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23. Jun 2026

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Gesellschaft

Sicherheit im Fokus

Journalist: Christian Kolb

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Foto: iSawRed/unsplash

Moderne Gebäudetechnik verbindet mechanischen Schutz mit digitaler Technik. Sicherheit und Komfort gehen so bei Neu- und Umbau Hand in Hand.

Im Ernstfall entscheiden oft Sekunden. Auf tragische Weise hat die Brandkatastrophe in Crans-Montana zum Jahreswechsel in Erinnerung gerufen, wie wichtig es ist, das Thema Sicherheit nicht aus den Augen zu verlieren. Im Zentrum des baulichen Brandschutzes steht der Schutz vor Rauch und Feuer. In den Landesbauordnungen ist klar geregelt, wo Brandschutztüren eingebaut werden müssen und wie lange diese das Feuer zurückhalten müssen. Ein oftmals unterschätztes Thema ist der Schutz vor Rauch. Damit Fluchtwege im Ernstfall genutzt werden können, sollten diese rauchfrei sein, was für spezielle Rauchschutztüren spricht, die gerade bei größeren Gebäuden, in denen sich viele Menschen aufhalten, von Bedeutung sind. Dass Fluchtwege nicht nur theoretisch vorhanden, sondern in der Praxis auch gut erkennbar ausgeschildert und nicht zugestellt sein dürfen, gehört zu den Herausforderungen des Alltags. Mechanische Panikschlösser oder Fluchttüren, die sich im Alarmfall automatisch entriegeln, können im Ernstfall Leben retten.

Auf der anderen Seite sollen Gebäude vor Einbrüchen gesichert werden. Fenster und Türen sind Einfallstore für Kriminelle – wenn diese nicht die zum Objekt passende Widerstandsklasse haben. Einfache Varianten schützen nur vor Gelegenheitstätern mit einfachen Werkzeugen, während bessere auch schwerem Werkzeug längere Zeit trotzen. Der mechanische Schutz bringt in erster Linie Zeit oder potenzielle Täter dazu ihre Pläne aufzugeben, da die Entdeckungswahrscheinlichkeit steigt. Dazu gehört die Kombination mit Kameras, einer professionellen Alarmanlage und der Aufschaltung eines Sicherheitsdienstes oder wo möglich der örtlichen Polizei. Nützlich sein kann ein Fernzugriff auf das System vom eigenen Smartphone aus. Wer selbst nachschauen kann, verhindert kostspielige Fehlalarme und weiß sofort, was Sache ist. Durch den optionalen RC2 Sicherheitsstandard sind Tore in Verbindung mit einem Antrieb besonders sicher. Diese besondere Widerstandfähigkeit ist durch den TÜV geprüft und bestätigt. Übrigens: Private Bauherrinnen und Bauherren können bei diesen vom „KfW Programm 455-E“ profitieren. Wenn eine direkte Verbindung von der Garage zum Wohnhaus besteht, kann bei einer Modernisierung ein Zuschuss von 10 bis 20 % bei der KfW-Bank beantragt werden.

Dass Fluchtwege nicht nur theoretisch vorhanden, sondern in der Praxis auch gut erkennbar ausgeschildert und nicht zugestellt sein dürfen, gehört zu den Herausforderungen des Alltags.

Bei der Einrichtung eines entsprechenden Systems kann man Sicherheit und Komfort verbinden. Werden Leitungen gelegt und Technik ins Haus gebracht, kommen auch andere Themen auf die Agenda. Digitale Türschlösser, die sich öffnen, wenn das Smartphone sich nähert? Eine Garage, die automatisch aufgeht, wenn das Auto gerade heranfährt? Lichtszenarien, die mit Hilfe von Sensoren zur Tageszeit und zum Wetter passen und den Eindruck erwecken jemand sei zuhause? Das sind technische Möglichkeiten an der Schnittstelle zwischen Sicherheit und Komfort. Gut geplante Systeme integrieren sich in den Alltag. Bei der Auswahl von Hardware und Handwerkern sollten Hausbesitzer auf professionelle Lösungen setzen. Wer bei den Systemen am falschen Ende spart, muss möglicherweise in Zukunft damit leben, dass cloudbasierte Komponenten nach einigen Jahren vom Hersteller einfach abgeschaltet oder die Geräte anfällig für Hacker werden.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland im Jahr 2025 um 5,7 % gestiegen auf 82.920 Fälle. Das Dunkelfeld ist groß: Man geht davon aus, dass nur 57 % der Fälle überhaupt bei der Polizei angezeigt werden – gerade die bei den versuchten Delikten.

