckten Ziele in der Zeitenwende zu erreichen. Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie tut alles in ihrer Macht Stehende, um hier ihren Beitrag zu leisten.