23. Jun 2026

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Gesellschaft

Tiergesundheit: Ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz – Ein Beitrag von Judith Schönenstein, Vizepräsidentin Deutscher Tierschutzbund e. V.

Ein Haustier aufzunehmen ist eine wunderbare Entscheidung: Tiere schenken uns Gesellschaft, Freude und oft auch Trost. Sie bereichern unser Leben auf vielfältige Weise und werden für viele Menschen zu echten Familienmitgliedern. Als treue Begleiter verdienen Tiere nicht nur Liebe, Fürsorge, Pflege und eine artgerechte Haltung, sondern auch unseren Schutz. Denn Tiere haben keine Stimme und können sich nicht selbst gegen Vernachlässigung oder nicht tiergerechte Haltungsbedingungen wehren. Trotz der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz leiden tagtäglich zahlreiche Tiere. Der illegale Tierhandel mit zu jungen und oft kranken Hundewelpen floriert, Straßenkatzen kämpfen ohne menschliche Hilfe ums Überleben und Millionen Tiere – darunter auch Katzen und Hunde und vor allem Nager – werden jährlich in Versuchslaboren „verbraucht“. Auch bestimmte Zuchtpraktiken verursachen unnötiges Tierleid: Um bei der Zucht optische Merkmale wie Kulleraugen, kurze Schnauzen, Faltohren oder Farbvariationen im Fell zu erreichen, werden Auswirkungen auf die Tiergesundheit in Kauf genommen. Dabei ist ein Verbot solcher Qualzuchten längst im Tierschutzgesetz verankert – doch die Umsetzung bleibt unzureichend. Um den Tierschutz wirksam zu stärken, braucht es klare gesetzliche Rahmenbedingungen. Dazu zählt ein Verbot des Onlinehandels mit Tieren – denn viele Haustiere werden unüberlegt über das Internet gekauft, wo Welpen aus unseriösen Zuchten zigfach zum Kauf angeboten werden. Eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen könnte die Anzahl der Straßenkatzen und damit ihr Leid verringern und – in Kombination mit einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen und Hunde – auch überfüllte Tierheime entlasten. Das Qualzuchtverbot muss konkretisiert und erweitert werden. Und es braucht eine Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. >Nur, wenn wir Tiere als fühlende Lebewesen anerkennen und ihren Schutz konsequent verfolgen, können wir dem Staatsziel Tierschutz gerecht werden. Am Ende liegt es an uns allen, für das Wohl der Tiere einzutreten. Dazu gehört auch, sich umfassend zu informieren, wenn man ein Haustier aufnehmen möchte. Wer versteht, wie Tiere fühlen, was sie brauchen und wie sich Krankheiten frühzeitig erkennen lassen, leistet einen wertvollen Beitrag – für das einzelne Tier ebenso wie für das große Ziel: mehr Tierschutz, mehr Tiergesundheit, mehr Mitgefühl. Ein verpflichtender Sachkundenachweis vor der Tieranschaffung könnte helfen, Fehler aus Unwissenheit zu vermeiden. Auch die Kosten, die für Haustiere anfallen – etwa für tiermedizinische Behandlungen – sollten nicht unterschätzt werden. Routinemäßige als auch unvorhergesehene Tierarztbesuche können bisweilen tausende Euro für eine OP oder Behandlung verursachen. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig über eine Tierkrankenversicherung zu informieren. Wer nicht nur einem Tier in Not helfen möchte, sondern auch einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz leisten will, sucht im Tierheim nach dem passenden tierischen Mitbewohner. Tausende Tiere warten hier auf ein neues Für-immer-Zuhause und eine zweite Chance. „Adoptieren statt kaufen“ lautet das Motto!